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Stralsund „Stralsund war die beste Zeit für mich“
Vorpommern Stralsund „Stralsund war die beste Zeit für mich“
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00:26 14.05.2018
Fynn Martin Tippelt versucht, sich gegen die OSF-Abwehr durchzusetzen. Auch im letzten Saisonspiel schenkten sich die Teams nichts. FOTOS (4): M. WILK
Stralsund

Mit ihrem 28:25-Sieg über die SG OSF Berlin haben sich die Handballer des Stralsunder HV in die Sommerpause der Oberliga Ostsee-Spree verabschiedet. Am Sonnabend gab es für die Fans nicht nur Freibier und Autogramme, die Vizemeister boten den Zuschauern in der Vogelsanghalle noch einmal attraktiven Handball.

SHV-Torhüter Ligarzewski bedankt sich beim Team und den Fans. Der SHV feiert gegen Berlin einen Sieg zum Saisonabschluss.

„Ich freue mich, dass so viele zum letzten Spiel gekommen sind. Wir hatten trotz zahlreicher Personalsorgen eine tolle Saison. Daher ist Platz zwei in der Liga mehr als verdient“, betonte Trainer Markus Dau nach dem Duell. Einen Titel haben die Stralsunder immerhin geholt: Benjamin Hinz ist mit 199 Treffern der beste Werfer der Oberliga Ostsee-Spree.

Für einige Spieler war der 28:25-Erfolg zugleich ein gelungener Abschluss ihrer Zeit beim SHV. So verkündeten Kai Baresel und Torhüter Szymon Ligarzewski ihr Karriereende. „Die Zeit, die ich hier beim SHV hatte, war für mich die beste“, sagte Szymon Ligarzewski nach dem Spiel. „Ich bin damals für drei Monate hergekommen und am Ende dreieinhalb Jahre geblieben“, sagte der gebürtige Pole und bekam dafür viel Beifall.

Auch Trainer Markus Dau fiel der Abschied nicht leicht. „Ich habe größten Respekt vor seiner sportlichen Einstellung und dem, was er hier geleistet hat“, lobte er. Im Tor wird Szymon Ligarzewski zwar nicht mehr stehen – doch er will dem SHV treu bleiben und sich mit um den Torhüter-Nachwuchs des Vereins kümmern.

Kai Baresel hört ebenfalls beim SHV auf. „Ich möchte mich beruflich weiterentwickeln und mehr Zeit für meine Familie haben“, begründet der 30-Jährige sein Karriereende. 14 Jahre lang spielte er auf höherem Niveau Handball. „Ich habe schon mit Markus in Loitz gespielt“, erinnert er sich. Zu Markus Dau und den anderen Spielern habe er sich ein freundschaftliches Verhältnis aufgebaut. „Daher ist es für mich schon ein emotionaler Abschluss. Mit dem Fanclub im Rücken und vor voller Halle zu spielen, das macht einfach Spaß. Und ich finde es schön, dass ich genau hier meine Karriere beende“, erklärte Baresel. Trainer und Geschäftsführer Dau sagte nach dem Spiel: „Kai, du wirst uns nicht nur sportlich, sondern vor allem auch menschlich fehlen.“

Tom Langschwager zieht ein positives Fazit seiner SHV-Zeit. „Ich hatte ein wunderschönes Jahr hier und bin dankbar, dass Markus Dau mich hergeholt hat“, sagte er. Dennoch verlässt er Stralsund und geht nach Neubrandenburg zurück. „Die Wegstrecke war auf Dauer einfach zu weit. Ich arbeite in Torgelow, wohne in Neubrandenburg und kam zum Training nach Stralsund. Außerdem hat sich der Verein in Neubrandenburg sehr um mich bemüht“, begründete Langschwager seinen Entschluss.

Eine Lücke hinterlässt auch Marcel Effenberger. Der Co-Trainer will ab der kommenden Saison etwas kürzer treten und sich mehr um die Vorstandsarbeit des Vereins kümmern. „Wir haben mehr als 500 Mitglieder, das ist schon einiges an Arbeit“, sagte er. Wer seinen Platz an der Seite des neuen Männer-Trainers Steffen Fischer (die OZ berichtete) einnehmen wird, ist noch offen. Für Effenbergers Tätigkeit als Coach der A-Jugend gibt es bereits einen Nachfolger. Rico Mittmann soll die Mannschaft trainieren. Er ist kein Unbekannter im Verein und war zu Drittliga-Zeiten schon für den SHV aktiv.

Mit der A-Jugend geht er nun einen wichtigen Schritt. Nachdem das Team Landesmeister geworden ist, steigt die Mannschaft in die Oberliga, die zweithöchste Liga der A-Jugend, auf.

Die Mission Aufstieg wollen auch die SHV-Männer in der kommenden Saison erneut in Angriff nehmen, so Dau zum Abschluss.

Statistik zum letzten Spiel

Stralsunder HV: Ligarzewski, Korth – Langschwager 1, Baresel 1, Tippelt, Landwehrs, Brandt 6, Hoffmann, Vanek 3, Hinz 5/1, Schwerin, Zemlin 3, Trupp 5, Ehlers 4.

SG OSF Berlin: Harries – Wald 1, Neeb, Bartels 2, Buchholz, Fink 2, Wessel 1, Schnabel 6, Petersen, Weber 7, Stark, von Rumohr 1, Werner 3, Paté 2.

Siebenmeter: Stralsunder HV 2/1,

SG OSF Berlin 1/0.

Strafminuten: Stralsunder HV 2,

SG OSF Berlin 6.

Manuela Wilk

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