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Stralsund Streit ums Schulessen - Kompromiss in Sicht
Vorpommern Stralsund Streit ums Schulessen - Kompromiss in Sicht
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06:36 27.04.2018
In der Altenpleener Schule wird das Essen bald mehr kosten. Quelle: AIU
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Altenpleen

Im Streit ums Schulessen in der Altenpleener Kranich-Grundschule ist jetzt ein Kompromiss in Sicht.

Sollte der Preis für eine Portion zunächst von 3,15 auf 3,42 Euro steigen, steht nach der letzten Amtsausschuss-Sitzung fest: Die Eltern müssen künftig auf jeden Fall weniger als 3,36 Euro berappen.

Ausgangspunkt des Disputes war eine Forderung des Amtes Altenpleen, das Schulträger ist: Nach der Sanierung der Schule, die auch eine nagelneue Küche mit sich brachte, wollte das Amt monatlich 170 Euro Miete vom Essenanbieter, dem Internationalen Bund (IB), auch gedacht für Pflege und Wartung. Der IB wiederum reagierte darauf mit einer Preissteigerung. Die allerdings beruht nicht nur auf die Mietforderung, wie man im Amtsausschuss hören konnte. „Wir müssen alle Essenpreise auf den Prüfstand stellen. Bei den Stralsunder Schulen ist das schon durch“, erklärte Yvonne Werner, stellvertretende IB-Bereichsleiterin, und zählte die Gründe dafür auf:

„Erstens sind die Lebensmittel teurer geworden, zweitens haben wir auf Tariferhöhungen für unser Personal zu reagieren, da steht im Herbst die nächste Runde an. Drittens müssten wir natürlich auch die angedachte Miete einrechnen.“ Dabei kam auch zur Sprache, dass die Versorgung der Grundschule Altenpleen für den Essenanbieter ein Minusgeschäft sei. „Dennoch wollen wir die Schule weiter beliefern“, sagte Küchen-Chefin Gabriele Peters. Der IB müsse einerseits wirtschaftlich denken, sei aber auch ein gemeinnütziger Verein. Deshalb brauche man die schwarze Null. Um die zu erreichen, hatten die IB-Vertreter mehrere Varianten im Angebot.

Letztendlich stimmte der Amtsausschuss mit 8:1 für den Vorschlag von Andreas Könning aus Kramerhof. „Das Amt sollte auf die Miete verzichten, dafür sorgt der Träger für Reparatur und Wartung der Küchentechnik. Dann müsste der Preis fürs Essen ja wesentlich unter 3,39 Euro liegen.“ Wie tief der sinkt, konnte der IB noch nicht sagen. „Wir rechnen neu und geben dann Bescheid, aber billiger wird es auf jeden Fall“, so Yvonne Werner.

Schulessen sollte kostenlos sein

3,15 Euro haben die Altenpleener Eltern bisher bezahlt. Wegen Erhöhung der Lebensmittelpreise und steigender Personalkosten will der Internationale Bund – unabhängig von einer Mietforderung – den Preis pro Portion erhöhen, um diese Kosten abzufedern.

20 245 Portionen liefert die IB-Küche jährlich an die Altenpleener Kranich-Grundschule. Das solle so bleiben, so der IB. Der neue Preis werde deutlich unter 3,39 Euro liegen, so der IB.

Ungerecht finden die Essenanbieter, dass Hotels nur mit sieben Prozent Mehrwertsteuer belegt werden, die Großküchen aber mit 19 Prozent. Viel besser wäre es, das Schulessen generell für alle Kinder kostenlos anzubieten, meinten die IB-Vertreter. Das erfordere eine politische Entscheidung, so der Amtsausschuss.

Sommer Ines

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