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Präsident des FC Pommern wirft das Handtuch

Stralsund Präsident des FC Pommern wirft das Handtuch

René Pittelkow hört nach zwei Jahren aus privaten Gründen auf / Nachfolger wird noch gesucht

Stralsund. Das hat gesessen: Der Präsident des FC Pommern Stralsund, René Pittelkow, hat seinen Mitgliedern am Donnerstagabend bei der turnusmäßigen Vorstandswahl verkündet, dass er für den Chefposten nicht mehr zur Verfügung steht. „Diese Entscheidung fällt aus privaten Gründen“, begründet er mit ernster Miene seinen Schritt und ließ die anwesenden Fußballer im Jahni verdutzt zurück.

 

OZ-Bild

René Pittelkow.

Quelle: wbk

Erst vor zwei Jahren hat der Franzburger das Präsidentenamt von Detlef Erbentraut übernommen. Ob die Umbenennung des Stadions der Freundschaft in Primus-Arena, Verhandlungen zur Sportstättennutzung oder erfolgreiche Sponsorensuche – René Pittelkow hat viele Dinge für den FC Pommern auf den Weg gebracht. Der Fußballclub steht wieder im positiven Blickpunkt der Öffentlichkeit. „Das ist aber nicht mein Werk allein, da hat der ganze Vorstand dran gearbeitet“, sagt ein sichtlich niedergeschlagener Pittelkow am Donnerstagabend im OZ-Gespräch. Man merkt ihm an, dass ihm der Abschied aus dem Vorstand des größten Stralsunder Fußballbvereins schwer fällt. „Ich bin dienstlich und familiär sehr stark eingebunden, das wird mir alles zu viel. Die ganzen Termine mit der Stadt, um alles muss man sich rumstreiten.“ Natürlich wird er mit dem Argument konfrontiert, dass er ja vorher gewusst hätte, welche Belastungen so ein Amt mit sich bringen. „Stimmt, aber die Situation ist jetzt so, dass ich handeln muss.“

Der 43-Jährige, der bei der Bundesversicherungsanstalt arbeitet, lässt seine Vereinskollegen ein bisschen ratlos zurück. „Wir haben so kurzfristig keinen Ersatz gefunden, deshalb werden wir die Präsidentenwahl nachholen“, sagt Uwe Kollberg. Der bisherige Vize des FC Pommern Stralsund und Chef des Hotels Hafenresidenz wird nun kommissarisch die Geschicke des Fußballvereins leiten – gemeinsam mit Bert Linke, dem zweiten Vorsitzenden, der seine Brötchen bei der Firma Turbine verdient. Denn zumindest der Vorstand des 300 Mitglieder zählenden Vereins ist nach der Wahl nun arbeitsfähig. Neben Kollberg und Linke engagieren sich hier die wieder gewählten Sven Biederstädt (Finanzen), Simone Kutz, Thomas Meyer und Neuling Sebastian Sachon (Jugendwart).

Ines Sommer

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