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Stralsund Stralsunds Läden bleiben Heiligabend zu
Vorpommern Stralsund Stralsunds Läden bleiben Heiligabend zu
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00:10 01.12.2017
Stralsunds Einzelhändler sind sich ziemlich einig: In diesem Jahr bleiben die Läden am 24. Dezember geschlossen. Quelle: Foto: Stefan Sauer
Stralsund

Zwei Stunden vor der Bescherung noch auf Geschenkejagd gehen und die letzten Angst-Präsente einsacken? Darauf müssen die Last-Minute-Festtagskunden in diesem Jahr in Stralsund verzichten. Die meisten Läden der Hansestadt werden am 24. Dezember, der in diesem Jahr auf einen Sonntag fällt, geschlossen bleiben, wie unsere gestrige kleine Blitzumfrage ergab.

Da der 24. Dezember in diesem Jahr auf einen Sonntag fällt, verzichten die meisten Händler auf eine Öffnung kurz vor der Bescherung.

Ländersache

Die Ladenöffnungszeiten sind Ländersache. Daher gibt es bundesweit unterschiedliche Regelungen.

In den meisten Ländern dürfen die Läden am 24. Dezember für drei Stunden öffnen. Aus Rücksicht auf die Gottesdienste müssen diese spätestens um 14 Uhr schließen. Dies gilt für Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Und das freut vor allem die Mitarbeiter des Handels selbst, die Tag für Tag hinterm Ladentisch stehen. „Ja, es ist sehr schön, dass wir auch mal mit unseren Familien zusammen unterm Weihnachtsbaum sitzen können“, sagt Nicole Baumgart aus dem Depot-Geschäft in der Ossenreyerstraße, während sie die Weihnachts-Deko ins rechte Licht rückt.

Der Depot-Laden bleibt ebenso geschlossen wie auch die Hussel-Filiale von Simone Schmidt am Apollonienmarkt. „Es kommt ja selten genug vor. Und diesmal haben wir eben Glück“, so die Filialleiterin.

„Ich finde, wir haben es uns verdient“, findet die Altstadthändlerin.

„Es ist gut so, dass die Läden geschlossen bleiben. Wir werden nicht verhungern und haben alle was zuzusetzen. Man muss doch nicht immer bis zur letzten Minute shoppen“, findet Micaela Röhr (55).

Dieser freie Tag sollte ihrer Ansicht nach einfach mal akzeptiert werden. „Ich hoffe tatsächlich, dass es die meisten Geschäfte so machen“, sagt die Frau aus Langenhanshagen, die selbst in der Gastronomie beschäftigt ist.

Definitiv geschlossen hat auch der Real-Lebensmittelmarkt in Andershof. Das gilt ebenso für die beiden großen Stralsunder Rewe-Supermärkte, wie der Marktleiter in der Rostocker Chaussee gegenüber unser Zeitung bestätigte. Auch der Discounter Aldi wird auf die Möglichkeit des Verkaufs verzichten, obwohl es gesetzlich zulässig wäre. „Wir denken, das ist im Sinne unserer Mitarbeiter“, sagt die Sprecherin von Aldi Nord, Kathleen Ehlke.

„Wir haben uns gegen eine mögliche Öffnung entschieden“, erklärt Bert Redmann, vom Edeka in der Ossenreyer, der von seiner Frau Silke geleitet wird. „Es ist doch mal eine gute Gelegenheit, dass unsere Angestellten ein frohes Fest mit ihren Familien verleben können. Diese Chance müssen wir einfach nutzen“, erklärt Redmann. Nicht zu unterschätzen sei außerdem der Aufwand, für eine Öffnungszeit von drei Stunden Frischware heranzuschaffen. Redmann geht davon aus, dass die Kunden Verständnis haben und sich rechtzeitig darauf einstellen.

Die Reihe setzt sich fort: ob Tchibo, P & C oder Rossmann, ob C & A oder der Herrenausstatter Casa-Moda – der Heiligabend bleibt diesmal heilig. Auch die großen Einkaufscenter Strelapark und Ostseecenter werden ihre Türen am 24. Dezember nicht öffnen, wie Sprecherin Katrin Feistauer informiert. Und so sehe der Trend im gesamten Stralsunder Geschäftsstellen-Bereich der Industrie- und Handelskammer aus, wie der Chef, Karsten Liefländer bestätigt. „Es gibt gewisse Grenzen, die man nicht überschreiten sollte. Das sehen viele Einzelhändler so, mit denen ich gesprochen habe. Nicht nur in Stralsund, sondern auch auf der Insel Rügen. Ich habe von unterschiedlichen Seiten gehört, dass sie nicht öffnen werden und finde das auch persönlich richtig“, sagt Liefländer.

Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hatte bereits Anfang November zu einem Einkaufsverzicht an Heiligabend aufgerufen. „Die Einzelhandelsbeschäftigten wollen sich wie jeder andere auf das Weihnachtsfest vorbereiten und mit ihren Familien feiern. Wenn Heiligabend dieses Jahr ein Sonntag ist, ist die Überlegung, gerade an diesem Tag die Sonntagsöffnungszeiten anwenden zu wollen, zynisch“, hatte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger geäußert.

Marlies Walther

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