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Stralsund Trickserei mit Tickets für den Stadtbus
Vorpommern Stralsund Trickserei mit Tickets für den Stadtbus
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00:40 11.06.2016

Wenn der Geldautomat nichts mehr rausrückt, wird es meist eng. Man könnte es dann damit versuchen, Wünsche zurückzustellen oder zeitiger etwas anzusparen. Es sei denn, man glaubt, mit nur einer Idee alle Geldprobleme auf einen Schlag lösen zu können.

Serie

Polizeigespräch

So erschien eine junge Frau bei einer Fahrkartenagentur des Nahverkehrs und wollte ein unlängst gekauftes Halbjahres-Ticket wieder zurückgeben. Sie habe eigentlich eine Monatsfahrkarte mitbringen sollen, erklärte die 22-Jährige und schob noch hinterher, dass das ganz einfach ein Versehen gewesen sein muss. Die Halbjahresfahrkarte hatte sie offenbar mit ihrer EC-Karte in einem der Stadtbusse gekauft, die auch mit Fahrkartendruckern ausgestattet sind.

„Beim Nahverkehr war man so freundlich, das vermeintliche Versehen wieder auszubügeln“, sagt Dietmar Grotzky. Der Leiter des Polizeihauptreviers der Hansestadt weiß, dass die Frau eine Monatsfahrkarte erhielt und ihr die Differenz zu dem 175 Euro teuren Halbjahresticket ausgezahlt wurde. Jedoch ließ die Freundlichkeit bei den Mitarbeitern des Öffentlichen Personennahverkehrs rapide nach, als von dem Geldinstitut die Meldung kam, dass die EC-Karte der Kundin mangels Deckung nicht belastbar war.

„Zwar wurde die junge Frau angeschrieben und gebeten, den Fehlbetrag samt aufgelaufenen Kosten wieder zurückzuzahlen, doch auf diese Zahlungserinnerung reagierte sie gar nicht“, sagt der Revierleiter. Dafür tauchte kurz darauf offenbar ihr Freund mit einem Halbjahresticket in der Hand auf und erklärte, dies für seine Auserwählte umtauschen zu wollen, die das versehentlich falsch eingekauft habe, da sie ja eigentlich eine Monatsfahrkarte bräuchte. Als man beim ÖPNV mitbekam, wer da hinter der Umtauschaktion steckte, musste der Mann unverrichteter Dinge wieder abziehen.

Durchaus berechtigt, wie Grotzky erklärt, denn auch das Halbjahresticket war mit der ungedeckten EC-Karte bezahlt worden, wie die Rückforderung der Bank kurz darauf deutlich machte. Eigentlich hätte die Geschichte damit zu Ende sein können. Doch zwei Monate später muss es bei der jungen Frau wieder einen erhöhten Bargeldbedarf gegeben haben. Jedenfalls versuchte sie die Masche, die ja schon aufgeflogen war, noch einmal durchzuziehen – vergeblich.

„Aber jetzt hatte man beim Nahverkehr offensichtlich genug von diesem Treiben und zeigte die Frau an“, so der Revierleiter. Immerhin hatte sich der Schaden samt aller Mahnkosten bereits auf 750

Euro summiert.

Dietmar Grotzky weiß: „Derzeit wird gegen die Frau wegen Betrugs ermittelt.“

Jörg Mattern

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