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Unterwegs zur Meisterschaft

Stralsund Unterwegs zur Meisterschaft

Rostocker Studenten musizierten im „Baltischen Winter“

Stralsund. Wenn im Rahmen des Stralsunder „Baltischen Winters“ zehn Violinschüler der Rostocker Hochschule für Musik und Theater (HMT) an einem Abend zu zehn Werken von neun Komponisten greifen, sich höchst hochschulmeisterlich von drei Koryphäen exzellenter Korrepetitionskunst begleiten lassen und dabei zwischen Klassik und Moderne kaum eine wichtige Komponistenpersönlichkeit auslassen, dann sind das nicht jene vielen Köche, die den sprichwörtlichen Brei verderben.

Im Gegenteil! Die Studierenden der Violinklasse von Professor Christiane Hutcap – im Alter zwischen 18 und 26 Jahren sowie „unterwegs“ in den Ausbildungsbereichen Bachelor of Arts (6) und Master of Music (4) – sorgten am vergangenen Wochenende mit schon vielfach beeindruckender künstlerischen Präsenz für steigenden „Appetit“ auf ein solcherart abwechselungsreiches wie attraktives Programm.

Kein Wunder, dass am Wochenende in Stralsunds Kapelle St. Annen und Brigitten das Publikumsinteresse wieder groß war. Wie auch nicht! Gibt es Erfreulicheres, als jungen MusikerInnen auf den sehr unterschiedlichen Stationen ihres künstlerischen Weges zu begegnen, ihre individuellen Spielweisen auszumachen, gestalterische Absichten zu verfolgen – und Freude an noch unverstellt geäußerter Musikalität zu haben? Vieles wäre über diesen Abend zu sagen und viele, zu viele Namen und Werke gäbe es im Einzelnen zu nennen.

Notgedrungen bleibe es deshalb pauschal. Hinsichtlich Beethovens etwa, dessen Sonatensätze (aus op. 24 und 47) sich herzhaften Zugriffs und kontrastreicher Verve erfreuten. Ein Gleiches galt für Brahms (op. 108), Grieg (op. 45) und Fauré (op. 13), bei denen man zusätzlich mit großem Ton und gefühlvoll expressiver Melodik punktete. Ganz stark gerieten Schubert (D574), Schumann (op. 121), Elgar (op.82), Bartok (Finale 2. Violinkonzert) und Ravel (komplette 2. Sonate).

Hier bestachen gleichermaßen die Souveränität des Vortrags, die mühelos scheinende Bewältigung hoher technischer wie tonlicher Ansprüche, vor allem aber das bereits deutlich ausgeprägte Profil individuellen Gestaltungsvermögens. Ungeachtet aller den verschiedenen Altersgruppen und Leistungsständen geschuldeten Unterschieden machte eben dies den Abend zu einem wirklich außerordentlich erfreulichen Erlebnis.

Ekkehard Ochs

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