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Stralsund Stralsunder blicken nordwärts
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00:01 14.01.2017

Viele Motive der Ausstellung „Nordblicke“ entstanden auf der Insel Rügen. Nach ihrer Ausstellung in der Stralsunder Stadtbibliothek präsentieren die Teilnehmer des Stralsunder Stammtischs der Fotocommunity.de daher ihre Exponate derzeit im Medieninformationszentrum (MIZ) von Bergen. Jeder der acht Teilnehmer zeigt dort vier seiner Bilder, über deren Auswahl die Gruppe gemeinsam entschied. Der Titel „Nordblicke“ entstand, weil alle Fotografen bereits über einen Fundus von Aufnahmen verfügten, die nördlich von Stralsund an den Küsten des Festlandes oder auf der Insel Rügen entstanden. Mit Ausnahme des Kirchenfensters, das Bettina Meliß im polnischen Karsibor entdeckte und das sie durch ein zweites Fenster hindurch aufnahm, in dem sich ein Baum spiegelt.

„Wir nahmen uns vor, nicht nur Motive zu präsentieren, die zuvor bereits tausendfach in ähnlicher Weise fotografiert und gezeigt wurden“, erzählt der aus Holland stammende Freddie Bijkerk. „Wir wollten neu auf unsere Umgebung blicken und damit schärften sich unsere Augen und Sinne.“ Der mit 70 Jahren älteste „Stammtischbruder“ steuerte auch das älteste Foto bei – ein Bild der alten Wittower Fähre aus dem Jahr 1994. Somit spannt sich der Zeitraum der Entstehung der Bilder über zwanzig Jahre, weswegen nicht alle Aufnahmen mit modernen Digitalkameras entstanden. In einigen Fällen wurden Dias im Nachhinein digitalisiert. Von Bijkerk stammt auch die „Sandskulptur“, die der Wind am Strand von Mövenort bei Dranske schuf und die mit etwas Phantasie einen Seehund zeigt, der einen Hund küsst.

In der Ausstellung sind eben keine Postkarten-Motive von der Stange zu sehen sondern außergewöhnliche Ansichten wie die „Stehpaddler im Abendrot“ von Maria Clauss aus Klausdorf. Die promovierte Biologin, die als Wissenschaftsjournalistin arbeitet und Expeditions-Kreuzfahrten zu Nord- und Südpol begleitet, fand das vollständig in Rottönen gehaltene ruhige Motiv auf dem Bodden vor der Halbinsel Mönchgut.

In deutlichem Kontrast dazu zeigt sich die Landschaft „Aufgebrist“ von Henry Heger. Darin hielt der Fotograf die vor Fischland-Darß aufgepeitschte Ostsee mit ebenso dramatischen Wolken fest. Die wilde Struktur der Elemente wird dadurch verstärkt, dass Heger auf Farbe verzichtet.

Ulf Habermann versteht es meisterhaft, Vorder- und Hintergrund in Beziehung zu setzen. Das gelingt dem Ingenieur der Stralsunder Werft beispielsweise mit dem Bild „Dimensionen“, das im Nahbereich die Vegetation einer Küstenlinie mit einem großen Findling zeigt, auf dem der Leuchtturm von Maltzien auf Zudar wie eine Kerze zu stehen scheint.

Eckhardt Jonas hat einen Blick für besondere Lichtmomente. So „strahlen“ im Zentrum der Winterlandschaft, die er am ebenfalls auf der Halbinsel Zudar gelegenen Gelben Ufer aufnahm, einige in winterliches Sonnenlicht getauchte Bäume. Die Spezialität von Uwe Bender sind maritime Motive. Der Bootsführer und Seevermessungstechniker kommt seinen Motiven von Berufs wegen nah.

Für die semi-professionellen Fotografen des Stammtischs ist auch der Weg das Ziel und so kommen sie an ihrem Stammtisch zusammen, um sich darüber auszutauschen, „warum oder wie ein Bild entstand und was der Fotograf im Sinn hatte, als er die Aufnahme machte“, sagt Freddie Bijkerk. Denn neben der Hardware käme es auch auf das Auge des Fotografen an. „An unserem Stammtisch diskutieren wir darüber, was uns an einem Bild gefällt oder auch nicht oder wie man es hätte anders und besser machen können.“

Uwe Driest

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