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Sport Stralsund Pole klaut Grand-Prix-Senior aus Schweden die Speedway-Show
Vorpommern Stralsund Sport Stralsund Pole klaut Grand-Prix-Senior aus Schweden die Speedway-Show
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07:22 25.08.2014
Nach einem aussichtsreichen vierten Platz beim ersten Rennen in Wittstock hatten viele gehofft, dass sich der Stralsunder Tobias Busch (rechts) mit einem starken Heimauftritt auf einen Podestplatz katapultieren könnte. Doch bei einem Überholversuch bekam der 26-Jährige außen zu viel Griff und prallte gegen die Bande. Mit starken Prellungen musste er aufgeben. Quelle: Fotos: Bernd Quaschning (4)

Das war schon Speedway-Spitzenklasse, die den 1000 Zuschauern am Sonnabend im Finale um den 47. Ostsee-Pokal in Stralsund geboten wurde. Erst in den letzten beiden Läufen wurde über den Tages- und Gesamtsieg entschieden. Und beides holte sich ein bestens aufgelegter Tomasz Gapinski.

Der Pole hatte am Freitagabend beim ersten Wertungslauf auf der Wittstocker Bahn noch auf Rang drei gelegen, musste dem ehemaligen Grand-Prix-Piloten Magnus Zetterström aus Schweden und seinem Landsmann Sebastian Ulamek den Vortritt lassen. Doch die Stralsunder 385-Meter-Piste schien dem 42-Jährigen besser zu liegen. Souverän zog er seine jeweils vier Runden und siegte in jedem Lauf. Und hatte der für Gorzow in der Liga fahrende Gapinski mal nicht den besten Start erwischt, legte er sich seine Gegner schön zum Überholen zurecht, bis er sie gekascht hatte.

Dagegen hatte Speedway-Senior Zetterström, von den Fans „Zorro“ genannt, gerade in den entscheidenden beiden letzten Läufen kein Rezept gefunden. Das kostete ihn nach der Wittstocker Führung schließlich die Goldtrophäe. Doch nachdem er das Stechen um Bronze gegen den jungen Russen Vitaly Belousov gewonnen hatte, schien der erfahrene Schwede dennoch zufrieden gewesen zu sein. Den Zuschauern hatte er ebensoviel tolle Speedwaykost geboten wie der Pole Sebastian Ulamek, der Zweiter wurde. Doch auch die Talente Mathias Thörnblom aus Schweden oder der Ukrainer Stanislav Melnychuk wurden für ihre hart erkämpften Laufsiege gefeiert.

„Sowas will man sehen, Überholmanöver, das ist immer spannend“, freute sich Günter Schmidt aus Neubrandenburg, der kein Rennen in Stralsund verpasst. Für Nordstern-Fahrer Matze Schultz war der Pole Gapinski der Star. „Für mich ist er heute der beste Mann.“ Natürlich hätte der 30-Jährige gerne mitgemischt auf der Piste. „Nach meiner Verletzung aus der Bundesliga habe ich vom Arzt noch kein grünes Licht. Da gehen mir jetzt vier Rennen durch die Lappen. Leider.“ Bleibt zu hoffen, dass er nächsten Sonntag bei der Deutschen Meisterschaft in Brokstedt starten kann. Und das will auch der Stralsunder Tobias Busch, wenngleich noch ein großes Fragezeichen hinter seiner Teilnahme steht. Der 26-jährige Lokalmatador musste nach einem schlimm aussehenden Sturz am Samstag aufgeben. „Schulter und Knie haben etwas abbekommen“, sagte „Buscher“. Welch ein Schreck für Freundin Caro, die am Samstag ihren Geburtstag feierte und natürlich im Stadion dabei war. Doch auch für die Fans war Tobis Ausscheiden ein Schock, denn sie hatten ihm ganz fest die Daumen gedrückt. Schließlich hatte er nach Platz 4 in Wittstock die Chance, in seiner Heimatstadt aufs Treppchen zu steigen...

Leider konnten die anderen Deutschen diese Lücke nicht so richtig schließen. Tobias Kroner wurde Sechster. Der deutsche Meister Kai Huckenbeck belegte am Ende Platz 8, Matthias Kröger — mit 44 Jahren der älteste Pilot im Feld — landete auf Platz 10. Roberto Haupt schloss mit Rang 15 ab. Ronny Weis und Henk Konstra, die als Reservisten ins Feld gerückt waren, stehen als Nummer 16 und 17 in der Gesamtabrechnung. Insgesamt rollten in Stralsund Fahrer aus sechs Ländern ans Band. Fahnen aus Schweden, Ungarn, Polen, Ukraine, Russland und Deutschland wehten im Paul-Greifzu-Stadion.

„Unser Konzept ist aufgegangen. Wir haben zwei Tage tollen Speedwaysport gesehen. Und auch wenn uns Petrus wieder mit einem starken Schauer geärgert hat, konnte das Rennen gut über die Bühne gebracht werden“, sagte Klubchef Torsten Berger nach der sektreichen Siegerehrung des 47. Ostsee-Pokalrennens.

Nun bleiben den Helfern und Organisatoren nur drei Wochen Zeit, dann steht am 13. September mit dem Nachholrennen der Deutschen Paarmeisterschaft vom verregneten 28. Juni schon das nächste Highlight ins Haus.

MC-Hymne von „Like A Rock“
Das war mal eine ganz besondere Fahrervorstellung. Dem Einmarsch nach Nationen und einem Taubenansturm gen Himmel folgte noch eine Überraschung. Die Bahnsportfans konnten zum ersten Mal die neue Hymne des MC Nordstern hören. Sowohl die Musik als auch der Text stammen aus der Feder der Richtenberger Band „Like A Rock“, die ihren Song selbst aufnahm und mit echten Speedway-Motorengeräuschen spickte. Eine tolle Aktion.
DREI FAKTEN ZUM NACHWUCHS

1Die jüngste Nordstern-Fahrerin Lia Klein, die erst vor kurzem mit dem Speedwaytraining in Stralsund begann, hatte am Samstag ihr erstes Heimrennen zu bestehen.
In der Juniorenklasse U14 bis 50 Kubikzentimeter wurde die Tochter des ehemaligen Speedwayfahrers Mike Krassow zweimal Zweiter und zweimal Dritter und konnte sich am Ende über eine tolle Silbermedaille freuen.

2In der 125er-Klasse der Junioren B gingen zwei Stralsunder auf Punktejagd.

Stark begonnen hatte Ole Fethke, der allerdings nach gutem Einstand zweimal ausgefallen ist und so mit dem vierten Platz in der Tageswertung vorlieb nehmen musste. Kai Gehl, der diese Saison erstmals in dieser Gruppe startet, wurde Fünfter und war zufrieden, konnte er doch ohne technische Probleme seine Runden drehen.
3Spannende, schnelle Läufe zeigten die acht Fahrer der U21-Gruppe.
Hier zog der Däne Jesper Scharff zwar souverän seine Runden, doch im Finale musste er Steven Mauer aus Wittstock den Vortritt lassen. Dritter wurde der Güstrower Hannes Gast.



Ines Sommer

Mit dem Tagessieg im Paul-Greifzu-Stadion sichert sich Tomasz Gapinski den Ostsee-Pokal im Speedway in Stralsund. Nordstern Tobias Busch musste nach einem Sturz aufgeben.

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