Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Stralsund Ein Schritt auf die Stadtmarke zu
Vorpommern Stralsund Ein Schritt auf die Stadtmarke zu
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:00 11.01.2019
Stralsund vom Turm der Marienkirche gesehen. Was für eine Kernbotschaft soll die Hansestadt künftig vermitteln? Die Antwort auf die Frage soll der Prozess um die Einführung einer Stadtmarke finden. Quelle: CHRISTIAN RÖDEL
Stralsund

Die Hansestadt ist auf dem Weg zu einer Stadtmarke vorangekommen. Am Dienstagabend hat der zeitweilige Ausschuss Stadtmarke der Bürgerschaft einstimmig eine Empfehlung an das Stadtparlament verabschiedet, die nächsten Schritte zur Entwicklung einer Stralsunder Kernbotschaft zu gehen. Dazu gehören die Einbindung des externen Sachverstandes einer prozessbegleitenden Agentur ebenso wie von Wirtschaftsverbänden der Hansestadt, etwa des Stralsunder Mittelstandsvereins (SMV), der Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA) , IHK und Kreishandwerkschaft, des Stadtmarketingvereins sowie der Hochschule Stralsund.

Zudem soll die Hansestadt Vorschläge unterbreiten, wie die finanziellen Mittel für den nächsten Schritt zur Stadtmarke im städtischen Haushalt dargestellt werden können. Im Gespräch dazu sind bis zu 60 000 Euro, mit denen die 20 000 Euro ergänzt werden sollen, die Unternehmerverbände der Hansestadt bereits 2017 aufgebracht haben, um ein Zeichen für die Entwicklung der Stadtmarke zu setzen. Mit dem Geld soll eine Agentur gefunden und bezahlt werden, die Leitgedanken für die Marke entwickelt und den Prozess begleitet.

Aus Sicht von Peter van Slooten ist am Dienstabend im Sonderausschuss eine Grundsatzentscheidung gefallen. Für den Chef der SPD-Bürgerschaftsfraktion trägt diese stark die Handschrift des sozialdemokratischen Engagements für die Stadtmarke. „Wir haben der Bürgerschaft empfohlen, die vorbereitenden Arbeiten des zeitweiligen Ausschusses unbedingt mit einzubeziehen.“

Bemerkenswert daran ist vor allem die Einstimmigkeit des Beschlusses. Denn gerungen wird um die Stadtmarke bereits seit 2009. Wirtschafts- und Marketingexperten wollen diese Marke, das zeigt das finanzielle Engagement mit 20 000 Euro. Wissenschaftler wie Prof. Heiko Auerbach befürworten sie. Nur in Rathaus und Bürgerschaft herrschte offenbar lange Zeit Zurückhaltung. Bis im vergangenen Sommer Vertretern von Stralsunder Wirtschaftsvereinigungen der Kragen platze und sie in einem offenen Brief mehr Engagement von der Hansestadt anmahnten. Aus Sicht von Stefan Suckow, Vorsitzender der Stralsunder Mittelstandsvereinigung ist seitdem „deutlich mehr Schwung in den Markenprozess gekommen“.

Warum nun aber überhaupt eine Stadtmarke für Stralsund? Wie es in einem Strategiepapier des Stadtmarketingvereins Stralsund heißt, soll „eine regionale und überregionale Positionierung der Hansestadt als Tourismus-, Bildungs-‚ Kultur-, Sport- und Einkaufsstadt erreicht“ werden. Es geht letztlich um zwei Dinge. Eine stärkere Identifikation der Stralsunder und ihrer Gäste mit der Hansestadt zu erreichen sowie im Wettbewerb der Städte deutschlandweit mit einer Kernbotschaft zu punkten.

Ronald Zabel, CDU-Fraktionsführer in der Bürgerschaft, merkt dazu an, dass neben dem im Ausschuss versammelten Sachverstand von Wirtschaft und Wissenschaft auch unbedingt die Stralsunder mit in den Markenprozess eingebunden werden. „Mir ist es wichtig, die Öffentlichkeit mit einzubeziehen“, sagt Zabel. Vorausgesetzt, die Bürgerschaft folgt der Empfehlung des Ausschusses mit den entsprechenden Beschlüssen, kann der CDU-Fraktionschef sich vorstellen, dass etwa im Rahmen eines Forums die Stralsunder ihre Vorschläge und Ideen mit einbringen. Die gefundene Agentur solle diese aufgreifen und in das Konzept zur Stadtmarke mit aufnehmen.

Mit seinem Votum zu mehr Öffentlichkeit ist Zabel nahe an den Auffassungen der Grünen im Stadtparlament, Fraktionschef Jürgen Suhr fordert vor allem Transparenz bei den möglichen Kosten des Markenprozesses. „Wir wollen wissen, wie und in welcher Höhe dieser finanziert wird und wo das Geld dafür herkommt“, sagt Suhr mit Blick darauf, dass die Stralsunder dabei zu jeder Zeit einbezogen werden.

Peter van Slooten betont in diesem Zusammenhang vor allem den Prozesscharakter bis zur Einführung einer Stadtmarke: „Dieser braucht ständige Kommunikation, um die Stralsunder mit ins Boot zu holen.“

Jörg Mattern

Die Stralsunder Volleyballerinnen starten am Sonnabend beim Tabellenzweiten DSHS SnowTrex Köln in die zweite Saisonhälfte. Trainer André Thiel richtet den Blick an die Spitze.

10.01.2019

Die Männer und die A-Jugend des Stralsunder HV erwarten Oberliga-Konkurrenz aus der Hauptstadt.

10.01.2019

Zu viel Hitze in der Sauna? Am Hotel Baltic in Stralsund rückten am Donnerstagnachmittag gleich mehrere Feuerwehrfahrzeuge an.

10.01.2019