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Studentenclub „8cht Vorne“ macht zu

Stralsund Studentenclub „8cht Vorne“ macht zu

Damit verschwindet eine der letzten Diskos in Stralsund, in denen die Nacht durchgetanzt werden konnte. Doch die Macher haben bereits etwas Neues vor.

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Am Tresen von „Knuts Bar“ (v.l.): Fabian Schwabe, Lars-Ole Größel und Josephine Hoffmann vom „Carpe-Diem“-Verein.

Quelle: Fotos: Alexander Müller

Stralsund. Noch ein Party-Wochenende, noch einmal stundenlang tanzen und feiern, dann ist es vorbei. Der Stralsunder Studentenkeller „8cht Vorne“, einer der letzten Nachtclubs der Stadt, schließt Ende dieser Woche für immer seine Tür. In dem Gewölbe unter dem Restaurant „Fischermann’s“ im Stralsunder Hafen gingen seit 2012 etliche Veranstaltungen über die Bühne, zuletzt drei pro Woche. Den Namen „8cht Vorne“ gibt es sogar noch viel länger, der Klub war schon an vielen Orten in der Stadt beheimatet. Nun ist er Geschichte.

OZ-Bild

Damit verschwindet eine der letzten Diskos in Stralsund, in denen die Nacht durchgetanzt werden konnte. Doch die Macher haben bereits etwas Neues vor.

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Wann und wo

Knuts Bar -

Der Studentenkeller

Mönchstraße 41, täglich geöffnet ab 19 Uhr

Abschiedsparty

„Closing Weekend“ im „8cht Vorne“, kommenden Freitag und Samstag jeweils ab 22 Uhr

An der Fährbrücke 3,

unter dem Restaurant

„Fischermann’s“

Doch traurig sind die Macher darüber nicht, sie konnten sich schon lange nicht mehr mit ihren eigenen Partys identifizieren. „Wir hatten nicht mehr das Gefühl, dass wir die studentische Kultur damit so fördern können, wie wir es uns vorstellen“, sagt der 23-jährige Fabian Schwabe vom „Carpe Diem“-Verein, dessen Mitglieder das „8cht Vorne“ betrieben haben. Das Ziel des Vereins sei es eigentlich nicht, einfach nur Partys zu organisieren, auf denen außer Musik und Alkohol nichts geboten wird – genau dieser Eindruck sei aber entstanden.

„Wir machen viel mehr: Lesungen, Konzerte, Quizabende und Poetry Slams. All das ist aber in den letzten Jahren irgendwie untergegangen“, sagt Fabian Schwabe. Die Location sei zudem von Anfang an nur eine Notlösung gewesen. Viel zu groß, viel zu ungemütlich. Zuletzt seien dann auch noch die Gäste immer weniger geworden – der beste Zeitpunkt also für einen kompletten Neuanfang.

Der heißt „Knuts Bar“ und befindet sich in der Mönchstraße, genau dort, wo früher die Bar „Campus“ war. Die Einrichtung zeigt schon, wie sich die Studenten ihre neue geistige Heimat vorstellen. In jeder Ecke stehen alte Sessel, daneben Stehlampen, die aus Omas Wohnzimmer stammen könnten, die Barhocker tragen Blümchenmuster. Es gibt eine Tischtennisplatte und einen Kickertisch.

„Das ist unser Wohnzimmer. Die Leute sollen hier nach Hause kommen“, sagt Fabian Schwabe. Seine Kollegin Josephine Hoffmann (27) hat noch mehr Ideen: „Vielleicht bieten wir irgendwann Hausschuhe an?“

Das heißt aber auch: Die Zeit der fetten Partys ist erstmal vorbei, der Fokus wird auf ruhigeren Veranstaltungen liegen. Dazu gehören etwa Kneipenquiz, Pokerturniere und Live-Musik.

Die Frauen und Männer des „Carpe Diem“-Vereins sehen sich dabei auch als Verteidiger eines Studententypus, den es heutzutage immer weniger gibt. „Das Problem ist doch, dass die Leute mittlerweile nur noch geradlinig ihr Ding durchziehen wollen. Schnell fertig studieren und dann nichts wie weg“, sagt Lars-Ole Größel (30), Geschäftsführer von „Knuts Bar“ und ebenfalls bei „Carpe Diem“. Ihnen ginge es aber darum, dass sich Studenten auch in der Stadt engagieren.

Alexander Müller

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