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Stralsund Stipendium für George Robinson
Vorpommern Stralsund Stipendium für George Robinson
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00:05 13.10.2017
Stralsund

Damit hatte George Robinson nicht im Traum gerechnet. Der Hansa-Gymnasiast hat in diesem Jahr das Förderstipendium des Fördervereins der Schule in Höhe von insgesamt 500 Euro überreicht bekommen. „Damit werden Schüler geehrt, die sich in besonderer Weise engagieren“, erklärt Schulleiter Thomas Janke. Die Vorschläge, wer dieses Stipendium erhält, kommen übrigens im Vorfeld von den Lehrern.

George Robinson freut sich über ein Stipendium. Quelle: Foto: Miriam Weber

In diesem Jahr fiel die Wahl also auf George. „Ich bin echt sprachlos, aber auch richtig stolz“, sagt der Elftklässler, nachdem er sich ein paar Minuten gesammelt hat. „George hat es unbedingt verdient“, sagt seine Tutorin Kathrin Bucholz. „Er hilft, wo er kann und ist dabei absolut bescheiden. Für ihn ist es einfach eine Selbstverständlichkeit.“ Nicht nur, dass George hervorragende Leistungen in der Schule hat, darüber hinaus spielt er in der Schülerbigband „Hot 17“ und ist Mitglied des Schülerrats. „Er ist immer dort, wo es etwas von Seiten der Schüler zu sagen gibt“, erklärt Thomas Janke. „Er sagt seine Meinung und ist immer an der Lösung von Problemen interessiert. Dabei hat er immer das Miteinander im Blick.“ Aber seine Hilfsbereitschaft geht noch ein Stück weiter, denn auch für die Lehrer ist er oft eine Stütze. George ist zweisprachig aufgewachsen, vor fünf Jahren zog die Familie von England nach Stralsund. „Da er Muttersprachler ist, darf er nicht an der Englisch-Olympiade teilnehmen“, erklärt Kathrin Bucholz. „Aber dafür hilft er uns dann zum Beispiel bei den Korrekturen.“

Für George sind diese Lobeshymnen fast zu viel des Guten. Fast schüchtern winkt er ab und meint: „Das ist doch eigentlich selbstverständlich, oder?“ In seiner Freizeit spielt er außerdem in einem Hockey-Team und macht Musik. Neben der Trompete, die er in der Bigband spielt, kann er auch Klavier spielen. „Und wenn dann noch Zeit bleibt, halten mich meine drei jüngeren Geschwister ganz schön am Laufen“, sagt er mit einem Lachen. „Ich bin eigentlich immer aktiv, da muss ich mich selbst manchmal dazu zwingen, auf die Bremse zu treten und auch mal zu entspannen, wie jeder andere Jugendliche auch: Fernsehen, Freunde treffen oder einfach mal etwas am Computer spielen.“

Was er mit dem Geld anfangen wird, weiß er noch nicht genau. „Darüber muss ich mir erst einmal Gedanken machen“, sagt der 15-Jährige. Allerdings hat er schon eine Ahnung, wohin ihn sein beruflicher Weg führen könnte. „Ich kann mir gut vorstellen, Medizin zu studieren.“ Der Wunsch kommt nicht von ungefähr, „ich bin sozusagen familiär vorbelastet“, erklärt George mit einem Lachen. Allerdings seien für ihn der soziale Kontakt und die Möglichkeit, Menschen helfen zu können, wichtige Aspekte. Doch am meisten freue er sich nach dem Erhalt des Förderstipendiums darauf, seinen Eltern davon zu erzählen. „Ich bin sehr auf ihre Gesichter gespannt.“

Miriam Weber

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