Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -2 ° Schneeschauer

Navigation:
SHV startet furiose Aufholjagd

Stralsund SHV startet furiose Aufholjagd

Die Sund-Handballer sorgen für eine große Überraschung nach einer nur mäßigen Leistung gegen den SV Beckdorf. Aleksander Kokoszka gelingt nur Sekunden vor dem Abpfiff doch noch der Siegtreffer.

Stralsund. Für Atemaussetzer bei ihren Fans sorgten am Sonnabend die Drittliga-Handballer vom SHV. Nach einem 6-Tore-Rückstand, zehn Minuten vor dem Abpfiff, holten sich die Sundstädter nach einem 8:1-Lauf doch noch den Sieg gegen die Gäste aus Beckdorf und sicherten sich damit eine Tabellenposition im oberen Drittel der Liga.

Dabei hatte es bis zur 50. Spielminute beim Stand von 20:26 nicht den Anschein, als könne die Heimmannschaft den gut aufspielenden Beckdorfern noch gefährlich werden. So zeigte sich auch Gästecoach Lars Dammann nach dem Spiel sichtlich enttäuscht: „Im Vorfeld haben wir diverse Personalsorgen gehabt. Uns fehlten zahlreiche wichtige Akteure, und wir haben uns daher hier nicht wirklich viel ausgerechnet. Doch meine Mannschaft hat sich hervorragend verkauft, wurde für ihren Einsatz aber letztendlich nicht belohnt. Am Ende fehlte uns einfach die Kraft, um den SHV in seinem beginnenden Lauf zu stoppen.“

Stralsunds Trainer Danny Anclais war mit der Leistung seines Teams dagegen weniger glücklich. Dabei war es Markus Dau, der kurz nach dem Anpfiff für den ersten Treffer sorgte. Beckdorf ließ sich jedoch nicht lang bitten und glich aus. Bis zur neunten Minute erspielten sich die Gäste einen 2:6-Vorsprung. In dieser Phase unterliefen den Heimakteuren einige technische Fehler, im Abschluss kamen die ansonsten wurfstarken Rückraumakteure des SHV nicht in Tritt und scheiterten ein ums andere Mal am starken Beckdorfer Keeper, was Danny Anclais letztendlich zwang, früh seine erste Auszeit zu nehmen.

Bis zur 18. Spielminute gelang es den Sund-Handballern, den Abstand auf 7:8 zu verkürzen und das trotz drei verworfener Siebenmeter. Doch die Gäste konnten ihren Vorsprung wieder ausbauen und profitierten dabei von einfachen Toren ihres Ausnahmespielers Maris Versakovs. Kurz vor dem Halbzeitpfiff lag der SV Beckdorf mit 10:15 in Front. Doch die SHV-Jungs schafften es, diesen Abstand bis zur Halbzeit auf 12:15 zu verringern.

Mit Beginn der zweiten Hälfte wollte der SHV schnellstmöglich aufschließen, scheiterte jedoch kläglich. Drei schnelle Tore des SV bedeuteten die erste Sechs-Tore-Führung im Spiel bei 12:18. Die Stralsunder kamen in der Folgezeit immer wieder bis auf drei heran, da vor allem Aleksander Kokoszka seine Treffsicherheit wiedergewonnen hatte und am Ende mit zwölf Toren erfolgreichster SHV-Werfer war. Dennoch legte Beckdorf immer wieder nach und konnte bis zur 50. Spielminute die Sechs-Tore-Führung behaupten. Was allerdings in den letzten zehn Minuten des Spiels passierte, hatten die wenigsten der rund 750 Zuschauer in der Vogelsanghalle erwartet.

Der SHV verkürzte Tor um Tor und ließ mit einer aggressiven 4:2-Deckung keine Treffer der Gäste zu. Auch Tom Korth parierte nun einige wichtige Bälle und trug maßgeblich zur erfolgreichen Aufholjagd der Stralsunder bei. In der 58. Minute gelang dann Aleksander Kokoszka per Siebenmeter der vielumjubelte Ausgleich zum 26:26 und Martin Brandt brachte sein Team im folgenden Angriff erstmals nach dem 1:0 zu Beginn der Partie wieder in Führung.

Markus Bowe konnte mit einem fulminanten Wurf nochmals für die Gäste ausgleichen, doch es war Aleksander Kokoszka, der bei angezeigtem Zeitspiel sieben Sekunden vor Schluss den Treffer zum 28:27 erzielte. Den schnellen Gegenstoß der Beckdorfer konnten die Stralsunder stoppen, doch es gab noch einen direkten Freiwurf aus 13 Metern. Maris Versakovs fand die Lücke durch die Stralsunder Abwehr, scheiterte aber an Tom Korth. So feierten die Sundstädter einen glücklichen aber letztendlich verdienten Erfolg und bleiben dadurch auf Platz fünf der Tabelle in der 3. Liga Nord.

„Die Jungs agierten in den ersten 45 Minuten nicht so, wie ich es erwartet hatte“, so Coach Danny Anclais. „Dennoch bin ich auf die Leistung meines Teams in den letzten Minuten sehr stolz. Jetzt heißt es, den Blick wieder nach vorne zu richten, und sich auf die Partie in Altenholz vorzubereiten.“

 



Ralf Brehm

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Sport Stralsund
Die besten Wettquoten der Ostsee gibt es im Bundesliga-Quotenvergleich von SmartBets.