Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 14 ° Regenschauer

Navigation:
Platz vier für WM-Team mit Rettungsschwimmern vom Sund

Platz vier für WM-Team mit Rettungsschwimmern vom Sund

Freigewässer- und Strandwettbewerbe schieben die deutsche Nationalmannschaft in der Rangliste nach vorn / Danny Wieck holt viermal Gold, Christian Ertel drei erste Plätze

Voriger Artikel
Wildcats stehen in den Startlöchern
Nächster Artikel
„Walk of Fame“: Ausschuss will diese besondere Sportlerehrung

Kai Schirmer (links) und Danny Wiek bei den Rettungsübungen am Strand.

Quelle: Fotos: Dlrg / Sascha Walther

Bad Nenndorf. Die Nationalmannschaft der Rettungsschwimmer hat die Weltmeisterschaft in den Niederlanden auf dem vierten Platz beendet. Insgesamt zehn Medaillen gewann die Auswahl der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und reihte sich damit in der Gesamtwertung hinter Weltmeister Neuseeland, Australien und Frankreich ein. Das ausgegebene Ziel unter die ersten sechs Nationen zu kommen ist erreicht worden und mit Italien habe das Team einen Konkurrenten auf Augenhöhe deutlich distanzieren können.

OZ-Bild

Freigewässer- und Strandwettbewerbe schieben die deutsche Nationalmannschaft in der Rangliste nach vorn / Danny Wieck holt viermal Gold, Christian Ertel drei erste Plätze

Zur Bildergalerie

Besser hätte die Weltmeisterschaft für mich nicht laufen können. Ich habe alle meine Saisonziele erreicht.“Danny Wieck (24), Weltmeister

Getragen wurde das Team vor allem von drei Teammitgliedern der DLRG Stralsund. Deutschlands Ausnahmesportler Danny Wieck zählte zu den erfolgreichsten Teilnehmern der Weltmeisterschaft. Der Stralsunder verteidigte seine Titel über 50 Meter Retten einer Puppe und in der Kombinierten Rettungsübung aus dem Jahr 2014. Zudem gewann er zwei weitere Goldmedaillen in den Staffelwettbewerben im Pool in Eindhoven – jeweils mit neuem Weltrekord. Zusammen mit dem Bielefelder Kai Schirmer holte sich der Sportsoldat auch Silber im Leinewerfen. Eine weitere Silbermedaille erkämpfte sich Wieck mit der Gurtretter-Staffel im Freigewässer in Noordwijk. "Besser hätte die Weltmeisterschaft nicht laufen können. Den Weltrekord aus der Qualifikation im Juli dazu genommen habe ich alle meine Saisonziele erreicht – und mir etwas Urlaub verdient", kommentierte der 24-Jjhrige Stralsunder.

Teamkollege Christian Ertel feierte zusammen mit Wieck die beiden Staffelerfolge im Pool sowie die Silbermedaille im Freigewässer. Die ersehnte Einzelmedaille verpasste er hingegen. Über 50 Meter Retten einer Puppe fehlten nur fünf Hundertstel zu Bronze, über die 200 Meter Super Lifesaver reichte es nur für Rang sieben. Am Sonntag dann die letzte Chance im Strandkurzsprint Beach Flags – dem Wettkampf, in dem nach jedem Lauf ein Sportler ausscheidet – qualifizierte sich der 25-Jährige für das Finale der besten acht Athleten. Dort wurde Ertel trotz starker Leistung erneut Vierter. "Die Siege in den Staffeln mit den Jungs waren super. Dass ich aber wie 2014 wieder keine Medaille im Einzel gewinnen konnte, ist schon schade", sagte der Student, dessen Vorbereitung aufgrund der im Sommer geschlossenen Trainingshalle nicht optimal lief.

Neben den zwei Weltrekorden der Männer-Staffeln stellte auch Kevin Lehr aus Luckenwalde eine neue Weltbestzeit auf. Der im Verein für die DLRG Stralsund startende Student verpasste nach einem missglückten Vorlauf zwar das Finale über 100 Meter Retten mit Flossen und Gurtretter, schwamm dann im B-Finale aber überraschend in 49,87 Sekunden einen neuen Weltrekord. "Die Schallmauer, das sind eben die 50 Sekunden, da war vorher noch gar keiner drunter. Das war schon ganz gut, finde ich", kommentierte der 25-Jährige bescheiden. Tags darauf gewann Lehr Gold in der Gurtretter-Staffel und Bronze im Einzel über die 100 Meter Retten mit Flossen.

Vor den letzten beiden Wettkampftagen am Samstag und Sonntag in Noordwijk lag die DLRG Nationalmannschaft hinter den im Pool ebenfalls starken Italienern auf Rang fünf. In den Freigewässer- und Strand-Wettbewerben sammelten die Deutschen jedoch deutlich mehr Punkte als die Südeuropäer und schoben sich im Gesamtklassement noch einen Rang nach vorn.

Martin Holzhause

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Bad Doberan
Birgit Starck aus Bad Doberan, nimmt am Sonntag als eine von 15 Frauen am 70.3 Ironman in Binz teil.

Triathletin Birgt Starck aus Bad Doberan stellt sich der sportlichen Herausforderung in Binz.

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Sport Stralsund
Die besten Wettquoten der Ostsee gibt es im Bundesliga-Quotenvergleich von SmartBets.