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Stralsund Stralsund soll bis 2022 eine neue Kirche bekommen
Vorpommern Stralsund Stralsund soll bis 2022 eine neue Kirche bekommen
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10:00 28.07.2018
Die aus mehreren Entwürfen fünf verschiedener Architekten ausgewählte Variante ist von dem Büro TRU-Architekten in Berlin vorgelegt worden. Quelle: Tru Architekten Berlin
Stralsund

Das von der Nikolaigemeinde in Knieper West geplante Gemeinde- und Begegnungszentrum soll in vier Jahren stehen. Es sei das Ziel der Kirchengemeinde, dass der Komplex bis dahin fertiggestellt ist, sagt Nikolaipfarrer Dietmar Mahnke. Würden die Bauarbeiten zu diesem Zeitpunkt noch laufen, weil es zwischendurch Verzögerungen gegeben hätte, sei das aber verschmerzbar.

Grundsätzlich ist die Nikolaigemeinde bei der Umsetzung dieses Projektes an eine Frist von fünf Jahren gebunden. Dies hängt mit einer Vereinbarung in Zusammenhang mit dem Kauf des Grundstückes von der Stadtverwaltung zusammen. Gelingt es der Kirchengemeinde nicht, die knapp 1,3 Hektar große Fläche nördlich des Heinrich-Heine-Rings innerhalb von fünf Jahren zu bebauen, würde das Areal zurück an die Hansestadt fallen und der Kaufvorgang zurückgedreht werden. 750 000 Euro hat die Gemeinde für das Gelände bezahlt. „Wir wollten mit dem Kauf der Fläche einen ersten Schritt machen, auch um möglichen Spendern und Fördermittelgebern zu zeigen, dass wir jetzt einen Anfang machen“, sagt Mahnke. Das Gemeinde- und Begegnungszentrum würde sich auf der Fläche des früheren Plattenwerkes in Nachbarschaft zu dem ebenfalls dort geplanten Wohngebiet in Knieper West befinden, das Platz für 1000 Menschen bieten soll.

Die aus mehreren Entwürfen fünf verschiedener Architekten ausgewählte Variante ist von dem Büro TRU-Architekten in Berlin vorgelegt worden. In dem Entwurf wird die norddeutsche Backsteintradition überaus betont. Der 15 Meter hohe Glockenturm würde getrennt vom Gebäude stehen. Aus der Luft betrachtet würden das neue Gemeindezentrum, der Glockenturm und die Kirche St. Nikolai in der Altstadt genau auf einer Linie liegen. Im Innern soll es neben einem großen und einem kleinen Saal Räume für die Gemeindearbeit, ein Cafe und einen Raum der Stille sowie ein großes Foyer geben. Zusätzlich soll auf dem Gelände ein neues separates Pfarrhaus gebaut werden.

Die Kirchengemeinde rechnet mit Baukosten zwischen fünf und sechs Millionen Euro, die zum Teil über Spenden finanziert werden sollen. Etwa 1,5 Millionen Euro werde die Gemeinde so selbst aufbringen können, hofft Mahnke. 3,5 bis vier Millionen Euro sollen auf verschiedenen Fördermittelwegen zusammengetragen werden.Was aus den beiden bisherigen Standorten der Nikolaigemeinde in Knieper wird, dem Bonhoefferhaus im Kosegartenweg und dem 1977 erbauten Gemeindezentrum in der Lindenstraße, ist noch unklar. Beide Gebäude waren für Veranstaltungen und die regelmäßige kirchliche Arbeit in verschiedenen Gruppen zu klein geworden. Zudem fehlt ihnen eine gute infrastrukturelle Anbindung. Mahnke: „Bei dem neuen Gemeindezentrum würde die Bushaltestelle direkt vor der Tür liegen.“

Das alte Gemeindezentrum in der Lindenstraße war zu DDR-Zeiten der erste kirchliche Neubau in einem Neubaugebiet. Allerdings war der Kirche von der SED-Führung nur ein Platz am Rand von Knieper West zugewiesen worden. Heute steht das Gebäude unter Denkmalschutz. Besonderheiten sind die Glasfenster von Christof Grüger und die Spannbetondecke des Architekten Ulrich Müther.

Benjamin Fischer

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