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Von Frankfurt nach Stralsund – 380 Kilometer im Ruderboot

Von Frankfurt nach Stralsund – 380 Kilometer im Ruderboot

Sieben Sportler ruderten in acht Tagen von der Oder an den Sund.

Stralsund/Frasnkfurt/Oder Ausdauer, Technik und Kraft – das mussten die Sportler des Stralsunder Ruderclubs bei ihrer Wanderfahrt beweisen. In einer Woche legten die vier Frauen und drei Männer 380 Kilometer mit ihren Ruderbooten zurück und fuhren von Frankfurt (Oder) an der polnischen Grenze bis nach Stralsund.

Dabei wussten die Sportler zu Beginn der Reise noch nicht, ob sie überhaupt in der Hansestadt ankommen würden. „Offene Gewässer können sehr gefährlich sein, wenn der Wind zu stark ist“, sagt Dagmar Schmucker vom Stralsunder Ruderclub. Die Gruppe musste also damit rechnen, dass sie am Oderhaff gestoppt wird und von dort den Landweg per Auto antreten muss. Doch bis es so weit war, genossen die Sportler noch die Vorzüge der Oder. „Die Faustregel besagt, dass man 100 Ruderschläge machen muss, um einen Kilometer zurückzulegen. Bei der Fließgeschwindigkeit der Oder sind es vielleicht nur 80“, sagt Schmucker. Das spart Kraft, bei Etappen von bis zu 68 km ist diese aber wichtig.

Von Frankfurt (Oder) ging es zunächste nach Groß Neuendorf. „Dort haben wir etwa zehn Meter vom Fluss entfernt übernachtet“, erinnert sich die Ruderin. Die Sportler schlugen ihr Nachtlager in ein paar zu kleinen Zimmern umgebauten Bahnwaggons auf. Eine Heizung gab es darin nicht. Dafür konnten die Ruderer ganz in der Nähe röhrenden Hirschen lauschen. „Und wir wurden morgens mit einem tollen Ausblick auf die Oder begrüßt, die ganz still dalag“, schwärmt Dagmar Schmucker, die seit ihrer Jugend mit auf Wanderfahrten geht.

Für sie war es die dritte Fahrt auf der Oder. „Die herbstliche Stimmung war toll. Zum Teil haben sich die Wolken im Wasser gespiegelt“, sagt sie. Doch durch die relativ kurzen Tage konnten die Ruderer nicht oft und nicht allzu lange Pause machen. „Man muss also im Zeitplan bleiben und das geht schon an die Kondition, gerade das lange Sitzen ist anstrengend“, sagt auch Uwe Westphal. Bei so einer Fahrt könne nicht jeder mithalten. „Man muss die Etappen immer an die Leistung der Sportler anpassen“, sagt er. Diese Planung war Aufgabe von Maik Dammann.

Über Schwedt ging es weiter nach Stettin. „Wir sind durch die Altstadt gerudert – das ist immer eine tolle Perspektive vom Wasser aus“, sagt Westphal, der zum letzten Mal vor sieben Jahr durch die polnische Stadt gefahren ist.

Bei Trzebiez ging es dann aufs Oderhaff. „Und wir hatten Glück, wir konnten es überqueren“, sagt Dagmar Schmucker. Bei Windstärken zwischen zwei und drei war dennoch der nötige Respekt bei allen vorhanden. Neben Dagmar Schmucker, Uwe Westphal und Maik Dammann waren Kerstin Dammann, Marion Waterstradt, Silke Rades und Jan Koch mit auf die Reise gegangen.

Im 41 km entfernten Mönkebude machten die Ruderer Halt. Auf der nächsten Etappe passierten sie ein besonderes Denkmal. Die Hubbrücke bei Karnin ragt wie ein eiserner Koloss aus dem Wasser. Die Reste der ehemaligen Eisenbahnbrücke sind heute ein technisches Denkmal. „Es ist beeindruckend gewesen, daran vorbeizufahren“, sagt Dagmar Schmucker.

Während die Sportler auf diesem Stück noch die Umgebung genießen konnten, war auf dem Greifswalder Bodden volle Konzentration gefragt. „Wir hatten etwa Windstärke drei. Das war ein hartes Stück Arbeit, aber noch nicht gefährlich“, erklärt Uwe Westphal. Danach ging es über Stahlbrode zurück nach Stralsund.

Wanderfahrten gehören bei den Ruderern zur Tradition. „Das tolle ist, jeder kann mitmachen, denn Rudern ist ein Sport für jedes Alter“, ist Dagmar Schmucker überzeugt. Und wer sich den Marathon über mehrere hundert Kilometer nicht zutraue, könne an einer der Wochenendfahrten teilnehmen.

Manuela Wilk

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