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Trauriger Kindertag für Pia: Ihr geliebtes Federvieh ist weg

Lancken-Granitz Trauriger Kindertag für Pia: Ihr geliebtes Federvieh ist weg

Unbekannte haben in Lancken-Granitz sechs kleine Gänse und zwei Enten gestohlen / Hobbyzüchter Oliver Mierswa erstattete Anzeige und hofft auf Hinweise der Bevölkerung

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Die zweijährige Pia vermisst das Geschnatter ihrer Gänse. Seit Dienstag ist das Gatter leer.

Quelle: Fotos: Steffi Besch

Lancken-Granitz. Als Oliver Mierswa, seine Frau Rebecca und die Töchter Pia und Isabel am Dienstag aus dem Haus in der Dorfstraße 5 traten, um den kleinen Gänsen und Enten im Garten einen guten Morgen zu wünschen, blieb das gewohnte, aufgeregte Geschnatter aus. Stumm war es auf dem Hof in Lancken-Granitz. Die Tiere sind weg. Gestohlen. Da ist sich der 29-jährige leidenschaftliche Hobbyzüchter, der auch Vögel, Hasen und Hühner besitzt, sicher.

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Unbekannte haben in Lancken-Granitz sechs kleine Gänse und zwei Enten gestohlen / Hobbyzüchter Oliver Mierswa erstattete Anzeige und hofft auf Hinweise der Bevölkerung

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„Es liegen nirgends Federn umher und auch sonst deutet nichts auf den nächtlichen Besuch eines Fuchses hin. Es haben sich wohl Diebe auf zwei Beinen auf unser Gehöft geschlichen und die acht Wochen alten Gänse und Enten gestohlen,“ erzählt Oliver Mierswa inmitten des leeren Gatters. Eine Handvoll Hühnerküken blieb verschont. Ebenso die vielen unterschiedlichen Vögel in der Voliere nebenan. „Die Diebe kannten sich mit den Gegebenheiten vor Ort und anscheinend auch mit den Tieren aus. Denn gerade die Gänse schlagen sofort Alarm, wenn jemand kommt und erst recht, wenn sie eingefangen werden.“

So hätten die wohl mindestens zwei Täter den Feldweg bis zur Leichenhalle auf dem Friedhof befahren und seien dann über einen niedrigen Zaun auf das Grundstück gelangt. „Der war niedergetreten. Ich habe auch Fußspuren auf dem Friedhof gefunden. Da geht sonst keiner lang und der Weg ist nicht so bekannt“, sagt der Familienvater.

Besonders Tochter Pia hing an dem Federvieh. Die Zweijährige beobachtete die jungen Pommerngänse und selbst gekreuzten Enten schon in der Brutmaschine, verfolgte ihre Entwicklung unter der Rotlichtlampe und auch den Umzug nach draußen. Das war vor zwei Wochen. „Pia ging immer zuerst zu den Gänsen, fütterte sie mit Grünzeug und Brot, sprach mit ihnen. Wir nannten sie schon die zweite Gänsegisel, nach ihrer Urgroßmutter, die damals in Thüringen die Gänse durch das Dorf trieb“, erzählt Mutter Rebecca Steinhäuser. „Als Pia am Morgen die leere Wiese sah, weinte sie natürlich. Schwer zu erklären, was da passiert ist.“

„Husch, husch – da kommen die angeflitzt“, räumt die kleine Pia ein. Doch schnattert und watschelt nun nichts mehr über den Hof. Pia vermisst ihre Gänse sehr und Papa Oliver ist stinksauer, fuhr und telefonierte schon am Dienstag die gesamte Umgebung ab, fragte nach, erstattete Anzeige. Die beiden Polizisten des Sassnitzer Reviers machten dem jungen Züchter aber keine große Hoffnung.

„Es ist ja nicht nur, dass die Kinder jetzt unheimlich traurig sind. Auch ich. Das mit der Zucht ist mein Ding. Da kann ich mal vollkommen abschalten. Auch wenn es viel Arbeit ist“, sagt Oliver Mierswa. Das ginge schon mit den selbstgebauten Brutmaschinen los, in denen die Eier 30 bis 35 Tage bleiben. „Dort müssen sie dreimal täglich gewendet und zweimal am Tag für jeweils 20 Minuten zum Abkühlen herausgenommen werden. Das simuliert das Aufstehen und Fressen der Mutter-Gans. Nachdem sie geschlüpft sind, verbringen sie einige Tage unter der Rotlichtlampe im Stall. Dann erst können sie raus.“

Den Schaden beziffert er auf etwa 120 Euro. Aber nur der Wiederbeschaffungswert wäre auf etwa 15 Euro pro Tier zu schätzen. „Der Aufwand muss höher gemessen werden, als das, was die Tiere wert sind.

Strom und Futter sind da auch noch nicht dabei.“

Oliver Mierswa hatte 36 Gänse und 22 Enten. Die meisten hat er innerhalb der Familie verschenkt. „Die haben jetzt alle schöne Tiere – und wir gar nichts mehr. Aber vielleicht hat ja jemand etwas gesehen oder bemerkt.“

Hinweise bitte per Mail an lokalredaktion.ruegen@ostsee-zeitung.de oder ☎ 0 3838/2014831.

Steffi Besch

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