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Sport Stralsund Stralsunds Kanuten scheuen weder Wind noch Wellen
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00:00 18.10.2017
Stralsund

Ein böiger Wind fegt über den Strelasund, und das Wasser ist längst nicht mehr angenehm warm. Doch davon lassen sich die Sportler des Stralsunder Kanu- Clubs nicht abhalten. Sie ziehen einfach eine Kleidungsschicht mehr an, und dann geht es raus aufs Wasser. „Wir paddeln heute nicht allzu weit raus und legen dafür den Fokus auf ein paar Sicherheitsübungen“, sagt Stefan Möller, der die erwachsenen Sportler des Kanuclubs trainiert. Denn gerade bei Wellengang – auch von der Seite – ist es nicht einfach, die flachen Kanus zu kontrollieren.

Stefan Möller fährt zu jedem Einzelnen der kleinen Gruppe und gibt ihm die nötigen Tipps. „Ich finde es gut, dass viel Wert auf die richtige Technik gelegt wird“, sagt Simone Thielecke, die zu den Anfängern im Verein gehört. „Heute gehe ich aber nicht aufs Wasser“, sagt sie, während die Sportlerin den anderen noch ein wenig beim Training zuschaut. Ziel ist es, die Vereinsmitglieder so zu schulen, dass sie auch allein Touren unternehmen können.

Wer lieber in Gesellschaft paddelt, ist beim Stralsunder Kanuclub ebenfalls gut aufgehoben. „Neben dem Training für Erwachsene haben wir eine Gruppe, die regelmäßig Drachenboot fährt und eine andere, die viele Wanderfahrten unternimmt“, erklärt Stefan Möller. „Der Kanusport ist ja eigentlich eher was für Einzelkämpfer. Aber im Drachenboot kommt es darauf an, als Team zusammenzuarbeiten“, sagt Kathleen Schmock. Ein Drachenboot bietet in der Regel Platz für 20 Paddler, plus Trommler und Steuermann. „Wenn nicht genügend Sportler zum Training kommen, können wir auch unser kleines Zehner-Boot nehmen“, erklärt Schmock. Unterstützt werden die Kanuten von einigen Mitglieder des Stralsunder Ruderclubs.

Für den Wandersport im Verein ist Gerhild Winkler zuständig. Sie organisiert Tages-, Wochenend- und auch Langstreckentouren. „Bei uns stehen Spaß, Fitness und das Gemeinschaftserlebnis im Vordergrund“, sagt sie.

Beim Kanuclub – dessen Grundstein schon 1949 mit der „Paddelsparte“ in der SG Hansa gelegt wurde – werden auch die Jüngsten an den Wassersport herangeführt. Dafür sind unter anderem Lutz Steinmetz und Tuete von Bahder mitverantwortlich. Die Nachwuchssportler dürfen zuerst in etwas breiteren Einern Platz nehmen. Wenn sie die Steuerung beherrschen und sicher sitzen, können die Kinder in schmalere Boote wechseln. „Unser Ziel ist es, die Kinder ans Wasser und an das Gefühl im Boot zu gewöhnen“, erklärt Tuete von Bahder. Wenn es aber zu windig oder kalt ist, wird drinnen trainiert. Im Winter steht sogar Schwimmen auf dem Trainingsplan der Jüngsten.

Einer der Saisonhöhepunkte für den Nachwuchs ist der „La-Pa- La“. „Dabei müssen die Kinder und Jugendlichen je nach Alter ein bis zwei Kilometer laufen, dann rund vier Kilometer paddeln und nochmal laufen“, erklärt von Bahder. Der Wettbewerb ist Teil der Kinder- und Jugendsportspiele und sei eine Herausforderung für Kanuten. „Da gehört viel dazu, denn es ist ziemlich anstregend“, erklärt die Trainierin. Am Ende gehe es aber auch hierbei vor allem um den Spaß am Kanu-Sport.

Manuela Wilk

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