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Stralsunder verfolgen Olympia live in Südkorea

Stralsund Stralsunder verfolgen Olympia live in Südkorea

Eine Truppe von Sportbegeisterten und Aktiven ist beim Großevent dabei

Stralsund. Wenn die deutschen Olympioniken in diesen Tagen in Pyeongchang um Edelmetall kämpfen, sind auch sechs Stralsunder am Rande mit dabei. Gestern Abend (Ortszeit) landeten Thomas Haack, Gerd Schlimper, Henry Forsberg-Lau, Svend Krieger sowie Michael und Christian Philippen in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul. Minus fünf Grad und eine belebte City begrüßten die Neuankömmlinge dort. Das Hotel war schnell bezogen. Sich an die kulinarischen Gepflogenheiten in Südkorea zu gewöhnen, wird wohl etwas länger dauern. Typisch europäisch habe sich die Reisegruppe daher erst einmal für Pizza entschieden, berichteten sie.

Nachdem gestern noch keine Zeit blieb, um die deutschen Sportler anzufeuern, steht heute der erste Besuch von Wettbewerben auf dem Plan. Dabei hat sich die Gruppe auf keine bestimmte Sportart festgelegt. „Wir werden täglich vor Ort entscheiden. Aber Biathlon, Rennrodeln oder die Nordische Kombinatione sind für uns interessant. Eben alles, wo die Wahrscheinlichkeit auf Medaillen für deutsche Sportler hoch ist“, sagt Thomas Haack. So ist das Spiel der deutschen Eishockey-Mannschaft am 16. Februar fest eingeplant. Auch auf die Snowboarder und Freestyler würde die Gruppe gern einen Blick werfen.

Den Urlaub auf Sportereignisse dieser Größe auszurichten, ist nicht neu für die Männer. So waren einige von ihnen bereits gemeinsam bei der Handball-WM in Katar und dem Fußball-Confederations Cup in Sotschi dabei. „Sportbegeistert sind wir sowieso alle. Und dem in Gemeinschaft an Orten zu folgen, wo man sonst nicht hinfahren würde, macht es so besonders“, meint Haack. „In diesem Fall können wir Mitglied der olympischen Familie sein.“ Und wenn Deutschland nicht mehr im Rennen um Gold, Silber oder Bronze ist, entscheidet die Gruppenstimmung darüber, mit wem mitgefiebert wird.

Während in Katar täglich Handball auf dem Plan stand, blieb in Sotschi nebenbei noch Zeit für andere Dinge. „Priorität hat jedes Mal der Sport und die Unterstützung des deutschen Teams. Der übliche Tourismus steht da nicht auf dem Plan“, erklärt Lokalpolitiker Haack. „Dabei sind diese Länder ja für ihre Gastfreundschaft bekannt.“

Genau darauf freut sich auch Christian Philippen. „Europa kennt man ja gut. Aber das ist mal etwas anderes“, sagt er. „Außerdem bieten solche Großveranstaltungen die beste Gelegenheit, mehrere Sportarten verfolgen zu können. Und das alles auf einem Fleck, das macht den Reiz aus.“ Philippen, der selbst noch in der dritten Mannschaft des Stralsunder HV aktiv ist, war natürlich auch bei der WM in Katar dabei. „Sicher kann man diese Ereignisse im Fernsehen verfolgen, aber live dabei zu sein, ist etwas ganz anderes“, betont der Sportler mit Blick auf die kommenden Tage.

Bis Sonnabend werden die Stralsunder die Wettbewerbe in Südkorea verfolgen. „Auch kurzfristig sind hier Tickets erhältlich, so dass wir spontan entscheiden können, welche Wettkämpfe wir uns ansehen wollen.“ Bis dahin bleibt den Sportsfreunden dann noch genügend Zeit, um sich an die südkoreanischen Spezialitäten heranzuwagen.

Wenke Büssow-Krämer

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