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Stralsund Technikverein hat bei Aktion der Sparkasse die Nase vorn
Vorpommern Stralsund Technikverein hat bei Aktion der Sparkasse die Nase vorn
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00:01 23.03.2016

In diesem Jahr hat die Sparkasse Vorpommern erstmals gemeinnützige Vereine in ihrem Geschäftsgebiet aufgerufen, sich mit einem Projekt um eine finanzielle Zuwendung zu bewerben. Name der Aktion: „Sparkasse Vorpommern für Vereine“. Mitmachen lohnt sich, denn jeder Verein kann immerhin bis zu 3000 Euro erhalten. Insgesamt 127 Anträge seien in der Zeit vom 4. Januar bis zum 29. Februar eingegangen, teilte Kati Ambrosat von der Sparkasse Vorpommern mit. Aus diesen wurden zwölf Vereine ausgewählt, deren Projekte auf der Internetseite www.sparkasse-vorpommern-fuer-vereine.de präsentiert werden. Wie viel Geld der jeweilige Verein am Ende bekommen wird, entscheidet sich in einer Online-Abstimmung auf der Internetseite. Am 14. März war der Start. Das Prinzip ist ganz einfach: Je mehr Klicks das Projekt erhält, umso größer ist die Fördersumme, die die Sparkasse Vorpommern dafür zur Verfügung stellt. Für 500 Stimmen gibt es übrigens 500 Euro von der Sparkasse. Die sind einigen der unter den Top 12 gelisteten Vereinen bereits jetzt sicher. Jeder kann mitmachen — mit einem Klick auf www.sparkasse-vorpommern-fuer-vereine.de das Projekt auswählen, für das man abstimmen möchte. Dazu besteht noch bis zum 30. April die Möglichkeit. Die Nase weit vorn hat der Förderverein des Technischen Museums Flugplatz Pütnitz mit 2255 Klicks (Stand gestern 17.42 Uhr). Der Verein möchte ein Traditionsschiff restaurieren, dass im Technikmuseum ausgestellt wird. Name des Pütnitzer Projektes: KB 12 „Stralsund“. „KB steht für Kontrollboot“, erläutert der Vereinsvorsitzende Frank Müller-Meinke. Gebaut wurde es 1969 auf der Yachtwerft Berlin für die Wasserschutzpolizei. Dort war es bis 1975 im Einsatz, dann kam das Boot unter dem Namen „Stralsund“ zur Fischereiaufsicht und hatte seinen Liegeplatz in Rostock. Dort war die „Stralsund“ bis 1993 im Dienst und kam nach der Ausmusterung nach Hamburg zur Werft. „Von dort wurde das Boot nach erfolgter Reparatur von dem neuen Besitzer nicht abgeholt. Von einem Hamburger übernommen, lag es dann zehn Jahre in der Nähe der Werft auf dem Trockenen. Dann erfolgte der Weiterverkauf an einen Hamburger Gemüsehändler. Auch der ließ das Boot zehn Jahre auf dem Trockenen liegen“, erzählt Müller-Meinke. Von dem Gemüsehändler hat es der Technikverein 2014 dann schließlich erwerben können.

Zwar sind durch die 20 Jahre Liegezeit an Land erhebliche Schäden am Rumpf entstanden, das Gute daran war aber, dass während dieser Zeit keine Umbauten vorgenommen wurden und das Boot dadurch nahezu original erhalten blieb.

Es gehe bei diesem Projekt aber nicht nur um die Wiederherstellung des Bootes, erläutert Müller-Meinke. Mit der „Stralsund“ wolle der Technikverein in die Jugendarbeit einsteigen und den Grundstock für eine maritime Jugendgruppe schaffen. „Wir möchten Jugendliche gewinnen, die Interesse an Booten und dem maritimen Brauchtum haben und sich unter dem Dach des Technikvereins mit diesen Themen beschäftigen wollen.“ Mit diesem Projekt betrete man Neuland, erläuterte der Vereinsvorsitzende weiter. Aber er sei guter Dinge, dass man erfolgreich sein werde. Denn schließlich würden im Verein, der derzeit 41 Mitglieder und vier Anwärter hat, auch mehrere Leute mitarbeiten, die sich speziell mit dem Erhalt und der Pflege maritimer Ausstellungsstücke beschäftigen, darunter auch ein ehemaliger Ausbilder für Jugendliche. Ziel ist es, das Boot wieder zum Schwimmen zu bringen. Der Original 6-Zylinder-Dieselmotor aus Schönebeck konnte jedenfalls schon zum Laufen gebracht werden.

Wann immer das Boot dann zu Wasser gelassen werden kann, einen Liegeplatz gibt es bereits. Dafür hat die Stadt Ribnitz-Damgarten im vergangenen Jahr durch den Bau eines Anlegesteges auf der Pütnitzer Seite des Ribnitzer Sees gesorgt.

OZ

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