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Stralsund Stralsund soll eigene Airline bekommen
Vorpommern Stralsund Stralsund soll eigene Airline bekommen
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10:14 23.04.2016

Die Hansestadt bekommt womöglich eine eigene Fluggesellschaft. Der in Stralsund lebende Unternehmer Marcos Rossello will ab 2017 Flugzeuge unter dem Namen „Sundair“ auf die Startbahn bringen. Das Luftfahrtbundesamt (LBA) bestätigt auf OZ-Anfrage, dass „Sundair“ eine Betriebsgenehmigung beantragt hat.

Die Zentrale soll in Stralsund errichtet werden. Rossello befindet sich derzeit gemeinsam mit der Stadtverwaltung auf der Suche nach einem Grundstück. Insgesamt könnten bei „Sundair“ 130 Arbeitsplätze entstehen. In Stralsund wären Mitarbeiter zum Beispiel in den Bereichen Buchhaltung, Controlling und Marketing stationiert. „Wir setzen auch auf Menschen aus der Region“, sagt Rossello.

Zehn Leute will er bis zum Monatsende einstellen, allerdings erfahrenes Führungspersonal, wie er sagt. Das solle alle Unterlagen für die Genehmigung durch das LBA erarbeiten.

Das Flugpersonal wird voraussichtlich dort leben, wo auch die Flieger starten. Denn die sollen nicht in MV, sondern von den großen Drehkreuzen Deutschlands abheben. „Sundair“ ist als Chartergesellschaft geplant. Das heißt, Rossello arbeitet mit großen Reiseveranstaltern zusammen, die festlegen, wo und wann die Flugzeuge ihrer Partner starten. Ziele wären klassische Urlaubsregionen: die Kanaren, Nordafrika, Spanien, Italien, Griechenland.

Rossello will zu diesem Zweck drei Airbus-Maschinen des Typs A320 mit jeweils 180 Sitzplätzen leasen. Kosten pro Stück und Jahr: drei Millionen Euro. Der Unternehmer plant, einen zweistelligen Millionenbetrag in die Firma zu investieren. Vorpommern-Rügens Landrat Ralf Drescher (CDU) hält Rossellos Konzept für schlüssig. „Es mag ungewöhnlich klingen, aber es ist machbar“, sagt er.

Marcos Rossello ist nach eigenen Angaben Gründer von „Air41“, einem Anbieter von IT-Programmen für Fluggesellschaften in Berlin. Jetzt will er sich auf „Sundair“ konzentrieren.„Eine Fluggesellschaft ist sexy. Das ist Champions League“, sagt er.

Von Alexander Müller

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