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Sahnehäubchen – Wildcats spielen im DVV-Pokal mit

Stralsund Sahnehäubchen – Wildcats spielen im DVV-Pokal mit

André Thiel und Anne Domroese kennen die Faszination des Wettbewerbs

Stralsund. Jubelnd und singend tanzen die Wildcats durch die Halle. Sie scheinen es selbst kaum glauben zu können. Doch es ist geschafft: Die Volleyballerinnen des 1. VC Stralsund haben eines der letzten Tickets für das Achtelfinale des DVV-Pokals gewonnen. Insgesamt sechs Zweitligateams haben sich die Teilnahme an dem Profi-Wettbewerb, der klar von den zehn Erstligisten dominiert wird, gesichert.

„Der Pokal ist für uns eine Art Bonus, und dieses Zusatzspiel haben sich die Damen wirklich verdient“, lobt Trainer André Thiel die Leistung der Wildcats vom Wochenende. In einem packenden Volleyball-Krimi konnten sie die Favoriten und Ligakonkurrenten von Bayer 04 Leverkusen nicht nur ärgern, sondern sogar bezwingen. Und das mit 3:1 (20:25, 25:17, 25:23, 26:24). Schon tags zuvor hatten die Volleyballerinnen ihr Ligaspiel gegen den VCO Schwerin deutlich mit 3:0 (25:14, 25:15, 25:16) gewonnen.

Für den Erfolg gegen Leverkusen musste das Team um Lene Scheuschner alles aufbieten. Die Kapitänin der Wildcats sorgte dabei selbst mit einigen Aktionen für Spannung – so sicherte sie beispielsweise beim 25:23 den zweiten Satzgewinn (2:1) für die Heimmannschaft und glich im vierten Satz zum 13:13 für die Wildcats aus. „Wir mussten immer am absoluten Limit spielen, um Leverkusen so unter Druck zu setzen, dass sie ihr eigenes Spiel nicht durchziehen konnten“, fasst Coach Thiel zusammen. Umso größer waren die Freude und Erleichterung danach.

Jetzt dürfen die Volleyballerinnen am 12. November vor heimischem Publikum gegen Erstligist USC Münster antreten. Gespielt wird in der Diesterweghalle. Das stand schon früh fest. „Wir mussten eine Halle bei der Bundesliga anmelden, bevor klar war, dass wir überhaupt in den Pokal einziehen“, sagt Teammanager Steffen Täubrich. Das Duell ausnahmsweise in die größere Vogelsanghalle zu verlegen, sei nicht möglich. „Außerdem – und das ist viel wichtiger – die Halle ist nicht lizensiert, das Spielfeld nicht farblich unterlegt“, erklärt er. Auch der finanzielle Aufwand sei nicht zu unterschätzen.

„Die Stimmung wird auch in der Diesterweghalle überragend sein“, ist André Thiel überzeugt. Denn das Duell ist ein Highlight für den Verein, das Team und auch für die Fans, weiß Thiel, der mit dem Stralsundern schon dreimal im Achtelfinale des Pokals stand. „Wir haben gegen Hamburg, Aachen und Schwerin gespielt und immer 0:3 verloren“, erinnert er sich. „Trotzdem waren wir in allen Spielen nah dran, wenigstens einen Satz zu gewinnen. Und gegen die Profis zu spielen, ist einfach etwas Besonderes.“ Am Ende hatten aber stets die Favoriten aus der 1. Liga die Nase vorn. „Es geht für uns aber auch eher um das Spiel an sich. Wir wollen es genießen und die Gäste ein wenig ärgern“, sagt der Trainer.

Für Volleyballerin Anne Domroese ist es das zweite Achtelfinalspiel ihrer Karriere. „Als ich in Hamburg gespielt habe, durften wir auch einmal in den Pokal einziehen. Jeder Ball, den man in so einem Spiel versenken kann, bringt unglaublich viel Spaß“, sagt sie. Auch ihr Team konnte damals einige Zeit mit dem Gegner mithalten – an Ende stand es aber 0:3. „Sich mit der Elite Deutschlands messen zu können, ist einfach klasse, und es macht riesig Freude“, so Anne Domroese.

Bevor sich die Wildcats aber in die Pokal-Vorbereitung stürzen, stehen noch zwei Ligaspiele an. Thiel: „Und darauf liegt jetzt der Fokus. Denn mit Emlichheim und Bad Laer warten keine einfachen Gegner auf uns.“

Manuela Wilk

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