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Stralsund Stralsunds neue Trampeltier-Familie
Vorpommern Stralsund Stralsunds neue Trampeltier-Familie
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07:30 04.07.2016
Menschliche und tierische Mütter mit Kindern gehen auf Tuchfühlung: Corinna Kirst mit ihrem einjährigen Sohn Philipp nähert sich der Trampeltier-Mama mit ihrem zwei Monate alten Baby „Elly“, das im Mai das Licht der Welt im Stralsunder Zoo erblickt hat. Quelle: Fotos: Christian Rödel

Bühne frei für Stralsunds schrecklich nette Trampeltier-Familie: Beim traditionellen Zoofest wurde gestern erstmals das im vergangenen Mai geborene Trampeltier-Baby „Elly“ vorgestellt, das in Begleitung seiner 19-jährigen Mutter „Conny“ auftrat. Tierpflegerin Susanne Panke und Zoo-Meister Rüdiger Banditt begleiteten die beiden Trampeltiere und beruhigten sie gelegentlich, wenn Mutter und Kind angesichts der Menschenmassen etwas gestresst wirkten.

Beim traditionellen Zoofest zeigte sich Trampeltier-Baby „Elly“ erstmals der Öffentlichkeit / Neuer Indoor-Spielplatz in alter Scheune geplant / Polnische Delegation aus Stettin war unter den Gästen

Die große Tiershow war auch in diesem Jahr wieder die Hauptattraktion insbesondere für Kinder. Einen jungen, ebenfalls im vergangenen Mai frisch geschlüpften Steinadler stellte Tierpfleger Kay Deichfischer vor. Der Steinadler wird demnächst einem Falkner aus Brandenburg verkauft, der sich das Tier schon vor längerer Zeit gesichert hatte.

Trotz immer wieder kehrender Regengüsse strömten nahezu alle Stralsunder Generationen in den Zoo der Hansestadt, um hier gemeinsam zu feiern. Der Seniorenbeirat Stralsunds und viele andere Institutionen, Verbände und Interessengruppen hatten zum mittlerweile 12. Fest der Generationen unter dem Motto „Miteinander! Füreinander! Jung und Alt gemeinsam!“ eingeladen.

Oberbürgermeister Alexander Badrow (CDU) erwähnte übrigens während seiner Eröffnungsrede in einem Nebensatz, dass es im Stralsunder Zoo in Zukunft auch einen Indoor-Spielplatz geben soll. Auf Nachfrage der OSTSEE-ZEITUNG bestätigte Zoo-Direktor Christoph Langner, dass es dafür eine Bauvoranfrage gibt.

„Wir planen, eine alte Scheune aus dem Umland hier wieder aufzubauen“, so Langner und fügte hinzu, dass der alte Verwaltungsbau dafür abgerissen werde und auf diesem Terrain der Indoor-Spielpatz entstehen soll. Allerdings schränkte Langner ein: „Die Bauphase bis zur Fertigstellung wird natürlich einige Jahre andauern.“ Das traditionelle Stralsunder Zoo-Fest wurde mit dem Treffen der Generationen gekoppelt und ergänzte sich auf angenehme Weise.

Unter den vielen Gästen war auch erstmals eine polnische Delegation aus Stettin, die auf Einladung des Verdi-Senioren-Ortsverbandes nach Stralsund gekommen war. „Es gibt seit über einem Jahr regelmäßige Kontakte mit dem Stettiner Verband für Senioren und Behinderte“, sagte Rainer Lange vom Vorstand.

Der Seniorenbeirat der Hansestadt stellte für die Gäste aus Polen kostenfreie Eintrittskarten zur Verfügung. Die ehemalige Deutsch- Lehrerin Helena Stephan aus der polnischen Gemeinde Dabie (dem früheren Altdamm) bei Stettin leitete die Abordnung und dolmetschte bei sprachlichen Verständigungsschwierigkeiten.

„Wir haben eine gemeinsame Geschichte, die wir nicht vergessen wollen, doch wir wollen auch in die Zukunft schauen und neue Freundschaften knüpfen“, meinte die 60-jährige Polin. „Es wird natürlich auch sachlich über die politischen Unterschiede unserer beiden Nationen geredet“, betonte die ehemalige Deutsch-Lehrerin.

Noch in diesem Jahr werden die Stralsunder Verdi-Senioren wiederum zum Gegenbesuch nach Stettin reisen.

Die Bewohner des Zoos

900 Tiere in rund 150 Arten und Formen haben im Stralsunder Zoo ihre Heimat. In den Anlagen leben Löwen, Schimpansen, Wölfe, Bären und Bisons.

16 Hektar misst die Gesamtfläche des Zoos. Unter den Bewohnern befinden sich 70 Haustierrassen.

Die Geschichte des Zoos beginnt mit dem „Tiergartenverein Stralsund“, den der Biologielehrer Dr. Frido Schmidt 1928 gründete. 1929 feierten etwa 250 Mitglieder die Errichtung eines Hirsch- und Rehgeheges auf der Küterbastion.

Christian Rödel

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