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Stralsund Stralsunder Wildcats stoppen Abwärtstrend in Hamburg
Vorpommern Stralsund Stralsunder Wildcats stoppen Abwärtstrend in Hamburg
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17:57 03.12.2018
Paula Wedekind beim Block. In Hamburg wurde sie zur besten Spielerin der Wildcats gekürt. Quelle: Niklas Kunkel
Hamburg/Stralsund

Doppelte Freude bei Paula Wedekind: Die Mittelblockerin des 1. VC Stralsund gewann mit ihren Stralsunder Volleyballerinnen am Sonnabend beim VT Hamburg 3:2 und wurde zudem persönlich ausgezeichnet. Wedekind nahm nach dem Zweitligaduell die Medaille als beste Spielerin des Spiels entgegen – und das ausgerechnet an ihrer alten Wirkungsstätte Hamburg. Für die 1,93 Meter große Spielerin war es die erste MVP-Wahl ihrer noch jungen Karriere. Wedekinds Trainer gönnt ihr die Auszeichnung. „Für Paula freut es mich besonders. Sie hat seit Saisonbeginn nochmal einen Riesenschritt gemacht“, so André Thiel: „Sie wurde von Franzi (Zuspielerin Franziska Kühn, Anm. d. Red.) viel und gut eingesetzt. Die Auszeichnung war verdient.“

Dass Wedekind überhaupt die MVP-Medaille in Gold entgegennehmen durfte, stand lange auf der Kippe, denn die Wildcats lieferten sich einen harten Kampf über fünf Sätze mit den Hamburgerinnen. „Man hat in Hamburg ein Spiel gesehen, bei dem beide Mannschaften auf hohem Niveau agiert haben“, berichtet Thiel.

Die Gastgeberinnen schnappten sich Satz eins (25:20). Stralsund führte zunächst (4:2), VT drehte das Spiel aber (13:9, 19:15). Nach zuletzt zwei 0:3-Schlappen standen die Wildcats nun auch in Hamburg mit dem Rücken zur Wand. „Natürlich war unser Selbstvertrauen angeknackst, die Selbstverständlichkeit, eine souveräne Leistung abzuliefern, etwas verloren gegangen“, gestand Thiel, dessen Truppe sich das Siegesgefühl im zweiten Satz (25:20) zurückholte. Im dritten Durchgang setzte sich erneut Hamburg durch (25:19).

Doch in den finalen Sätzen fanden die Stralsunderinnen zurück zu alter Stärke. Nach ausgeglichenem Beginn in Satz 4 (2:2) zog der 1. VC davon (5:2) und verteidigte die Führung bis zum Ende (8:6, 16:11, 23:19) – 25:20. Der letzte Satz blieb spannend: Hamburg ging in Front (4:3), Stralsund glich aus (7:7) und legte nach dem letztem Seitenwechsel entscheidend vor (12:9). „Wir mussten eine heikle Gratwanderung machen. Einerseits taktisch klug und sehr konzentriert agieren, um die Qualität hochzuhalten und Hamburg mit Aufschlagserien festzunageln, und andererseits ein gewisses Risiko gehen. Das haben wir gut gelöst“, lobte Thiel, der einen spielentscheidenden Faktor in der Leidenschaft für das Spiel sah: „Du musst deine Emotionen im Spiel hochhalten und immer wieder pushen.“

Mit dem Sieg konnten die Sundstädterinnen den Abwärtstrend stoppen und den Blick vom Tabellenkeller ins -mittelfeld richten. Dass die Wildcats gegen einen Gegner, der hinten ihnen steht, über fünf Sätzen gehen mussten und somit „nur“ zwei Punkte holten, ist für Übungsleiter Thiel kein Punktverlust – im Gegenteil: „Das sind definitiv zwei gewonnene Punkte! Hamburg hat stark gespielt. Und du kannst nicht auf die Tabelle gucken und dann das Ergebnis vorhersagen. Dafür ist die Liga – vielleicht bis auf die ersten Drei – zu ausgeglichen. In Hochphasen sind alle super, in Tiefphasen kannst du von allen geschlagen werden.“

Bleibt zu hoffen, dass mit dem Sieg in Hamburg für die Wildcats der Startschuss in die nächste Hochphase fiel. Bis Weihnachten stehen noch drei Partien an – allesamt gegen Gegner aus der unteren Tabellenregion.

Horst Schreiber

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