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Oder-Sund-Team präsentiert sich vor Heimkulisse in Topform

Stralsund Oder-Sund-Team präsentiert sich vor Heimkulisse in Topform

Gewichtheber mit Mannschaftsbestleistung zum Saisonabschluss gegen St. Ilgen. Mannschaft feiert den 6. Platz in der Abschlusstabelle der 1. Bundesliga.

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Für Tino Friedrich war es der letzte Bundesligawettkampf seiner Karriere. 151,8 Punkte brachte er in die Gesamtwertung mit ein. Fotos (3): Jürgen Schwols

Stralsund. Das Gewichtheben überregional weiterentwickeln, vorhandene Ressourcen ausschöpfen, neue Talente entdecken und fördern. So lautete die Zielstellung beim Zusammenschluss der Gewichtheber des TSV Blau Weiß 65 Schwedt und des TSV 1860 Stralsund zum Oder-Sund-Team.

Die Bilanz der letzten Monate kann sich dabei sehen lassen. „Beide Vereine profitieren von dieser Kooperation“, erklärte Teammanager Ronald Lade. So sei es gelungen, wichtige Sponsoren zu gewinnen und im Nachwuchsbereich mit dem Aufbau einer Trainingsgruppe für eine positive Entwicklung zu sorgen. Und auch sportlich lief es in der 1. Bundesliga rund. Mit einem hervorragenden 3. Platz aus der Vorrunde hatte man die sportlichen Erwartungen bereits mehr als erfüllt.

„Nach der Niederlage in Speyer zum Auftakt der Playoffs kämpfen wir jetzt um den sechsten Platz“, so OST-Trainer Roland Taubert vor dem Saisonfinale gegen AC Germania St. Ilgen. „Dabei peilen wir 800 Punkte und damit eine Mannschaftsbestleistung an“, gab sich Taubert zuversichtlich und zog ein überraschendes Ass aus dem Ärmel: Arkadiusz Michalski, Punktbester OST-Heber und derzeit für Polen in der EM-Vorbereitung hatte vom polnischen Verband kurzfristig grünes Licht für seinen Bundesligaeinsatz erhalten.

Trotzdem begann der Wettkampf für die Heimmannschaft etwas holprig. Lisa Marie Schweizer packte die 72 kg beim Reißen erst im dritten Versuch, steigerte sich dann aber im Stoßen und brachte drei gültige Versuche in die Wertung, darunter eine persönliche Bestleistung von 90 kg.

Leichte Probleme hatte auch Tomasz Rosol. Von Kopfschmerzen geplagt, fehlte es ihm an Lockerheit. Mit 146 Punkten erfüllte Rosol dennoch die in ihn gesetzten Erwartungen. Keine Sorgen bereitete dagegen Christian Rech. Zuletzt in der Kritik gewesen, brachte Rech sechs gültige Versuche ein und erzielte seine Saisonbestleistung.

Tino Friedrich und Yasin Yücksel taten es ihrem Teamkollegen gleich und wussten ebenfalls mit persönlichen Bestleistungen in den Punkten zu überzeugen. Mit 171 Zählern in der Wertung schraubte Erfolgsgarant Michalski das Gesamtergebnis der OST-Heber auf 827,2 Punkte — eine neue Mannschaftsbestleistung zum Saisonabschluss. St. Ilgen hingegen blieb mit 612,8 Punkten weit hinter den Erwartungen zurück.

„Das war heute die Krönung einer erfolgreichen Saison“, freute sich Roland Taubert im Anschluss und feierte mit den Hebern des Oder-Sund-Teams den 6. Platz in der Tabelle der 1. Bundesliga.

 



Jürgen Schwols

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