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Stralsund Stilistische und gestalterische Vielfalt
Vorpommern Stralsund Stilistische und gestalterische Vielfalt
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00:05 24.04.2017

Ein Schlusspunkt? Ja, aber kein Endpunkt! Und so konnten – nach insgesamt acht wieder so abwechslungsreichen wie qualitätsvollen Konzerten – die Freunde des Fördervereins Klinikumskirche Stralsund am Freitag entspannt den Abschluss der Saison 2016/17 genießen. Die Fortsetzung ist gesichert, die Termine für 2017/18 stehen fest. Aber jetzt erst noch einmal ungetrübtes, anspruchsvolles Vergnügen.

Diesmal mit dem Faust-Trio, das seine etwas ungewöhnliche Besetzung mit Violine (Johanna Pichlmair), Klarinette (Magdalena Faust) und Klavier (Marie Rosa Günter) nutzte, um in Trio- und Duo-Formationen stilistische und gestalterische Vielfalt gleichermaßen zu präsentieren. Und dies so überzeugend, wie es die bereits verheißungsvoll erfolgreichen künstlerischen Biographien der drei jungen Damen erwarten ließen. Insofern erwiesen sich die wechselnden Besetzungen mit Sonaten von Beethoven und Brahms sowie Trios von Max Bruch und Béla Bartók unaufdringlich geschickt und ohnehin naheliegend als Garanten für jeweils individuell präsentierte „Mitteilungen“ aus Klassik, Romantik und Moderne.

Das galt – um zunächst bei den Sonaten zu bleiben – für Beethoven, dem das Duo Pichlmair/Günter alle Ehren eines die Gattung Violinsonate gewichtig erweiternden und ihre Ansprüche neu definierenden Aufbruchs erwies: flott im artistisch (Klavier!) geprägten und schon recht „beethovenschen“ Dialogisieren, expressiv vertieft im bedeutsamen Adagio. Und es galt für Brahms, dessen gebändigt herber, resümierend altersweiser Gestus balladesk gestalteter Nachdenklichkeit beim Duo Faust/Günter in den besten Händen lag.

Kontrastgeschärft der Rahmen: eingangs Bruchs romantisch empfindsame „Momentaufnahmen“, beruhigend, klang- und melodiegesättigt und damit wohlig für Ohr und Gemüt serviert sowie der aufwühlende Abschluss mit Bartóks für Benny Goodman und Joseph Szigeti geschriebene drei kompositorisch wahrlich anspruchsvollen „Kontraste“: Für das in der Klinikumskirche bestens zusammenwirkende Faust-Trio eine weitere Möglichkeit, mit technischer Perfektion, prägnanter Tongebung und hier besonders überzeugendem, mitreißenden Spielwitz zu glänzen.

Ekkehard Ochs

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