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Straße von Batevitz nach Kinnbackenhagen wird gebaut

Groß Mohrdorf Straße von Batevitz nach Kinnbackenhagen wird gebaut

445 000 Euro soll der Ausbau als Betonspurbahn in der Gemeinde Groß Mohrdorf (Vorpommern-Rügen) kosten. Trotz Förderung über das Flurneuordnungsprogramm muss die Kommune 56 000 Euro für Eigenanteil schultern.

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Knapp eine halbe Million Euro soll in den Straßenbau zwischen Kinnbackenhagen und Batevitz gesteckt werden.

Quelle: Bauamt Altenpleen

Groß Mohrdorf. Es gibt sie vereinzelt noch – Kommunen, die einen ausgeglichenen Haushalt haben. Groß Mohrdorf ist eine dieser glücklichen, die sowohl im Ergebnis-, als auch im Finanzbereich ohne Minus dastehen. Und das hat laut Bürgermeister Bernd Kopmann (parteilos) einen ganz einfachen Grund: „Wir geben nur das Geld aus, was wir auch haben.“

Kritik an Fördermittelpolitik

Kopmann ärgert es maßlos, dass die Minister durch die Lande fahren und mit Fördermittelbescheiden nur so um sich schmeißen. „Ich sehe das wie meine Nieparser Amtskollegin: Ein Großteil dieses Fördergeldes sollte den Kommunen direkt in die Hand gegeben werden. Wir wissen doch am besten, wo es klemmt und wir dringend investieren müssen.“ Mit der jetzigen Fördermittelpolitik laufe so einiges schief. „Da baut man dann das, was gefördert wird, obwohl man es gar nicht braucht. Anderes ist wichtiger, bleibt aber liegen. Und kaum einer denkt dran, dass die geförderten Dorfgemeinschaftshäuser oder Straßen auch später von der Gemeinde unterhalten werden müssen... Mal abgesehen davon, dass mit den Fördermittelabrechnungen unnötig viele Leute beschäftigt sind“, findet Kopmann, dass man da im Direktfluss einiges einsparen könnte.

Doch das ist vorläufig Wunschdenken, und deshalb ist weiterhin sparsames Wirtschaften angesagt, auch in der 750-Einwohner-Gemeinde Mohrdorf. „Ich denke, wir haben aber trotzdem ein bisschen was gemacht. Die Leute sehen, dass was passiert, zum Beispiel beim Dorfplatz in Mohrdorf“, sagt Bernd Kopmann.

Nur eine große Investition für 2018

Für dieses Jahr ist eine große Straßenbaumaßnahme geplant. Über das Flurneuordnungs-Programm nimmt die Gemeinde den letzten noch nicht sanierten Straßenabschnitt in Angriff, und zwar von Batevitz nach Kinnbackenhagen. Hier werden 2400 Meter als Betonspurbahn ausgebaut. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 445 000 Euro. Aus dem Bodenordnungsverfahren sind rund 390 000 Euro als Förderung zugesagt. Den Rest, immerhin rund 55 000 Euro, muss die Kommune auf den Tisch legen. „Wir wollten diesen Abschnitt schon 2017 bauen, doch dann war im Fördermitteltopf nicht mehr genug drin, so wurden wir auf 2018 geschoben“, erklärt Bürgermeister Bernd Kopmann gegenüber der OZ. Deshalb könne das Projekt also relativ schnell über die Bühne gehen.

Kleine Maßnahmen

Als kleine Maßnahme ist noch die Anschaffung von drei neuen Buswartehäuschen geplant. In Hohendorf, Bisdorf und Batevitz sollen die über 25 Jahre alten Haltestellen ausgetauscht werden. 34 000 Euro stehen dafür im Haushaltsplan. Die Gemeinde, im Amtsbereich Altenpleen übrigens die mit den meisten Ortsteilen, hofft auf einen Fördermittelzuschuss von 25 000 Euro. Ein weiterer kleiner Posten sind neue Funkgeräte für die Feuerwehr, dafür sind 800 Euro vorgesehen.

Einnahmen und Ausgaben auf einen Blick

592 000 Euro hat die Gemeinde an Umlagen und Steuern zu berappen, darin enthalten sind Amts- und Kreisumlage, die Kita-Kosten, aber auch die Ausgaben für die Feuerwehr. Rund 40 000 Euro kommen noch einmal für Personalaufwendungen hinzu,  16000 als Aufwandsentschädigung fürs Ehrenamt, 24 000 Euro für den Gemeindearbeiter. Wichtigste Einnahmequellen sind die Einkommenssteuer mit 245 000 Euro und die Landes-Schlüsselzuweisung von 204 000 Euro. Nimmt man Einnahmen von Hundesteuer bis Gewerbesteuer dazu, kommt Mohrdorf auf Erträge von 643 000 Euro.

Sommer Ines

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