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Stralsund Tafel: Supermärkte geben weniger Essen für Bedürftige
Vorpommern Stralsund Tafel: Supermärkte geben weniger Essen für Bedürftige
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17:14 09.02.2018
Mitarbeiter der Stralsunder Tafel sortieren Obst und Gemüse für die Ausgabe. Sie sind auf Spenden von lokalen Betrieben angewiesen. Quelle: Dana Frohbös
Stralsund

Wer kaum Geld für Essen hat, muss derzeit lange auf Hilfe warten. Weil die Stralsunder Tafel immer weniger Lebensmittel von Supermärkten bekommt und die Zahl der Kunden gleichzeitig gestiegen ist, müssen sich Bedürftige in eine lange Warteliste eintragen. Die wird zwar Stück für Stück abgearbeitet, es stehen aber dennoch weiterhin 140 Personen darauf. Sie müssen bis zu mehrere Monate warten, bis sie in das Verteilsystem der Tafel aufgenommen werden können. Während früher 150 Leute pro Tag ein Paket mit nach Hause nehmen konnten, sind es derzeit nur noch 130 Personen. Da jeder Kunde nur einmal pro Woche kommen darf, ist das eine einschneidende Reduzierung.

Das kosten Essenspakete bei der Tafel

2 Euro müssen Erwachsene für ein Lebensmittelpaket bei der Stralsunder Tafel bezahlen. Für Kinder kostet es einen Euro. Kunden müssen dafür ihre Bedürftigkeit nachweisen.

Weil Supermärkte genauer kalkulieren, bleibt weniger Essen übrig

Hauptgrund für den Engpass ist laut Leiterin Kornelia Uschmann die Schließung des Citti-Marktes im Strelapark im vergangenen Jahr. Von dort hatte die Tafel zuvor ein Drittel ihrer Lebensmittel bezogen. Der Nachfolger Famila gibt zwar ebenfalls Essen an die Bedürftigen, das aber in viel kleinerem Umfang. Die Citti-Schließung ist aber nicht das einzige Problem: „Wir bekommen generell weniger Essen von den Supermärkten. Durch die starke Konkurrenz kalkulieren sie genauer, so dass weniger für uns übrig bleibt“, sagt die Tafel-Chefin. 

Fast die Hälfte der Kunden sind Flüchtlinge

Das Problem der knappen Nahrungsmittel hat sich zudem durch die steigende Zahl von Bedürftigen bei der Stralsunder Tafel zugespitzt. Insbesondere der Zuzug von Asylbewerbern war dafür laut Kornelia Uschmann maßgebend. 600 Personen werden derzeit pro Woche versorgt. Fast die Hälfte davon sind Flüchtlinge. Wenn jemand richtig Hunger leidet, wird er aber trotz Engpass nicht weggeschickt. Kornelia Uschmann sagt: „Für Notfälle finden wir immer eine Lösung.“

Alexander Müller

Konkrete Aussagen zum Baubeginn traf Minister Christian Pegel (SPD) im Forum des Barther SPD-Ortsvereins nicht. Er sei aber so optimistisch wie noch nie, gab er zu. Knapp 100 Zuhörer und Verfechter der Darßbahn kamen zur Diskussion ins Bibelzentrum.

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