Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Stralsund Veranstalter verkündet Aus für Sundkonzerte
Vorpommern Stralsund Veranstalter verkündet Aus für Sundkonzerte
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:35 05.12.2018
2017 spielte die Band Silbermond ihren Song „B96“ auf der Mahnkeschen Wiese im Schatten der Rügenbrücke. Quelle: Christian Rödel
Stralsund

Nach fünf Jahren wird es 2019 auch keine Neuauflage der Sundkonzerte mehr geben: Marcel Glöden,der Veranstalter der Stralsunder Konzertreihe, hat die Großveranstaltung jetzt beerdigt. Als Grund für die Entscheidung nannte Glöden erneut seine Enttäuschung über die „mangelnde Unterstützung“ vonseiten der Landesregierung, zumal Vorpommern-Staatssekretär Patrick Dahlemann (SPD) dem Unternehmer mehrfach zugesichert hatte, die Konzertreihe aus dem Vorpommern-Fonds fördern zu wollen. Glöden hatte vor mehreren Wochen bereits das Aus für die Greifswalder Boddenklänge verkündet, die ähnlich angelegt sind wie die Sundkonzerte.

Im Gegensatz zur Stadtverwaltung in Greifswald hätten ihn das Stralsunder Rathaus und Oberbürgermeister Alexander Badrow (CDU) bei den Vorbereitungen zwar stets sehr gut unterstützt. Auch mehrere Stralsunder Unternehmen hätten sich als Sponsoren stark engagiert, sagte Glöden. Allerdings seien Fördermittel, die Dahlemann zugesichert habe, nie angekommen. Für das Jahr 2017 war Glöden bereits ein Fördermittelbescheid über 30000 Euro überreicht worden – ohne Effekt allerdings. Für das Jahr 2018 waren ebenfalls Fördermittel aus dem Vorpommern-Fonds in Aussicht gestellt worden.

Die Sundkonzerte zählten zu der Konzertreihe „Events in Vorpommern“, zu denen neben den Aufführungen in Stralsund, Greifswald und Wolgast in diesem Jahr erstmals ein Schlager-Festival in Anklam zählte. Als Ende 2017 bekannt wurde, dass das Land die Konzerte aus dem Vorpommern-Fonds fördern wolle, hatte die Linksfraktion im Landtag dies als Stütze für die Stars kritisiert. Andere Politiker hielten dagegen. Badrow betonte: „Auch das ist Kultur. Wenn wir junge Leute in der Region halten wollen, müssen wir solche Angebote möglich machen.“

Glöden ist Inhaber der Veranstaltungsagentur „Haus neuer Medien“ in Greifswald. In diesem Jahr hat er in Stralsund den Rapper Cro auf die Bühne geholt. 2017 spielte die Band Silbermond ihren Song „B96“ auf der Mahnkeschen Wiese im Schatten der Rügenbrücke – also fast direkt an dieser mit dem Leben und Heimatgefühl vieler ostdeutscher Menschen eng verbundenen Bundesstraße. In den Jahren zuvor waren auch Matthias Reim und Roland Kaiser in der Welterbestadt zu Gast.

Glöden betonte, er habe zeigen wollen, dass diese Form der Großveranstaltungen auch in Vorpommern möglich seien „und man dafür nicht immer nach Hamburg oder Berlin fahren muss“. Allerdings seien die Kosten für den Aufbau der Bühne, Sicherheit, Wasser- und Stromversorgung, Toiletten-Container „hier in der Region höher, als wenn man in einer Großstadt nur eine Arena anmieten muss, wo alles vorhanden ist“, sagte Glöden. Vor allem angesichts dieses infrastrukturellen Nachteils habe er auf eine mögliche Förderung durch das Land gesetzt.

Benjamin Fischer

Die Täter drangen in ein Gebäude in der Innenstadt und in ein Teppichfachgeschäft ein.

04.12.2018

K.O.-Tropfen im Glühwein? Ein Arzt schöpft Verdacht, nachdem er eine Frau mit Verletzungen und Erinnerungslücken untersucht hat.

05.12.2018
Vorpommern Wie unabhängig muss ein Oberbürgermeister sein? - OB-Ehefrau gründet mit Stralsunds größtem Baulöwen eine Firma

Die Ehefrau des Stralsunder Oberbürgermeisters, Sandra Badrow, unterhält mit einem der größten Immobilieninvestoren in der Stadt eine gemeinsame Firma für Pflegedienste. Das Unternehmen könnte von einer ganz bestimmten Entscheidung im Rathaus besonders profitieren.

04.12.2018