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Sundair muss vors Amtsgericht

Stralsund Sundair muss vors Amtsgericht

Im Fall der Stralsunder Fluggesellschaft geht es um Ausgleichszahlungen für annullierte Flüge

Stralsund. Noch gar nicht richtig in der Luft und schon Probleme: Die Stralsunder Fluggesellschaft Sundair steht in einer Verhandlung um Ausgleichsansprüche in Höhe von 800 Euro vor dem Stralsunder Amtsgericht.

Der Fall ist nicht ganz einfach. Ein Ehepaar hatte bei einem Reiseveranstalter eine Pauschalreise nach Griechenland gebucht. Der Flug am 13. Juli dieses Jahres sollte ursprünglich mit einer Maschine von Sundair stattfinden. Doch bis zu diesem Zeitpunkt hatte die Fluggesellschaft noch keine Betriebserlaubnis für die zwei eigenen Maschinen vom Luftfahrtbundesamt erhalten. Das passierte erst im September, denn bei der Anpassung der eingesetzten Maschinen an europäische Standards war es immer wieder zu Verzögerungen gekommen.

Ergebnis der fehlenden Betriebserlaubnis für die Eheleute: Ihr geplanter Flug nach Heraklion wurde annulliert. Probleme, durch die das Paar einen ganzen Urlaubstag verlor, gab es zudem bei der Rückreise. Grund genug für die beiden, sich an die Flightright GmbH zu wenden, eine Gesellschaft, die sich um die Rechte von Fluggästen kümmert und nun Sundair verklagt.

Doch das Stralsunder Unternehmen sieht sich nicht in der Pflicht. Die Crux: In der sogenannten Fluggastrechteverordnung heißt es, dass ein Luftfahrtunternehmen seinen Gästen dann einen Ausgleich für annullierte Flüge leisten muss, wenn es Flüge angeboten hat und diese dann wegen eines Wegfalls der Betriebserlaubnis nicht realisieren konnte. Unklar ist hingegen, wie es in diesem umgekehrten Fall aussieht. Ein Unternehmen, das in Erwartung der Betriebserlaubnis ist, bietet bereits Flüge an, kann diese dann aber wegen der fehlenden Erlaubnis doch nicht umsetzen. „Wir müssen prüfen, was diese Fluggastrechteverordnung umfasst“, erklärte Richter David Edlich. Eine Möglichkeit wäre, den Europäischen Gerichtshof um eine Vorabentscheidung zu ersuchen. Schließlich sei man am Amtsgericht bisher noch nicht in den Genuss gekommen, Fluggastrechte zu verhandeln, so Richter Edlich.

Merkwürdig sei außerdem, dass sich das Paar nicht direkt an den Reiseveranstalter gewandt hat, denn dann wäre Sundair für einen Ausgleich für die Fluggäste aufgekommen. Doch nun gestaltet sich die Sache komplizierter, denn das Paar hat seine Forderungen an Flightright verkauft.

Ein neuer Verhandlungstermin wurde für Januar 2018 angekündigt.

Miriam Weber

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