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Stralsunder rettet zwei Angler vor dem Ertrinken

Stralsund Stralsunder rettet zwei Angler vor dem Ertrinken

Torsten Ladwig zieht die 64 und 70 Jahre alten Ribnitzer schnell aus dem acht Grad kalten Sund. Beide bleiben unverletzt.

Stralsund. Das war Rettung in letzter Minute: Als zwei Männer am Sonnabend gegen 12 Uhr etwa 400 Meter östlich der Sundbrücke vor Grahlerfähre mit ihrem kleinen Ruderboot kentern, sind zwar mehrere Heringsangler in der Nähe und gucken, doch keiner eilt den Verunglückten zu Hilfe. Da nimmt ein Offshore-Angelboot schnell Kurs auf die etwa 30 Meter entfernt im Wasser treibenden Männer. Die acht Meter lange „Rijejo“ kann die Angler gut aufnehmen, ohne selbst ins Straucheln zu kommen.

„Ich war gerade mit Gästen zum Heringsangeln unterwegs, da haben wir das leere Boot gesehen und sind sofort zum Unfallort gefahren. Ich habe die beiden an Bord geholt. Sie waren erschöpft, etwas ängstlich, und natürlich hatten sich ihre Sachen ordentlich voll Wasser gesaugt“, erzählt Torsten Ladwig gestern am OZ-Telefon, während er schon wieder mit anderen Gäste vor Hiddensee unterwegs ist, um auf der beliebten Sonntagstour Dorsch zu angeln.

Der 37-Jährige rettet die beiden älteren Angler und übergibt sie kurz darauf an die Besatzung eines kleineren Bootes mit weniger Tiefgang, so dass die 64 und 70 Jahre alten Petrijünger unverletzt an Land gebracht werden und von Grahlerfähre aus wieder ihre Heimreise antreten konnten. „Die Senioren hatten Glück, dass wir gerade in der Nähe geankert hatten. Ich schätze, dass sie so um die sieben Minuten im Sund schwammen, und das bei Wassertemperaturen von acht Grad. Das kann schnell schief gehen“, weiß der Chef der Stralsunder Firma Angeltouren und Bootsverleih.

Auch die Wasserschutzpolizei geht davon aus, dass die beiden Ribnitzer Angler großes Glück hatten. „Offensichtlich war das Boot nach einer Bewegung gekippt, und die beiden fielen in den Sund. Ein paar Minuten länger im kalten Wasser, und die Männer hätten es nicht mehr geschafft“, sagt Polizeihauptkommissar Alexander Schumann gestern im OZ-Gespräch und ergänzt: „Nur einer der beiden Angler hatte eine Rettungsweste an. Das ist sehr unvernünftig. Wir möchten noch mal an alle Leute in ihren Booten appellieren: Bitte immer eine Rettungsweste tragen. Das ist zwar bei privaten Ruderbooten nicht Pflicht, rettet aber im Ernstfall Leben. Das sollten sich alle vor Augen halten.“

Ines Sommer

 



OZ

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