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Studenten sollen vor Prüfung Krankheiten offenlegen

Stralsund Studenten sollen vor Prüfung Krankheiten offenlegen

Die Stralsunder Fachhochschule will künftig verlangen, dass Studierende ihren Arzt von der Schweigepflicht entbinden, wenn sie eine Prüfung wegen Krankheit verschieben wollen.

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Die Stralsunder Fachhochschule will künftig verlangen, dass Studierende ihren Arzt von der Schweigepflicht entbinden, wenn sie eine Prüfung wegen Krankheit verschieben wollen.

Quelle: Jörg Mattern

Stralsund. Wer ist wirklich krank genug, um eine Prüfung verschieben zu dürfen? Damit das beurteilt werden kann, sollen Studenten der Fachhochschule (FH) Stralsund künftig ihren Arzt von der Schweigepflicht entbinden. Der soll dann in einem Formular, das der OZ vorliegt, umfassende Angaben zu Diagnose und Symptomen machen. Egal, wie intim die Leiden sind, ob Armbruch oder Geschlechtskrankheit: Soll die Prüfung verschoben werden, will die FH wissen, wo genau es weh tut. Auf Basis dieser Daten soll dann eine Kommission entscheiden, ob der Student aus ihrer Sicht zu krank für einen Test ist. Bisher genügte es, ein Attest ohne Details zur Krankheit einzureichen.

Der Allgemeine Studierendenausschuss (Asta) der FH wehrt sich gegen dieses Vorgehen. „Da werden alle unter Generalverdacht gestellt, ungerechtfertigte Atteste einzureichen“, sagt Asta-Referent André Jakowlow. Auch die Behörde des Landesdatenschutzbeauftragten MV bewertet das Formular kritisch. „Wir sehen Beratungsbedarf bei der inhaltlichen Gestaltung“, sagt Abteilungsleiter Werner Baulig.

Die Leitung der Stralsunder FH begründet ihren Schritt mit den Prüfungsordnungen, in denen bei Erkrankung ein ärztliches Attest vorgesehen ist. „Bisher vorgelegte Nachweise erfüllten teilweise nicht die Vorgaben der Ordnungen und können so mitunter zur Ungleichbehandlung der Studierenden geführt haben“, sagt Susanne Bowen, Kanzlerin der FH. Nach Protesten hat der Senat am Dienstag aber entschieden, das Formular nicht schon zum Sommersemester einzuführen, sondern sich erst vom Landesdatenschutzbeauftragten beraten zu lassen.

Von Alexander Müller

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