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Stralsund Tribseeser Stadttore werden chick gemacht
Vorpommern Stralsund Tribseeser Stadttore werden chick gemacht
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00:00 13.07.2018

Tribsees. Gerüste rund um das Mühlentor weisen weithin sichtbar darauf hin: Hier wird gebaut. Zum Baugeschehen in Tribsees gehören neben der Kita und der Aula der Regionalen Schule in diesem Jahr nämlich auch umfangreiche Sanierungsarbeiten an den beiden Stadttoren. „Ich denke, dass mit den aktuellen Sanierungsarbeiten der bauliche Zustand unserer beiden Tore dann für die nächsten 100 Jahre gesichert sein wird“, hofft Bürgermeister Thomas Molkentin (CDU) im OZ-Gespräch.

Das Mühlentor in Tribsees ist eingerüstet und wird saniert. Quelle: Foto: Harry Lembke

Der bauliche Zustand der historischen Bauwerke erforderte dringend Instandsetzungsmaßnahmen. Im Vordergrund stehen die Neueindeckung der Dächer und die Beseitigung von Schäden in den Außenwänden.

Für die Dauer der Arbeiten ist die Durchfahrt zurzeit durch das Mühlentor, später durch das Steintor gesperrt. Die Umleitungen werden angezeigt, sind aber im Stadtbereich nur kurzstreckig.

Nach dem Abschluss der Arbeiten am Mühlentor folgt dann das Steintor. Geplant ist, dass die gesamte Sanierungsaktion an beiden Toren bis Ende Oktober/Anfang November abgeschlossen werden kann .

Hauptauftragnehmer ist das Tribseer Bauunternehmen Wiese. Für die Firma ist dieses Projekt etwas außergewöhnlich, denn da es sich um alte, historisch wertvolle Gebäude handelt, stehen alle Arbeiten, angefangen von der Planung und der genauen Festlegung der auszuführenden Arbeiten bis zu den zu verwendenden Baumaterialien (zum Beispiel bestimmte Arten von Dachpfannen , Ziegel u.ä.) unter Aufsicht der Unteren Denkmalschutzbehörde und des Landesamtes für Denkmalpflege.

Zur Finanzierung hatte die Trebelstadt bereits 2017 beim Bundeskanzleramt Anträge auf Förderung gestellt. Mit Unterstützung des Bundestagsabgeordneten Eckardt Rehberg (CDU) wurden daraufhin aus einem Sonder-Förderprogramm des Bundes 85 000 Euro nach Tribsees überwiesen. Da der Eigenanteil der Stadt genauso hoch ist, stehen für die äußeren Instandsetzungsarbeiten an beiden Stadttoren also insgesamt ungefähr 170000 Euro zur Verfügung.

Aber auch im Inneren der Tore sind noch Sanierungen nötig. „Wir stellen jetzt gerade Förderanträge für diese Arbeiten. Aber dazu brauchen wir natürlich auch ein Nutzungskonzept“, sagt der Bürgermeister, der sich zum Beispiel auch eine Wohnung im Tor vorstellen kann. „Aber da stehen wir noch ganz am Anfang.“

Die beiden Stadttore – das Mühlentor sicherte Richtung Stralsund ab, das Steintor Richtung Grimmen – sind Reste der Wehranlage, die die Stadt einst umgab. Es sind gotische Backsteinbauten aus dem 13. Jahrhundert mit relativ spitzen Durchfahrten, die nach außen aufwändiger und ins Stadtinnere eher schlichter gestaltet wurden. Im Mühlentor war von 1976 bis 1991 die Heimatstube Tribsees untergebracht. Die zog dann ins Steintor und war dort bis 2007 geöffnet. Heute kennen wir die Einrichtung als Heimatmuseum. Und das ist in der Präparandenanstalt zu finden.

Derweil stehen die beiden Stadttore leer. „Einerseits müssen wir hier sanieren, klar. Aber andererseits war der Platz in den Toren auch zu eng, zu schwer erreichbar. Und da die Heimatstube irgendwann aus allen Nähten platzte, musste eine neue Lösung her“, erklärt Thomas Molkentin, wie es zu dem Leerstand der beiden Tore kam.

Harry Lembke und Ines Sommer

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