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Stralsund Verein kümmerte sich um bedürftige Wöchnerinnen
Vorpommern Stralsund Verein kümmerte sich um bedürftige Wöchnerinnen
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00:00 21.03.2013
Stralsund

Zu den karitativen Organisationen in Stralsund gehörte einst der 1872 gegründete Verein für bedürftige Wöchnerinnen. Sein Ziel war das Wohlergehen der Frauen nach der Entbindung, die Überstehung des Wochenbettes.

Darüber hinaus sollten ihnen Mittel zur Verfügung gestellt werden, die zu ihrer Genesung und körperlichen Kräftigung beitragen. Neben dem Statut gab es ein Reglement zur Hygiene und Wochenbettpflege.

Jede schwangere Stralsunder Frau konnte den Verein um Hilfe bitten. Sie erhielt nach Prüfung der Bedürftigkeit am Tage ihrer Niederkunft kostenfrei einen Wanderkorb überreicht. Er enthielt in sauberer Form und Verpackung ein Hemd, drei Parchend-Unterlagen, eine Gummiunterlage, 230 Gramm keimfreie Watte, ein Betttuch, ein Kissen und einen Bettbezug, sowie antiseptische Seife und eine Waschschüssel. Ihm war außerdem ein Merkzettel beigefügt, durch den sich die Wöchnerinnen über die Einhaltung der elementarsten hygienischen Anforderungen informieren konnten.

1901 trugen die Vereinsdamen 143 Wanderkörbe aus. Zudem erhielten die Wöchnerinnen an zehn Tagen eine Suppe. Alleine 1901 wurden 1200 Portionen (sie waren nicht an die Wanderkörbe gebunden) ausgegeben. Teilweise kochten die Vereinsmitglieder die Suppen selber, trugen sie aus oder sie spendeten die Zutaten. Beitragszahlungen, Erträge aus Lotterien und Vorträgen bildeten die finanzielle Grundlage des Vereins. Hinzu kamen jährliche Zuwendungen vom Rat der Stadt (300 M) und den Kirchengemeinden. Die Gemeinde von St. Marien spendete 50 Mark. Viele „Geschenkspender" übergaben dem Verein Bettwäsche. Sie entlasteten das Budget des Vereins ebenso wie die liebevolle Übersendung von 31,73 Mark eines Schachklubs. Eine große Unterstützung erhielt der Verein durch die Anstellung einer Diakonissin.

1900 richtete der Verein im Krankenhaus eine Wochenstube ein. Auf Empfehlung des Vorstandes wurden hier Wöchnerinnen aufgenommen, wenn der Erwartung des Wochenbettes in der Wohnung besondere Unzulänglichkeiten entgegenstanden.

Das Anliegen, die Organisation, und die Erfolge in der täglichen Tätigkeit mit bedürftigen Wöchnerinnen war für damalige Zeit vorbildwirkend — und das über die Stadtgrenzen hinaus.

hdm

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