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Schneegestöber und Pistengaudi

Stralsund Schneegestöber und Pistengaudi

Von den vielen Sportarten, die es so gibt, hat der Norddeutsche wohl am wenigsten mit dem Skifahren zu tun.

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Jede Menge Spaß auf der Piste: Die Elftklässler vom Hansa in Tirol.

Quelle: Jens Hasler

Stralsund. Von den vielen Sportarten, die es so gibt, hat der Norddeutsche wohl am wenigsten mit dem Skifahren zu tun. Umso schöner, dass sich am Hansa-Gymnasium die schöne Tradition entwickelt hat, dass junge Leute jedes Jahr eine Woche lang in den Genuss alpiner Skifahrten kommen. Vor allem, wenn sie ihre Erlebnisse mit Gleichgesinnten vom Arndt-Gymnasium in Bergen teilen können.

Gemeinsam ging es für die Elftklässler nach Pfunds im österreichischen Tirol. Bammel vor einer Blamage musste niemand haben, denn die Schülergruppen wurden nach ihrem Können und ihren Erfahrungen eingeteilt. Sowohl für die Lehrer als auch für die Schüler selbst war es eine echte Überraschung, zu sehen, wie sie von Tag zu Tag besser wurden.

Trotzdem war niemand vor Stürzen sicher, zum Glück verliefen die meisten glimpflich. Und dabei gab es auch einige komische Erlebnisse, als zum Beispiel der recht erfahrene Wintersportler William Will erst unverletzt stürzte „und dann auch schon der Erste an mir vorbeifuhr und ich hinter ihm in einer Staubwolke aus Schnee versank“. Solche einprägsamen Momente konnten einige mit ihren mitgebrachten Helmkameras aufnehmen, aus denen ein schöner Film geschnitten werden soll.

Dass die meisten in brenzligen Situationen richtig handelten, war der Tatsache zu verdanken, dass Lernmaterial ausgeteilt worden war und Theoriestunden stattfanden, in denen die Ski-Freunde über Technik, Umgang mit dem Material und das richtige Verhalten auf der Piste informiert wurden.

Damit man sich das alles besser merken konnte, wurde nach jeder Skifahrt derjenige, der einen „schweren“ Fehler begangen hatte, zum „Depp des Tages“ gekürt. Die Liste an Gründen reichte von verwechselten Skiern über das Raushauen von nervigen Kommentaren bis hin zum Schlimmsten was man in Skischulgruppen tun kann — den Skilehrer überholen. Doch natürlich war nicht alles nur Spaß und so standen auch eine Klausur, in der theoretisches Wissen abgefragt wurde, und ein Test des praktischen Könnens auf der Piste auf dem Plan. Doch dank der guten Vorbereitung durch die Lehrer konnte man sich da schnell eine gute Note sichern.

In ihrer Freizeit hielten sich die Gymnasiasten meistens im Gemeinschaftsraum auf, was vor allem daran lag, dass dies der einzige Ort in der Herberge mit stabiler Internetverbindung war. Viele entpuppten sich als talentierte Skat- oder Rommé-Spieler, was diesen für das Kartenspielturnier zugutekam. Ein weiterer Höhepunkt war ein lustiger Kegelabend mit spannenden Wettkämpfen. Insgesamt war die Stimmung richtig gut. Nur bei der Verpflegung schieden sich die Geister. Das reichte von „Für das Essen sollte man eher noch Geld kriegen, als zu bezahlen“, bis hin zu „Ist doch alles noch essbar“.

Leider „ging die Woche verdammt schnell vorbei“, wie der 17-jährige Tim Kolwey feststellte, sodass viele sich erstaunt wunderten, als schon der letzte Tag vor der Abreise anbrach. Und da ging es noch einmal bei einem von der Firma Monz organisierten Abfahrtsrennen zur Sache. Am Ende war Marc Winkler mit 20,03 Sekunden am schnellsten auf den Brettern unterwegs.

Von Richard Weinz (16) Besucht Die 11. Klasse Des Hans

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