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Trendig: Fete mit Kleiderwechsel

Stralsund Trendig: Fete mit Kleiderwechsel

Zur ersten Stralsunder Fair-Tausch-Party trafen sich 28 Frauen im Bistro am Ozeaneum.

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Tochter Nina und Birgit Kranich sind auf der Tauschparty schnell fündig geworden, gut beraten von Organisatorin Susann Knobloch (v.l.).

Quelle: Christian Rödel

Stralsund. Bei der ersten Stralsunder Fair-Tausch-Party im Pausch-Bistro des Ozeaneums ging es am vergangenen Mittwochabend unaufgeregt zu. Zur Begrüßung gab‘s für die Interessentinnen einen spritzigen Hugo — Sekt mit Holunderblütensirup.

Wenig später gehen 28 Frauen ganz entspannt an die Kleiderständer, um sich einen ersten Überblick über die Blazer, Schuhe, Schmuckgegenstände und andere modische Accessoires zu verschaffen.

„Bei uns sind 50 Anmeldungen eingegangen, aber dafür hätten unsere räumlichen Kapazitäten leider nicht ausgereicht", bedauert Organisatorin Christin Knobloch, die es gemeinsam mit ihrem Chef Thomas Pausch einfach mal wagen wollte, den Fair-Tausch-Trend aus den Metropolen auch in Stralsund an den Start zu bringen.

„Das ist eine Superidee, hier eine solche Tausch-Börse anzubieten. Bei der nächsten Party bin ich auf jeden Fall auch dabei", sagt Elke Brydda (61), die mit vollen Beuteln nach Hause geht und sich ihre gerade eingetauschte Kette gleich um den Hals gebunden hat.

„Das Prinzip des Fairtauschens läuft ohne Zahlungsmittel ab, denn wir haben am Tag zuvor alle abgegebenen Sachen von einer Jury mit Punkten bewerten lassen", erklärt Susann Knobloch, die ihrer Zwillingsschwester Christin bei der Vorbereitung half. Pro Kleidungsstück werden je nach Erhaltungszustand auf einer Skala von eins bis zehn Punkte verteilt — die Zahl der abgebenen Stücke wurde auf zehn limitiert. Jede Teilnehmerin bekommt dann einen sogenannten Wäschezettel, auf dem sie die Bewertungspunktzahl für ihre abgegebenen Kleidungsstücke findet. Im Bewertungsrahmen dieser Punktzahl kann sich nun jede Frau einen Gegenwert an Kleidungsstücken aus dem Angebot heraus suchen.

„Ich habe schon tolle Sachen gefunden, die ich jetzt anprobieren möchte", meint Nina Kranich (26), die mit ihrer Mutter Birgit gekommen ist. „Meine älteste Tochter, die in Berlin lebt, kannte den Fair-Tausch-Trend schon aus der Hauptstadt und hat uns empfohlen, hierher zu kommen", erzählt die Lehrerin Birgit Kranich. Sogar für ihre sechsjährige Enkeltochter Noke hat Birgit Kranich etwas Passendes gefunden.

„Wir planen wegen der guten Resonanz für Mai eine weitere Tausch-Party. Doch vorher wollen wir Ende April eine Tausch-Börse für Kindersachen organisieren", sagt Christin Knobloch. Zu diesem Zweck können Eltern am 29. April im Pausch-Bistro bis zu zehn Kinderbekleidungstücke abgeben, die am 30. April fair getauscht werden sollen.

Übrigens werden die Sachen der jüngsten Party, die keine Abnehmer fanden, heute dem Frauenhaus gespendet.

Meine älteste Tochter, die in Berlin lebt, kannte den Fair-Tausch-Trend aus der Hauptstadt und hat uns empfohlen, hierher zu kommen.Birgit Kranich, Lehrerin und Partygast

Christian Rödel

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