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SHV im Schongang zum Sieg

Stralsund SHV im Schongang zum Sieg

Den Stralsunder Handballern reicht Mittelmaß für einen 26:20-Erfolg gegen die SG OSF Berlin. Wiedersehen mit Hannes Werner.

Stralsund. Die zwei Punkte ließen sich die Stralsunder nicht nehmen. Mit 26:20 (14:10) besiegte die SHV-Crew in der Ostsee-Spree- Oberliga ihre Gäste der SG OSF Berlin.

Ein Wiedersehen gab es dabei mit Hannes Werner, der beim SHV groß geworden ist und erst seit dieser Saison aus beruflichen Gründen bei den Hauptstädtern unter Vertrag steht. „Es war schon komisch, sich auf der falschen Seite der Halle warm zu machen“, meinte der 22-Jährige. „Doch auch wenn wir vor dem Spiel Kumpels sind, kann man das auf dem Feld gut ausblenden. Da macht das keinen großen Unterschied, und man freut sich über die Tore der eigenen Mannschaft“, beschrieb Werner seine Gefühlswelt.

Sein Insiderwissen sollte den Berlinern Vorteile verschaffen. Zwar gelang den Gästen das erste Tor des Abends, doch zeigten die Hausherren anschließend Präsenz und gaben die Führung auch nicht mehr aus der Hand. „Uns war schon klar, dass Stralsund die bessere Mannschaft ist und als Maß aller Dinge in der Liga gilt“, sagte der Ex-Stralsunder. „In der Abwehr haben wir gut gearbeitet, waren im Angriff aber nicht clever genug. Mit 26 Gegentoren sind wir jedenfalls nicht untergegangen.“

Tatsächlich konnte die SHV- Crew nicht an die Leistung des letzten Heimspiels anknüpfen. „Das war jetzt nicht so ein Leckerbissen wie in der Vorwoche. Ein wenig war die Luft raus“, gab dann auch Trainer Markus Dau seine Einschätzung. „Zwar haben wir über weite Strecken gut gespielt, waren phasenweise aber auch zu passiv. Jeder zweite Angriff war dann eine Fehlentscheidung. Da hätten es die Gegner durchaus einfacher haben können.“ Nicht nur, dass man die Gäste nicht konstant auf Abstand halten konnte, auch zwei vergebene Siebenmeter ließen die über 500 Fans in der Diesterweg-Halle die Luft anhalten.

Das sah Berlins Coach Sven Liesegang ebenso. „Wir gehen mit einem komischen Gefühl aus dem Spiel. Phasenweise schien der Punkt möglich“, meinte der Hauptstädter. Immer wieder gelang es den Gästen, sich auf zwei Treffer anzunähern. „Als Tabellenneunter hätten wir einen Punkt gut gebrauchen können. Aber in Überzahl haben wir einfach Katastrophe gespielt. Und in den letzten Minuten war zu spüren, dass wir nicht mehr an uns geglaubt haben. So müssen wir unsere Punkte gegen andere Mannschaften holen“, so Coach Liesegang.

Tatsächlich erwies sich vor allem Berlins Philipp Wieschollek mit seinen acht Toren als Gefahr und spielte damit selbst die SHV-Torschützen Martin Brandt (6), Benjamin Hinz (5) oder Martin Hoffmann (5) an den Rand. „Da hatte ich wohl einen guten Tag“, meinte der Berliner bescheiden. „Wir haben es ja auch geschafft, noch mal ranzukommen. Die Zwei-Minuten-Strafe hat uns aber das Genick gebrochen.

Selbst in Überzahl haben wir schlecht ausgespielt, zu viele Gegenstöße nicht verhindert“, analysierte Wieschollek. „Das Ergebnis spiegelt aber nicht das Spiel wider. Es hat Spaß gemacht, die Stralsunder etwas ärgern zu können.“ Dass viel Glück im Spiel war, musste auch der SHV-Coach einräumen. „Allzu viele Glanzpunkte hatten wir heute nicht“, schloss Markus Dau, hob aber gute Momente von Torwart Tim Escher hervor.

Am kommenden Sonnabend tritt der SHV beim Schlusslicht Berliner SV 92 an.

Für den SHV spielten: Tim Escher – Marc Hünerbein 3, Kai Baresel 1, Martin Brandt 6, Benjamin Hinz 5, Jakub Olejniczak 1, Martin Hoffmann 5, Maic Sadewasser 1, Lucas-Peter Kladek-Markau 1, Jakub Vanek 3, Adam Swiatek.

Wenke Büssow-Krämer

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