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Stralsunder Footballer zahlen Lehrgeld

Stralsund Stralsunder Footballer zahlen Lehrgeld

Pikes verlieren erstes Spiel gegen die Eberswalde Warriors mit 6:74

Stralsund. In hohem Bogen fliegt der eiförmige Football über den Sportsplatz der Hochschule in Stralsund. Auf dem Rasen steht schon ein Sportler bereit, um das Leder aufzufangen. Kaum hat er den Football in der Hand stürmen die Gegner auf ihn zu. Sie reißen ihn zu Boden, werfen sich auf ihn. Dann pfeift der Schiri ab. Der Pulk aus Körpern löst sich auf und die Spieler gehen auf ihre Position zurück. Die Teams der Stralsund Pikes und Eberswalde Warriors stehen sich wieder gegenüber, bereit für den nächsten Angriff.

Die American Footballer mussten zu ihrem ersten Duell in der Landesliga Ost/Nord antreten. Gegen die erfahrenen Gäste aus Eberswalde hatten die Neulinge aber kaum eine Chance. Mit 6:74 Punkten ging das Match klar verloren. Doch die Pikes ließen sich nicht unterkriegen und gingen erhobenen Hauptes vom Feld.

„Ich bin stolz auf mein Team. Sie haben durchgehalten und Herz bewiesen“, kommentierte Dominic Pollmann – Coach und Spieler bei den Pikes – die Leistung der American Footballer. Sie hätten ihre Feuerprobe bestanden, meint er. „Sie haben alles gegeben“, lobt der Coach. Und die Pikes erzielten sogar einen Touchdown gegen Eberswalde – sie konnten also den Football in die sogenannte Endzone der Gegner tragen. Dafür gab es sechs Punkte.

Mehr als 900 Zuschauer kamen zur Hochschule, um sich das Spiel anzusehen. „Es ist mal etwas anderes und das finden wir interessant“, sagt René Krüger. Der Stralsunder ist mit seiner Frau zum Spiel gekommen. „Bisher kennen wir Football nur aus dem Fernsehen“, meint er lachend. Auch Thomas Voß und sein Sohn verfolgen das Geschehen auf dem Rasen mit Spannung. „Mir gefällt das Spiel“, sagt der achtjährige Benno. Das Gespann lässt sich trotz des unbeständigen Wetters die Stimmung nicht verderben.

Auf der anderen Seite des Feldes sitzt Sandra Murawski. Sie ist Fan der Warriors. „Mir gefällt vor allem, dass es ein anspruchsvoller Sport ist, Hinter den Spielzügen steckt viel Taktik“, sagt sie.

Außerdem spiele Fairness beim Football eine große Rolle: So knien sich die Sportler hin, wenn einer aus ihrem Team verletzt wird.

Obwohl das Spiel nur aus vier Vierteln à zwölf Minuten besteht, dauert die Partie mehrere Stunden. „Die Netto-Spielzeit beträgt 48 Minuten“, erklärt Pikes-Präsident Roland Mähl. Dabei zählen nur die reinen Spielzüge. Wenn sich das Team neu positioniert, wird die Zeit angehalten. Zum Durchatmen kommen die Sportler aber kaum. Ständig wechseln sich Offensiv- und Defensiv-Team ab.

Dann ertönt der Schlusspfiff. Den Pikes ist die Erleichterung anzusehen. „Das war ja unser erstes Spiel“, sieht es Dominic Pollmann gelassen. Die gewonnenen Erfahrungen wollen sie beim nächsten Duell nutzen.

Nächstes Heimspiel:

Stralsund Pikes – Vorpommern Vandals, Sa., 13. Mai um 15 Uhr, Sportplatz Hochschule (Zur Schwedenschanze)

Manuela Wilk

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