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Spaß am Leiden gibt den Antrieb

Stralsund Spaß am Leiden gibt den Antrieb

Der Stralsunder Alexander Ebell saß 24 Stunden auf unwegigem Waldgelände im Fahrradsattel

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270 Kilometer hat Alexander Ebell in 24 Stunden absolviert.

Quelle: pictrs.com

Stralsund. Eigentlich wollte Alexander Ebell nach dem Radrennen „Race across Germany“ im Sommer – bei dem er 1100 Kilometer von Flensburg nach Garmisch-Partenkirchen in 53 Stunden fuhr – in diesem Jahr keinen Wettkampf mehr absolvieren.

Es ist wie eine Sucht – Spaß am Leiden. Man will einfach schauen, wie weit man noch kann.“Alexander Ebell (36), Radsport-Fan

Doch der Ehrgeiz und die Neugier auf das 24-Stunden-Mountainbike-Rennen im schleswig-holsteinischen Ahrensbök waren größer. Auf einer Waldrunde ging es über Sand, Schotter, Stein oder durch Wasserlöcher. „Das war das Anstrengendste, was ich je gemacht habe“, bestätigt der Stralsunder. Während sich der Großteil der 185 Starter dieser Herausforderung in Teams stellte, um sich rundenweise abwechseln zu können, ging Ebell allein an den Start. „Durch die wechselnden Untergründe fährt man immer unter Anspannung, muss das Lenkrad festhalten. Das hat man auf Asphaltstrecken nicht“, erklärt er.

So ging es, einmal durchs Wasserloch gefahren, auch die nächsten Kilometer nass weiter. Auch einbezogene Treppenstufen mussten überwunden werden. „Das geht irgendwann jedoch nur noch schiebend, wenn die Kräfte nachlassen“, so der 36-Jährige.

Zwischendurch gönnte er sich nur kurze Pausen. Schließlich gilt es, möglichst viele Runden in den 24 Stunden zu absolvieren. „Ein kurzes Powernapping im Auto war drin, aber durch den Adrenalinschub bleibt man wach.“ Und wie bei jedem anderen Rennen sind die letzten Kilometer die schlimmsten. „Irgendwann ist die Strecke einfach immer länger geworden“, bestätigt Alexander Ebell.

Am Ende standen für ihn nach 24 Stunden 111 Runden auf dem Zähler. „Während ich am Nachmittag noch auf Platz acht stand, habe ich mich am nächsten Vormittag so auf Rang vier fahren können.“

Und auch damit ist die Saison noch nicht abgeschlossen. So saß er auch am letzten Wochenende bei der RTF auf Rügen im Sattel und wird dort am Samstag auch bei der Tour dé Allee starten. „Es ist wie eine Sucht – Spaß am Leiden. Man will einfach schauen, wie weit man noch kann.“

Wenke Büssow-Krämer

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