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00:05 07.02.2018
Abtauchen im Helgolandtunnel, dafür nimmt sich Tierpflegerin Laura Burghardt im Ozeaneum immer mal wieder Zeit. Quelle: Fotos: Miriam Weber
Stralsund

Sie arbeiten an den schönsten Orten Stralsunds. Davon sind Martin Bretschneider und Laura Burghardt überzeugt. Er: Hoch oben über den Dächern der Stadt.

Vom Himmel auf den Meeresgrund: Schornsteinfeger Martin Bretschneider und Tierpflegerin Laura Burghardt lieben ihre Berufe an für sie traumhaften Orten.

Sie: Tief unten, sozusagen auf dem Meeresgrund.

Schornsteinfegermeister Martin Bretschneider liebt seinen Beruf. Genauso wie Zootierpflegerin Laura Burghardt, die sich im Ozeaneum um das Wohl der Aquarienbewohner kümmert.

„Was kann denn schöner sein, als dass man von fast allen Leuten mit einem Lächeln begrüßt wird und Glücksbringer für Jedermann zu sein“, sagt Martin Bretschneider, der seit dem Jahr 2013 Bezirksschornsteinfeger ist. „Das heißt, dass ich für das Stadtzentrum Stralsund und einen Teil von Knieper Nord zuständig bin“, erklärt der 44-Jährige. „Unter anderem kontrolliere ich alle Feuerstätten, die gebaut werden.“ Doch zum Arbeitsfeld eines Schornsteinfegers gehört weitaus mehr, als die Schornsteine der Kamine zu kehren. „Ein wichtiger Teil des täglichen Tuns ist es, Leute zu beraten wenn es um Energieeinsparung, Brand- und Sicherheitstechnik oder Umweltsicherheit geht“, erklärt Bretschneider, dessen Unternehmen seinen Sitz in Lüdershagen hat.

Das traditionelle Kehren macht Martin Bretschneider noch immer viel Spaß, auch wenn es nur noch etwa 20 Prozent der Arbeit eines Schornsteinfegers ausmacht, auf die Dächer zu klettern und auch mal den Blick schweifen zu lassen. „Stralsund ist eine schöne Stadt mit beeindruckenden Gebäuden. Außerdem mag ich die Kloster mit den vielen kleinen Häuschen, das hat immer was von Schweden.“ Das Kehren der Essen ist übrigens auch der Grund dafür, dass die Schornsteinfeger als Glücksbringer gelten. „Früher gab es viele Schadensbrände, die dadurch verursacht wurden, dass zu viel Ruß in den Abzügen war.“ Um 1550 tauchte zum ersten Mal der Beruf des Schornsteinfegers auf. „Dadurch gab es weniger Brände, der schwarze Mann war also der, der das Glück brachte.“ Noch heute gilt dieser Glaube. „Ich werde oft auf der Straße angesprochen und habe schon von Kollegen gehört, dass sie bei Hochzeiten als Glücksbringer dabei sein sollten.“ Genau das mache ja so viel Spaß: „Der Kontakt zu Leuten und dass sie lächeln, wenn sie mich sehen.“

Kontakt hat Laura Burghardt auch. Allerdings zu Seeteufeln und Seenadeln. Was sich fast gefährlich und ein bisschen schmerzhaft anhört, sind Bewohner der Aquarien im Ozeaneum. „Die sind für mich besonders beeindruckend“, sagt die 29-jährige gelernte Zootierpflegerin. Seit sieben Jahren arbeitet sie im Ozeaneum. Das Besondere an ihrem Job? „Es gibt keinen Alltag, keine Routine, das ist das Schöne.“ Eine unglaubliche Bandbreite zählt zu den Aufgaben der Mitarbeiter im Ozeaneum. Der erste Rundgang am Morgen gilt der Technik, „ob dort alles funktioniert“. Dann nach den Tieren schauen, das Futter zubereiten und verteilen und sich um den Nachwuchs der Aquarienbewohner kümmern...

„Wir müssen uns oft neue Lösungen für etwas einfallen lassen, aber genau diese Herausforderungen machen Spaß“, sagt die Stralsunderin und fügt hinzu: „Ich habe in den vergangenen Jahren wirklich schon einiges über die Tiere gelernt, aber es gibt noch so unglaublich viel, das ich nicht weiß.“ Zumal die Kaltwasseraquaristik eine sehr anspruchsvolle Tierpflege sei. „Es ist spannend, wenn neue Tier- oder Korallenarten in unser Museum kommen oder wir herausfinden, wie man Tiere züchten kann, wie etwa bei den Seenadeln, die ich ohnehin mag“, sagt sie mit einem Lachen. „Dort wissen wir, dass sie ordentlich Strecke nach oben brauchen, damit die Tiere miteinander tanzen und die Weibchen den Männchen die Eier geben können.“ Und wenn sich dann noch Erfolg bei der Aufzucht einstellt, sei das ein gutes Gefühl.

Trotz aller Technik und Wissenschaft nimmt sich Laura Burghardt, die bald zum zweiten Mal Mama wird, noch Zeit, um die Schönheit der Wassertiere beobachten zu können. So wie auch die Besucher des Museums selbst, steht sie zum Beispiel gern im Tunnelaquarium „Helgoland“ und schaut ihren Schützlingen dabei zu, wie sie ihre Runden ziehen. Und wenn man dann mal kurz den Dienstblick vergisst, sei das schon fast meditativ. Einer der schönsten Orte in der Stadt eben.

Miriam Weber

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