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Stralsund Strom von hier - für uns
Vorpommern Stralsund Strom von hier - für uns
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00:00 30.11.2017
Die Elektrotankstelle soll demnächst für alle Interessierten der Umgebung nutzbar sein.
Pantelitz

Wenn es nach Christian Wenzel geht, soll die Energie, die hier erzeugt wird, auch hier genutzt werden können. Nachdem der Elektroanlagenbau Wenzel das Betriebsgebäude und die eigenen Wohnhäuser bereits mit Solarmodulen speist, sollen nun die Pläne für einen Solarpark Gestalt annehmen und umgesetzt werden.

In Pantelitz plant die Elektroanlagenbau Wenzel GmbH einen eigenen Solarpark

Am Ende der Pantelitzer Lindenstraße könnte schon im nächsten Jahr ein Solarpark ans Netz gehen. „Betreiber anderer Anlagen verkaufen den Strom zu 100 Prozent an große Versorger. Das wollen wir nicht“, sagt Christian Wenzel. „Wir wollen den Kreislauf schließen. Hier Strom erzeugen und verwerten. Der Plan ist, nicht nur uns selbst, sondern auch weitere umliegende Häuser zu versorgen“, erklärt der 38-jährige Geschäftsführer.

In der letzten Gemeindevertretersitzung gab es für dieses Vorhaben nur Zustimmung. „Die Idee finden wir gut“, sagt Bürgermeister Fred Schulze-Weingarten. „Wenn ein Unternehmen aus dem Ort hier investieren will und den Strom dann nicht nur in den Süden schicken, sondern selbst nutzen möchte, sind wir positiv gestimmt.“

Wenn alles nach Plan läuft, könnte das Unternehmen – das über reichlich Erfahrung mit dem Anschluss von Solar- und auch Windparks verfügt – dann spätestens im Sommer den Aufbau und die Inbetriebnahme in die Hand nehmen. „Jetzt sind wir dabei, akribisch die Planung voranzutreiben. Der Aufbau ist dann der geringere Aufwand“, ist Christian Wenzel zuversichtlich.

Auf der knapp 4000 Quadratmeter großen Fläche wird die Anlage von 500 kWp aber nicht klassisch nach Süden ausgerichtet werden, wie Christian Wenzel berichtet. „Um sich auch morgens und abends selbst versorgen zu können, werden die Module nach Ost und West ausgerichtet“, erklärt er.

Die Ladestelle für Elektrofahrzeuge, die bisher nur das firmeneigene Auto versorgt, soll dann ebenfalls für alle nutzbar werden. Die umweltfreundlichen Pläne des Familienunternehmens finden damit aber noch kein Ende. „Umweltschutz ist uns persönlich und auch als Unternehmen wichtig“, betont Ehefrau Svea Wenzel. Auch auf dem Werkstattgelände am Anfang der Straße würden sich die Inhaber solch eine Ladestelle wünschen. Außerdem wird bereits der zweite Elektro-Firmenwagen erwartet. „Auch ein Batteriespeicher für die Solaranlage, damit der Überschuss nicht verkauft werden muss, sondern auch nachts an die Nutzer im Umfeld abgegeben werden kann, wäre ein nächster Schritt“, so Christian Wenzel.

Überlegt wird auch, wie man die Gebäude der näheren Umgebung an den geplanten Solarpark anschließen kann. Dazu sollen dann nicht nur die eigenen Betriebs- und Wohnhäuser, sondern auch die Räume von Ehefrau Svea – die Lifecoaching, Hypnose und Entspannung anbieten möchte – und weitere Nachbarn gehören.

Wenke Büssow-Krämer

OZ

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