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Stralsund Tribseer Straße soll lebendiger Treffpunkt werden
Vorpommern Stralsund Tribseer Straße soll lebendiger Treffpunkt werden
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00:00 09.03.2013
Das so genannte Dreimörderhaus am der Ecke Tribseer Straße/Katharinenberg prägt den Platz vor der Deutschen Bank wesentlich. Das Areal soll als Tor zur Altstadt umgestaltet werden. Quelle: Karen Rogalska
Stralsund

Vom kommenden Jahr an will die Stadt den Kreuzungspunkt Knieperwall/Tribseer Straße zu einem regulären Stadteingang umgestalten. Während der Sitzung des Gestaltungsbeirats stellten gestern drei Architekturbüros ihre Vorschläge für eine Belebung des bisher recht trostlos wirkenden Platzes vor. Ausgangspunkt aller Entwürfe ist das mächtige Eckgebäude mit einer Bäckerei im Erdgeschoss.

Dem Berliner Büro Arcasa zufolge muss der Platz im Zusammenspiel mit dem Neuen Markt und dort insbesondere mit der Marienkirche gesehen werden. Die vorhandene Stadtmauer würde bei diesem Entwurf mit kubischen Bauten „wie eine Perlenkette fortgesetzt, damit sich die bisherigen Blickbeziehungen verändern und das Deutsche-Bank-Gebäude weniger dominant erscheint“. Damit entstünde eine Kante. Die Grünfläche vor dem Eckgebäude soll verschwinden.

Als wichtiger Orientierungspunkt vor allem für Besucher der Stadt dient der Platz künftig nach dem Konzept des Stralsunder Architektenbüros Warnkross. Eine Außenstelle der Stadtinformation sollte erster Anlaufpunkt für Touristen sein, „die sich derzeit ohne Stadtplan zwischen fünf Wegen entscheiden müssen“.

Die Stadtmauer würde diesem Vorschlag zufolge um eine Stahl-Glas-Fassade, also auch um eine deutliche Kante, ergänzt, bei der sich vielfach mit Lichteffekten spielen lässt. Außerdem ist an die Einrichtung eines Fahrradverleihs gedacht.

Die Experten aus dem Berliner Büro UT Architects schlagen vor, die Altstadt über den Platz deutlich vom sie umgebenden Grün- und Wassergürtel abzugrenzen. Denn beides sei keineswegs miteinander verzahnt. Auf dem Platz selbst seien bis heute die Wunden der Turmexplosion spürbar, die sich dort im 18. Jahrhundert ereignete. An dieses historische Ereignis knüpfen die Architekten an, indem sie den Stadteingang nicht räumlich abschließen, sondern als „offene Geste“ und sehr lebendigen Treffpunkt anlegen wollen, der etwa zum Verweilen in einem Restaurant einlädt.

Der Platz soll mit einem einheitlichen Granitpflaster versehen werden. Die Stadtmauer würde auch hier verlängert werden, indem ein eingeschossiger Streifen geschaffen wird, in den viele Schaufenster eingelassen sind.

Gestaltungsbeiratsvorsitzende Inken Baller, die sich nach der nächsten Sitzung aus dem Gremium verabschieden wird, zeigte sich sehr angetan von allen Entwürfen. „Es ist deutlich geworden, wie wichtig die Herleitung eines Projekts für einen gelungenen architektonischen Vorschlag ist.“

Damit spielte sie auf zwei Vorhaben an, bei denen der Gestaltungsbeirat zuvor ausdrücklich „eine Idee für den Bau“ vermisst hatte. So sollen in der Wasserstraße 79 ein Geschäftshaus und am Frankenwall 21 ein Wohnhaus entstehen. Beide Projekte sind aus Sicht des Gremiums an so prominenter Stelle angesiedelt, dass dort „unbedingt Blickfänge entstehen müssen“. Aus den bisherigen Vorschlägen sei dies allerdings nicht ersichtlich.

„Die Herleitung eines architektonischen Entwurfs ist von immenser Bedeutung.“Inken Baller (70), Vorsitzende des Gestaltungsbeirat

Karin Rogalska

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