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Die Regionale Schule „An der Prohner Wiek“ setzt auf Wertevermittlung und Spaß am Lernen

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Die Achtklässler der Regionalen Schule besuchen über das gesamte Schuljahr einmal in der Woche das Pflegeheim in Prohn oder einen Kindergarten. Mit den älteren Menschen unternehmen die Jugendlichen viel – angefangen bei Gesellschaftsspielen bis hin zum gemeinsamen Zeitunglesen. FOTOS (5): MIRIAM WEBER

Prohn. Fünf Obstsorten mit dem Buchstaben „K“ sind gesucht. Gemeinsam mit Christa Weiß sammelt Joshua Trost Begriffe zusammen. Der 14-Jährige besucht die Regionale Schule „An der Prohner Wiek“. Unter dem Motto „Jüngere für Ältere“ nimmt der Achtklässler an einem Wahlpflichtkurs teil und besucht einmal in der Woche das Pflegeheim in Prohn. Christa Weiß lebt dort und freut sich auf den wöchentlichen Besuch der Schüler. Joshua gibt zu: „Anfangs hatte ich schon Berührungsängste, aber jetzt macht es einfach nur Spaß. Wenn wir erzählen, erfahren wir viel über frühere Zeiten, und wir unternehmen jede Menge mit den alten Menschen.“

Förderangebote: Hausaufgabenhilfe

An der Ganztagsschule werden unter anderem Nachhilfe und Förderunterricht angeboten, außerdem gibt es auf Wunsch eine Hausaufgabenbetreuung. Zudem können Schüler, die gern rechnen und knobeln, ihre Mathekenntnisse am Rechner festigen. Bei Problemen oder Stress können sich die Mädchen und Jungen an Streitschlichter oder Mediatoren wenden.

Essen: Thema im Unterricht

In der Prohner Schule wird eine Mittagsverpflegung angeboten. Das Essen liefert der Internationale Bund, und es kann in separaten Essenräumen eingenommen werden. Die Schüler und Lehrer haben im Vorfeld die Möglichkeit, aus einem Menüplan ihr Mittagsessen auszuwählen. Die Themen Essen und Trinken werden zudem im Unterricht und in Projekten behandelt.

Freizeitangebote: Vielfältig und bunt

An der Schule stehen viele außerschulische Sportangebote zur Wahl. Regelmäßig werden Turniere im Bereich Fußball und Volleyball organisiert. Außerdem können die Schüler an einem Keramikzirkel teilnehmen, sich mit Aquaristik beschäftigen oder in der Arbeitsgemeinschaft „Kulturfabrik“ mitmachen. Bei Schülerband und Schülerradio geht es rund um das Thema Musik.

Besuche im Seniorenheim für Achtklässler gehören zum festen Bestandteil. „Wir sind eine sogenannte Lions Quest Schule“, erklärt Schulleiterin Christel Bräunig. „Das bedeutet, dass wir großen Wert darauf legen, die Persönlichkeit der Schüler und ihre sozialen Kompetenzen zu stärken.“

Für die Praxis bedeutet das für jede Jahrgangsstufe einen besonderen Schwerpunkt. Für die Jüngsten, die Fünftklässler, steht im Vordergrund, das Selbstvertrauen zu stärken und in der Klasse anzukommen. Klasse 6 beschäftigt sich mit den eigenen Gefühlen und den Beziehungen zu Freunden, in der Siebten geht es um das Zuhause und die eigenen Entscheidungen. In den späteren Klassen kommt neben der Stärkung der Kompetenzen die Berufsfrühorientierung dazu. „Uns ist es wichtig, im Unterricht nicht nur Fachwissen und Prüfungsstoff zu vermitteln, sondern auch die persönliche und soziale Entwicklung der Schüler zu fördern“, sagt Christel Bräunig. Dazu zählt übrigens auch, dass die Großen die Patenschaft für die Kleinen übernehmen.

Joshua jedenfalls geht gern auf seine Schule. „Es ist ein großer Vorteil, dass nur wenige Schüler hier sind“, sagt er. „Da gibt es auch weniger, die Chaos machen. Es ist relativ ruhig, und dadurch haben wir ein gutes Lernklima.“ Seine Mitschülerin Lea Götze (14) spricht einen anderen Punkt an: „Wir haben eigentlich zu fast allen Lehrern ein gutes Verhältnis, auch wenn einige ganz schön streng sind. Aber das ist gut so, und wir wissen, dass wir trotzdem bei Problemen zu ihnen gehen können.“

Eine weitere wichtige Säule im Schulkonzept ist die Vorbereitung der Schüler auf das Arbeitsleben. „Wir haben den Titel ,Schule mit vorbildlicher Berufsorientierung’“, erklärt Christel Bräunig. Das heißt, in den ersten beiden Schuljahren unternehmen die Klassen Betriebsbesichtigungen, in der Achten sind dann ein einwöchiges Sozialpraktikum in einem Pflegeheim oder Kindergarten und die wöchentlichen Besuche über das ganze Schuljahr im Pflegeheim oder im Kindergarten vorgesehen. Und schließlich gehen die Mädchen und Jungen der 9. und 10. Klasse jeweils für zwei Wochen in ein Betriebspraktikum.

Doch bei aller Kompetenzförderung kommen auch der Spaß und ein breit gefächertes Ganztags- und Freizeitangebot nicht zu kurz. „Ich finde es cool, dass wir ein Schülerradio haben, das in den Pausen auch mal unsere Wunschhits spielt“, sagt Lea Götze. Außerdem gibt es eine Schülerband, verschiedene Schülerfirmen und eine Schülerzeitung. Sollte es mal Zoff unter Schülern geben, besteht die Möglichkeit, die Probleme mithilfe von Streitschlichtern aus dem Weg zu räumen. Und diese Streitschlichter sind selbstverständlich ebenfalls Schüler der Regionalen Schule „An der Prohner Wiek“.

Nicht zuletzt nimmt das Thema „Gesundheit“ großen Raum ein, und dazu zählt Sport. Ein großes Plus an der Schule, wie Lenny Strehlow findet. Neben Ski- und Surfkursen kann auch Kraftsport gemacht werden. „Und es ist toll, dass für uns so viele Events und Wettbewerbe auf die Beine gestellt werden“, sagt der 14-Jährige. „Wir haben regelmäßig Volleyball- und Fußballturniere.“

Lehrer: Regelmäßig Weiterbildungen

Die 223 Mädchen und Jungen werden von 19 Lehrern unterrichtet. Die nehmen regelmäßig an Weiterbildungen teil. Die Organisation von Ausflügen oder Fahrten liegt in der Hand der Lehrer. Für die Schüler gibt es die Möglichkeit, in vertraulichen Sprechstunden mit den Lehrern ins Gespräch zu kommen. Außerdem gibt an der Schule einen Sozialpädagogen.

Ausstattung: Küche im Haus

In der Regionalen Schule „An der Prohner Wiek“ sind sowohl eine Bibliothek, eine Werkstatt, ein Chemielabor und Computer- und Fachräume als auch eine Küche vorhanden. Internetzugang gibt es in jedem Raum, außerdem haben einige Zimmer Whiteboards. Für die Arbeitsmaterialien und Sachen der Schüler stehen Schließfächer zur Verfügung. Sportplatz und Turnhalle sind vorhanden.

Miriam Weber

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