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Stralsunder Handball-Crew verpasst Punkte zum Saisonende

Stralsund Stralsunder Handball-Crew verpasst Punkte zum Saisonende

Die Drittliga-Handballer des SHV haben alles gegeben, unterliegen in der Vogelsanghalle dem VfL Potsdam aber mit 25:31

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Jakub Vanek im Angriff für den Stralsunder HV.

Quelle: Timo Ewert

Stralsund. Gerne hätten sie ihrem SHV-Kapitän Markus Dau einen Abschiedssieg vor Heimkulisse gegönnt, doch die Stralsunder Handball-Drittligisten unterlagen nach großem Kampf mit 25:31 gegen den VfL Potsdam.

OZ-Bild

Die Drittliga-Handballer des SHV haben alles gegeben, unterliegen in der Vogelsanghalle dem VfL Potsdam aber mit 25:31

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Die hatten auch schon in der dritten Minute mit zwei Toren die Nase vorn. Doch Jakub Olejniczak und Markus Dau packten den Ausgleich, bevor Martin Hoffmann mit dem 3:2 die erstmalige Führung für den SHV erzielte. Immer wieder holte Potsdam auf und mit dem 7:8 in der 16. Minute übernahmen die Gäste dann auch wieder die Regie. Da änderte SHV-Trainer Danny Anclais auch mit der Auszeit in der 28.

Minute nichts mehr am 10:12-Halbzeitstand.

Nach der Pause erhöhten die Gäste den Rückstand weiter bis auf eine Fünf-Punkte-Führung bei 11:16. Zwar gelang es Hinz, Hoffmann und Olejniczak noch mal bis auf 14:16 ranzukommen, doch beim 14:19 hatte sich Potsdam wieder deutlich abgesetzt.

Zu viele Siebenmeter gingen an diesem Abend daneben. Über 19:21 und 21:23 kam man in der 49. Minute noch mal bis auf zwei Tore heran, doch auch die Treffer von Hinz, Werner und Ewert konnten den 25:31-Endstand nicht mehr drehen. „Wir haben uns vorgenommen, eine starke kämpferische Leistung aufzubieten, und das haben wir auch gemacht“, meinte Martin Hoffmann. „Wir haben das Spiel lange offen gehalten, aber leider auch zu viele Freistöße verschenkt. Für mich ist dieses Spiel aber auch ein Spiegelbild des gesamten Saisonverlaufs, wo wir oft gut gekämpft haben, aber es einfach nicht gereicht hat“, so der 31-Jährige. Auch der SHV-Trainer kann mit diesem Ergebnis leben. „Ich habe es mir schlimmer vorgestellt. Kämpferisch war das super, ich bin nicht unzufrieden. Die Mannschaft hat alles gegeben“, sagte Danny Anclais.

Die Potsdamer feierten jedenfalls ihren Auswärtssieg. „Es war eine tolle Stimmung hier, ein Spiel mit viel Kampf und noch mehr Fehlern. Zwar kein Handball-Leckerbissen, dennoch ein verdienter Sieg“, meinte Trainer Jens Deffke. "Markus wünschen wir alles Gute für seine Karriere nach der Karriere", gab der 40-Jährige mit auf den Weg. Der SHV-Kapitän dankte dann auch seinen Teamkameraden, und verabschiedete sich ausgiebig von den Fans in der Vogelsanghalle. „Ich hoffe aber auch für die nächste Saison auf die Treue der Fans“, äußerte Dau einen letzten Wunsch.

Für den Stralsunder HV spielten: TW Szymon Ligarzewski, Xaris Mallios (1), Nico Ewert (1), Thore Leithold, Markus Dau (2), Hannes Werner (1), Jakub Olejniczak (5), Martin Hoffmann (4), Benjamin Hinz (9), Jakub Vanek (2), TW Philipp Groth

Letztes Heimspiel für Kapitän Markus Dau

Nachdem Markus Dau die letzten sieben Jahre aus der SHV-Crew nicht mehr wegzudenken war, warf er am Samstag zum letzten Mal Tore für den Handball-Drittligisten vor heimischer Kulisse. „Der Körper sagt mir, dass es reicht“, begründet der 34-Jährige seinen Abschied. „Dabei schiebe ich diese Entscheidung schon zwei, drei Jahre vor mir her. Jetzt, aufgrund der neuen beruflichen Tätigkeit, die viel Zeit in Anspruch nimmt, habe ich beschlossen, zum Saisonende die Spielerlaufbahn zu beenden.“

1996 begann der gebürtige Stralsunder beim SHV und hat dort 2004 noch den Erstliga-Aufstieg miterlebt, bevor es für ihn über die Stationen Usedom, Eisenach und Loitz ging. Im Jahre 2009 kehrte Dau dann wieder zur SHV-Crew zurück, spielt seither in der ersten Männermannschaft, wo er auch Kapitän ist und trainiert außerdem die zweite Männerriege sowie die B- und C-Jugend. Zum Jahresbeginn folgte dann der Einsatz als Geschäftsführer der Handball GmbH.

Als Trainer möchte er aber auch weiterhin in seinem Verein aktiv sein. Ob und für welche Mannschaften das der Fall sein wird, ist aber noch nicht geklärt.

„Die Heimspiele vor dieser tollen Kulisse und den Nervenkitzel werde ich ganz klar vermissen. In unserer Liga haben wir die schönste Halle und die höchste Zuschauerzahl zu bieten. Außerdem wird mir schon das Gruppengefüge in der Mannschaft fehlen. Es sind nicht nur Kollegen, sondern auch Freunde.“ Und denen wird Markus Dau natürlich auch zukünftig vom Spielfeldrand aus die Daumen drücken.

      Wenke Büssow-Krämer

Von Wenke Büssow-Krämer

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