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Stralsund Tagespflege wird Angebot des Hospiz „Gezeiten“ bereichern
Vorpommern Stralsund Tagespflege wird Angebot des Hospiz „Gezeiten“ bereichern
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00:00 13.06.2017
Stralsund

Der Termin steht fest, die Einladungskarten sind verschickt: Am 7. Juli wird mit einem feierlichen ersten Spatenstich der Neubau des Stralsunder Hospizes „Gezeiten“ auf den Weg gebracht.

„Die Baugenehmigung haben wir im Haus, der Kreditvertrag ist unterschrieben“, sagt Sabine Schwanz, Geschäftsführerin der Stralsunder Wohlfahrtseinrichtungen (WfE), dem Träger des Hospizes.

Gegenwärtig wird auf dem WfE-Gelände am Grünhufer Bogen Baufreiheit geschaffen. Ein Bagger reißt einen Komplex von drei Garagen ab, schafft ein Stück mehr Platz neben dem Pflegehotel. In dessen Nachbarschaft wird der Neubau entstehen.

Die Bausumme für das Vorhaben liegt bei etwa 1,5 Millionen Euro. Laut Sabine Schwanz entfallen davon eine Million auf den Kredit, 300000 Euro auf die Unterstützung durch die Hermann Reemtsma Stiftung sowie 100000 Euro, die der Förderverein stationäres Hospiz für den Neubau eingeworben hat. Nicht vergessen ist die große Anteilnahme der OZ-Leser zur Weihnachtsaktion „Helfen bringt Freude“ 2016. Fast 84000 Euro wurden in der Adventszeit gespendet, um die Terrassen der acht Pflegezimmer krankengerecht ausstatten zu lassen sowie die Außenanlagen ansprechend zu gestalten.

Dank der tatkräftigen Unterstützung wird es möglich sein, im Neubau künftig eine Tagespflege, für sterbenskranke Menschen einzurichten. „Sie soll das Los jener Familien erleichtern helfen, die ihre Angehörigen gerne zu Hause pflegen möchten, aber das wegen beruflicher Verpflichtungen nicht rund um die Uhr können“, erläutert Sabine Schwanz.

Viele Menschen aus Stralsund und der Region haben dafür an einem Strang gezogen, dass der Neubau des stationären Hospizes Wirklichkeit wird. Im Januar 2007 hatte sich der Hospiz-Verein gegründet und bietet seither eine ambulante Hospizbegleitung für Betroffene an. 2010 stellte sich die Bürgerschaft der Hansestadt hinter die Idee auf dem Gelände der Wohlfahrtseinrichtungen ein Hospiz bauen zu lassen. 2013 war der Förderverein stationäres Hospiz Stralsund an den Start gegangen, um die Öffentlichkeit für den Neubau zu sensibilisieren und Spenden zu sammeln. Am 1. April 2016 Jahres dann ein erster Zwischenschritt: Das Hospiz „Gezeiten“ nahm seine Arbeit zunächst in einem Pflegeheim-Trakt der Wohlfahrtseinrichtungen auf.

Für Dr. Sebastian Giesen, Geschäftsführer der Hermann Reemtsma Stiftung ist es gerade dieses Zusammenwirken so vieler Menschen in der Hansestadt für das Hospiz, die den Ausschlag für die Entscheidung des Stiftungsvorstandes gegeben hat, den Neubau zu unterstützen. Giesen:„Hospizverein, Förderverein und die Wohlfahrtseinrichtungen als Träger des Bauvorhabens haben ein Projekt vorgestellt, das ein Hospiz anstrebt, das mitten im Leben angesiedelt ist und das die Unterstützung vieler Stralsunder hat.“

Jörg Mattern

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