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Sport Stralsund „Ohne Kampfgeist und Gelbe Karten wäre es kein richtiges Derby“
Vorpommern Stralsund Sport Stralsund „Ohne Kampfgeist und Gelbe Karten wäre es kein richtiges Derby“
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00:05 12.05.2017

. Es ist Derbyzeit in der Verbandsliga. 13-mal standen sich der Grimmener SV und der FC Pommern Stralsund in der Verbandsliga bereits gegenüber. Am Sonnabend treffen die Teams ab 14 Uhr in der Stralsunder Primus Arena erneut aufeinander. Die OZ sprach mit den Kapitänen Christian Orend (37/Stralsund) und Stephan Rambow (27/Grimmen) über die Mittel zum Erfolg und die Stärken des Gegner.

Wenn Sie an frühere Derbys zurückdenken: Welches Ereignis hat sich eingebrannt?

Christian Orend: Das waren immer knappe Geschichten mit viel Kampf. Es gab allerdings selten spielerischen Hochgenuss auf beiden Seiten zu sehen. Die engen Ergebnisse machen ein Derby aus.

Eine besonders knappe Partie ist Ihnen, Stephan Rambow, noch gut in Erinnerung.

Stephan Rambow: Da fällt mir der legendäre 2:1-Sieg im April 2013 in Stralsund ein. Nach einem 0:1- Rückstand haben wir in den Schlussminuten das Spiel gedreht und am Ende kräftig gefeiert.

Das 1:1 in der Hinrunde war ein ziemlich hartes Spiel mit vielen Gelben Karten. Ist das an der Tagesordnung, wenn Grimmen auf Stralsund trifft?

Rambow: Ja. Ich denke, das gehört einfach zum richtigen Derby dazu. Emotionen spielen dort eine wichtige Rolle und können solche Spiele mitentscheiden.

Orend: Egal, ob gegen Grimmen oder Greifswald, bei Derbys ist man extra motiviert. Und wenn es da keine Gelben Karten geben würde, wäre es kein Derby. (lacht)

Fühlen Sie sich fit für Samstag?

Orend: Klar bin ich das. Wir haben das Ziel, auf jeden Fall elf schlagkräftige Männer auf das Spielfeld zu schicken.

Rambow: Also bei einhundert Prozent bin ich derzeit nicht. Ich versuche, mir nach und nach die Power zurückzuholen. Aber das ist in so einem Spiel völlig egal. Ich hoffe, der Trainer stellt mich trotzdem auf. Er hat aber noch nichts durchsickern lassen (schmunzelt).

Erst zwei Mal musste sich der Grimmener SV den Pommern in den Meisterschaftsbegegnungen seit dem Aufstieg beider Mannschaften 2010 geschlagen geben. In den 13 Begegnungen holte Grimmen 25 Punkte, Stralsund nur zehn. Warum liegt dem GSV das Team vom Sund so gut?

Rambow: Weil wir in solchen Spielen oft unseren Charakter gezeigt haben. In jedem Spiel sind die Tugenden Kampf, Einsatz und Leidenschaft Voraussetzung für uns. Aber in solchen Spielen legt jeder von uns noch einmal eine Schippe drauf.

Was sind aus Ihrer Sicht gegen Stralsund die Mittel zum Erfolg?

Rambow: Jeder Spieler muss sich vor dem Spiel schon mental auf so ein Derby einstellen. Im Spiel heißt es, die genannten Tugenden umzusetzen. Der Rest kommt dann von allein.

Orend: Wir müssen über den Kampf ins Spiel kommen, wie wir es gegen den Rostocker FC am letzten Wochenende in der zweiten Halbzeit getan haben und dann bin ich überzeugt, dass der Sieg in Stralsund bleibt.

Wer geht als Favorit in dieses Spiel?

Orend: Tabellarisch gesehen gelten die Grimmener als Favorit. Die letzten Spiele sind ziemlich eng gewesen. Wir brauchen aber die Punkte unbedingt und werden alles daran setzen, um sie in Stralsund zu behalten.

Rambow: Wenn ich ehrlich bin, wir!

Was macht Sie so sicher?

Rambow: Weil die Tabelle nicht lügt. Wir stehen relativ gut da. Die Pommern müssen eigentlich gewinnen, damit sie ihr Ziel, 2020 in der Regionalliga spielen zu wollen, nicht aus den Augen verlieren.

Welche Stärken und welche Schwächen hat Pommern?

Rambow: Zu den Stärken zählt sicherlich, dass man Pommern nicht wirklich einschätzen kann. Dort weiß man nie wirklich, welche Tagesform Sie haben. Die Schwächen werden wir bis Samstag, 14 Uhr, genau analysiert haben.

Wie sieht es beim Grimmener SV aus?

Orend: Grimmen ist im Angriff gut besetzt, hat mit Thomas Boljahn einen guten Torjäger und mit Sven Berndt einen guten Spielgestalter. Wenn wir die beiden aus dem Spiel nehmen, denke ich, ist einiges möglich. Schwachpunkte sehe ich eher in der Abwehr.

Ihr Tipp?

Orend: 2:1. Alles andere als ein Sieg zählt für uns nicht.

Rambow: Ich tippe auf einen 2:0-Sieg für uns.

Anja Krüger und Wenke Büssow-Krämer

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