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Verein rettet die Feldsteinkirche

Rolofshagen Verein rettet die Feldsteinkirche

Zum 10. Geburtstag wurde in Rolofshagen Bilanz gezogen / Noch in diesem Jahr soll das Dach der Kirchenruine dicht gemacht werden / Sanierung der Fenster ist geplant

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Barbara Frentzel-Beyme (r.) erläutert den Gästen der Jubiläumsfeier was in zehn Jahren für den Erhalt der Kirchenruine erreicht wurde.

Quelle: Fotos: Peter Franke

Rolofshagen. Sein zehnjähriges Jubiläum hatte der Verein zur Erhaltung der Rolofshagener Feldstein-Kirchenruine doch besser in den Sommer verlegt. „Das wäre eigentlich am 24. Januar gewesen, aber da war es zum Feiern zu kalt“, sagt Barbara Frentzel-Beyme, die Vereinsvorsitzende, schmunzelnd. So feierten Mitglieder, Sponsoren und Gäste erst jetzt den runden Vereinsgeburtstag, zu dem auch Harry Glawe (CDU), Wirtschaftsminister MV, persönlich gratulierte. „Dies ist eine der ältesten Feldsteinkirchen im norddeutschen Raum“, sagte der Minister während der Besichtigung der Rolofshagener Ruine, die inzwischen ein Ort für regelmäßige kulturelle Veranstaltungen geworden ist. Es sei eine gute Sache, „dass die alte Kirche für die Öffentlichkeit erhalten bleibt.“

OZ-Bild

Zum 10. Geburtstag wurde in Rolofshagen Bilanz gezogen / Noch in diesem Jahr soll das Dach der Kirchenruine dicht gemacht werden / Sanierung der Fenster ist geplant

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Der Verein hat allerhand geleistet in den zehn Jahren.“Ilona Kindler, Bürgermeisterin der Gemeinde Papenhagen

Das Kirchenschiff, dessen Dach 1986 zusammengebrochen war, ist bereits zum Teil neu überdacht. Finanziell ermöglicht auch durch „Leader“, ein Förderprogramm der Europäischen Union. Um den gesamten Kircheninnenraum bedecken zu können und somit Schutz für die historischen Mauern zu gewährleisten, bewilligte das Wirtschaftsministerium des Landes für das Projekt im vergangenen Jahr 25000

Euro aus Mitteln der Städtebauförderung.

„Ich bin hier in der Kirche getauft worden“, berichtete Dieter Wollenbecker, der stellvertretende Vereinsvorsitzende, den Gästen der Feierstunde: „Es ist schön, dass sich Leute engagieren, um dieses Bauwerk zu erhalten.“

„Ich werde mich weiter dafür einsetzen, dass die Gemeindevertretung hinter der Arbeit des Vereins steht“, sagte Ilona Kindler (Wählergemeinschaft), Bürgermeisterin der Gemeinde Papenhagen, zu der Rolofshagen gehört. Der Verein habe „allerhand geleistet in den zehn Jahren. Dran bleiben, dann wird das schon.“

Barbara Frentzel-Beyme, Rolofshagenerin seit 2001, informierte, dass sie vor zwölf Jahren mit nur zwei Mitstreitern begonnen habe, das Projekt in Angriff zu nehmen. Zwei Jahre später sei dann der Verein zum Erhalt der Feldstein-Kirchenruine gegründet worden. Insgesamt 200 Tonnen Schutt mussten damals aus dem oben offenen Gotteshaus gekarrt werden.

Die Mauern sind inzwischen saniert. Restauriert wurden die Tür der Sakristei, die Westtür und die zwei Südtüren, wovon eine erst eingebaut werden soll, wenn das Dach dicht ist. „Das soll auf jeden Fall in diesem Jahr noch drauf“, sagt Barbara Frentzel-Beyme. Es fehle nur noch eine Bestätigung vom Denkmalschutz.

Baulich gesichert ist bereits der Nordwestpfeiler der Ruine. Derzeit laufen noch Arbeiten am mittleren Südpfeiler, der stark durch Efeu-Bewuchs geschädigt ist und zudem abzukippen drohte. Noch in einiger Ferne sieht Frentzel-Beyme das Restaurieren der alten, inzwischen fast komplett glaslosen Kirchenfenster. „Es gibt noch ein paar Scheiben, die ein früherer Pastor mal gesichert hat“, berichtete die Vereinsvorsitzende. Die Fenstersanierung kostet eine Menge Geld. Doch Minister Glawe machte dem rührigen Rolofshagener Verein Mut: „Wenn das Dach drauf ist, möglichst schnell einen Förderantrag für die Fenstererneuerung stellen!“

Beinahe zugewuchert

2006 wurde der Verein zum Erhalt der Rolofshagener Feldstein-Kirchenruine gegründet.

1300um dieses Jahr herum soll der Feldsteinbau ursprünglich errichtet worden sein.

1986 ist das Dach der Kirche eingestürzt. Der denkmalgeschützte Bau war somit Wind und Regen schutzlos ausgeliefert. Sogar Bäume wucherten bald im Kircheninneren.

200 Tonnen Schutt mussten mühsam herausgekarrt werden, um mit der Sicherung des Bauwerks beginnen zu können.

Peter Franke

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