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SHV verzichtet auf möglichen Aufstieg in die 3. Liga

Stralsund SHV verzichtet auf möglichen Aufstieg in die 3. Liga

Team soll erst weiter aufgebaut werden /Jakub Vanek verlängert Vertrag

Stralsund. Für die Handballer des Stralsunder HV könnte es zur Zeit kaum besser laufen. Das Team von Trainer Markus Dau steht in der Oberliga Ostsee-Spree auf Platz zwei und liefert sich mit dem LHC Cottbus ein hartes Duell um den Titel. Mit dem ersten Platz könnten die Handballer in die 3. Liga aufsteigen.

Doch der SHV hat sich entschieden, darauf zu verzichten. „Auch wenn wir die Chance bekommen sollten, wir bleiben in der Oberliga“, sagt Markus Dau, der auch Geschäftsführer der SHV-Handball GmbH ist.

Die Entscheidung sei zusammen mit der Gesellschafterversammlung getroffen worden und gut überlegt. „Wenn wir aufsteigen, wollen wir nicht gleich gegen den Abstieg spielen müssen“, begründet Dau.

Das Ziel sei es, mit einer sportlich sehr gut aufgestellten Mannschaft in die 3. Liga zu starten. „Ich würde auch gern sofort aufsteigen. Aber für die nächste Liga müssen wir das Team noch weiter aufbauen“, sagt Dau, der die erste Mannschaft des SHV coacht. Das sieht Kapitän Martin Brandt ähnlich: „Natürlich möchte man als Sportler aufsteigen, wenn man die Chance dazu bekommt. Man muss aber auch realistisch sein. Für den Aufstieg fehlt uns derzeit noch die nötige Qualität im Spiel. Die braucht es aber, um in der 3. Liga längerfristig Fuß zu fassen.“ Einfach Profis aus dem Ausland einzukaufen, sei nicht die Lösung.

Den ersten Schritt zum Aufbau ist der SHV gemeinsam mit dem Verein aus Neubrandenburg jetzt gegangen. „Es gibt eine Kooperation mit Fortuna. Unsere Handballer werden in Neubrandenburg weiter ausgebildet und sollen danach zurückkommen“, erklärt Dau.

Neuzugang Fynn Tippelt sei ein Paradebeispiel dafür, wie die Zusammenarbeit laufen solle. Tippelt erlernte die Grundlagen in der Jugend des SHV, wechselte dann aufs Sportgymnasium nach Neubrandenburg und kehrt nach dem Abitur zurück. „Wir wollen unseren Nachwuchs fördern“, betont Vizepräsident Ralf Brehm. Das gehe nicht von heute auf morgen.

Natürlich spiele der wirtschaftliche Faktor auch eine Rolle beim Aufstieg. Immerhin würden die Kosten für eine Saison in der dritten Liga um etwa 50000 Euro steigen. „Wir wollen als Verein aber langsam wachsen“, sagt Dau auch im Hinblick auf schmerzhafte Erfahrungen der Vergangenheit. Auch die Sponsoren stünden auf der Seite des Vereins.

„Langfistig lautet das Ziel klar dritte Liga“, sagt Dau, der schon jetzt den Duellen entgegenfiebert. Grund zur Freude hat er aber schon jetzt: „Jakub Vanek hat seinen Vertrag um zwei Jahre verlängert“, verkündet der Trainer stolz. Für den gebürtigen Tschechen sei Stralsund mittlerweile zu seiner zweiten Heimat geworden.

Auf Tim Escher muss der SHV aber bald verzichten. „Er verlässt uns nach der Saison, was ich sehr schade finde.“ Der Torwart habe berufliche und private Gründe dafür. Seinen Platz im Kader soll Tom Korth – derzeit Torhüter in der zweiten Mannschaft – einnehmen.

Bis es so weit ist, lautet das Ziel aber: Platz eins in der Oberliga. „Die Mannschaft will unbedingt gewinnen“, ist Dau sicher. Auf dem Weg zum Titel steht am Wochenende das nächste Derby an.

Der SHV fährt am Sonnabend zum HSV Insel Usedom. „Es wird ein schweres Duell, was wir aber gewinnen wollen.“ Das Hinspiel entschied der SHV knapp mit 25:22 für sich. Doch die Usedomer haben bisher nur zwei Partien zu Hause verloren. Dau: „Wir hoffen deshalb auch auf die lautstarke Unterstützung unserer Fans.“

Manuela Wilk

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