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Stralsund Stralsund wird als Erholungsort bei Urlaubern immer beliebter
Vorpommern Stralsund Stralsund wird als Erholungsort bei Urlaubern immer beliebter
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14:52 25.06.2016
Die Initiatoren gaben gestern den Startschuss für die Umstellung auf Papiertüten bei den Altstadthändlern. Quelle: Christian Rödel
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Stralsund

liegt im Vergleich der Städte Mecklenburg-Vorpommerns als Erholungsort ganz vorn. Das ergab eine Umfrage im Auftrag des Tourismusverbandes MV bei 2923 Urlaubern in Stralsund, Rostock, Wismar und Schwerin. 70 Prozent der befragten Touristen gaben demnach an, wegen der Erholungsmöglichkeiten an den Sund zu fahren. In Rostock gaben 54 Prozent der Befragten an, wegen der Erholung gekommen zu sein. In Schwerin und Wismar spielte das gar keine Rolle bei den Top-5-Besuchsgründen.

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Befragung listet Top-5-Besuchsgründe für Hansestadt auf / 70 Prozent der Touristen suchen Erholung am Sund / Stadt hat Zahlen an Ministerium weitergeleitet

Das Deutsche Wirtschaftswissenschaftliche Institut für Fremdenverkehr hatte dafür von Mai bis Oktober 2015 etliche Einzelinterviews in den Fußgängerzonen geführt. „Für uns ist das eine wichtige Aussage, die das bestätigt, was wir schon länger beobachtet haben: Stralsund ist ein Erholungsort“, sagt André Kretzschmar, Leiter der Tourismuszentrale.

Die Stadtverwaltung hat die Zahlen an das Sozialministerium weitergeleitet, um die Bewerbung zu untermauern, Stralsund zum offiziellen Erholungsort zu machen. Die Bestrebungen zur Anerkennung gibt es bereits seit Längerem, eine Entscheidung stand bisher jedoch aus. „Wir hoffen, dass wir das Ganze nun noch einmal zusätzlich angeschoben haben“, sagt der Tourismus-Chef.

Der Titel Erholungsort habe finanzielle Vorteile, sagt André Kretzschmar. Schließlich wäre es damit möglich, eine Kurtaxe zu erheben – also einen Beitrag, den die Urlauber pro Tag entrichten müssen.

Doch es ist auch eine Frage der Wahrnehmung. Darüber hinaus wäre es durchaus eine Wertschätzung für die Menschen, die hier vor Ort schon so viel für Stralsund getan haben.

Urlauber schätzen Stralsund nicht allein wegen des Erholungsfaktors, sondern sehen weitere Stärken. In der Befragung des Tourismusverbands haben 80 Prozent der Menschen angegeben, der Stadt wegen ihrer Sehenswürdigkeiten einen Besuch abzustatten. „Wir haben das Glück, dass sowohl drei große Museen als auch drei große Kirchen auf relativ engem Raum stehen“, sagt Kretzschmar.

Die Befragung ergab weitere interessante Ergebnisse. So kommen 73 Prozent der Reisenden wegen der Natur und der Landschaft nach Stralsund. Auch hier liegt Stralsund im Vergleich vorn: in Wismar betonten 68 Prozent die Natur, in Rostock 65 und in Schwerin sogar nur 48 Prozent. Ein weiteres Argumente für Stralsund ist in den Augen der Touristen die gute Luft (72 Prozent). Etwas abgefallen dahinter liegen Vielfalt und Qualität des Angebots in Gastronomie und Kultur (51 Prozent) Außerdem konnte Stralsund bei der Zahl der Durchschnittsübernachtungen zulegen. Demnach sind die Touristen etwa 4,9 Nächte am Sund geblieben. „Dieser Wert hat uns auch überrascht, ist aber in den anderen Städten ähnlich hoch“, erklärt André Kretzschmar.

Mit 12034 Papiertüten für den Meeresschutz

Vor drei Tagen frisch aus der Druckerei gekommen und jetzt schon im Handel: Unter dem Motto „12tausend34 Papiertüten zum Schutz der Weltmeere“ setzen seit gestern die ersten Altstadthändler ein Zeichen gegen die Plastik-Vermüllung der Ozeane. Die umweltfreundlichen Tragetaschen stehen ab kommendem Dienstag um 10.30 Uhr in den Geschäften PixelWerbung und Stralsunder Whiskyhaus in der Wasserstraße 30 bzw.25 zur kostenlosen Abholung bereit. Das Stralsunder Meeresmuseum zählt mit seinem Shop zu den ersten Anbietern. Kunden sollen dazu angehalten werden, beim Einkauf weitestgehend auf Plastiktüten zu verzichten.

Miriam Weber

Mit ihrem Job sorgen sie für Sicherheit und Ordnung in der Hansestadt. Hier geben Stralsunder Polizisten Einblick in ihre Arbeit.

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