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Stralsund Viele Autos landeten im Graben
Vorpommern Stralsund Viele Autos landeten im Graben
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03:46 21.03.2013
Alle H�nde voll zu tun hatten die Schneeschieber auf der Stra�e nach Bisdorf.

„Mein Telefon stand still, also scheint alles zu laufen. Wir hatten ja aber auch wirklich schon Schlimmeres“, schätzt Bernd Kopmann mit norddeutscher Gelassenheit ein. Dabei hat er als Bürgermeister einer Gemeinde mit sieben Ortsteilen das größte Streckennetz im Auge zu behalten. „Erstens sind die Ureinwohner hier dran gewöhnt, dass man im Winter mal eingeschneit ist, und zweitens lassen wir uns als Gemeinde ja auch nicht lumpen und bezahlen einen ordentlichen Winterdienst.“ Überschlagen hat er die Ausgabe dafür zwar noch nicht, aber er befürchtet Arges. Auch wenn es kostet — mit dem Winterdienst ist Bernd Kopmann zufrieden. „Wenn ich da noch an die Zeiten denke, als unsere Gemeindestraßen Plattenwege waren... Da haben wir es heute mit unserem gut ausgebauten Asphalt-Liniennetz schon besser.“ Er bedaure aber den Wintereinsatz auf der Landesstraße, da machen den Fahrern die Leitplanken ganz schön das Leben schwer.

Und während man am Ortsausgang von Hohendorf Richtung Wendisch-Langendorf riesige Schneeschanzen und bizarre Formen in Weiß auf sich wirken lassen kann, haben ein paar Kilometer weiter die Männer des Fuhrunternehmens Sellenthin ordentlich zu tun. „Wir sind die ganze Nacht durchgefahren, haben die Schichten um 24 Uhr gewechselt. Aber es war richtig so, denn nur so konnten wir alle Straßen frei halten. Wir wissen ja, dass die Ersten morgens um vier zur Arbeit fahren. Und auch der Pflegedienst muss ja überall hinkommen.“ Sellenthin-Chef Mario Golla weiß, wovon er spricht. Der 46-Jährige ist per Allradfahrzeug überall unterwegs und schaut nach dem Rechten. „Mit zwei bis vier Kollegen sind wir in der Gemeinde Groß Mohrdorf auf Achse. Und ich denke, wir sind den Problemen immer eine Nasenlänge voraus“, spricht doch etwas Stolz mit, dass es immer wieder gelingt, alle Ortschaften „am Netz“ zu behalten. Seit Montagmorgen sind die Winterkapitäne an der Schneefront im Einsatz — Ende nicht in Sicht. Gerade im Norden gab es einige Sorgenkinder. „Auf der Straße von Schmedshagen haben sich viele Leute festgefahren oder landeten im Graben. Ein anderes Nadelöhr waren die Verbindungen nach Klein und Groß Damitz. Auch Sommerfeld war schwer erreichbar“, sagt Toni Thomas, Ordnungsamtsleiter in Altenpleen. Erhebliche Einschränkungen gab es auch im Schülerverkehr. So konnte Zandershagen bei Richtenberg ebenso wenig angefahren werden wie Hoevet bei Velgast. „Auch Krummenhagen mussten wir streichen. In Prohn konnten unsere Busse die Mühlgrabenstraße nicht erreichen. Und auch die Fahrten nach Stremlow und Landsdorf haben wir lieber gelassen, damit sich unsere Busse nicht festfahren“, so ein Sprecher der KVG-Außenstelle in Grimmen. Mit 30 Minuten Verspätung habe man aber rechnen müssen, dennoch seien die Kinder zur Schule gekommen. Nur ein Bus hat sein Ziel nicht erreicht, und das war auf der Linie nach Barth. „Bei Küstrow wollte der Bus einem Winterdienstfahrzeug ausweichen und rutschte dann selber in den Graben. Es ist aber niemandem etwas passiert“, betont der KVG-Mitarbeiter und ergänzt noch, dass die Stralsunder Firma Möller gestern Morgen nicht ausgerückt sei.

Die abgelegenen Orte waren schlecht erreichbar. Da haben sich schon einige festgefahren.“Toni Thomas (27), Ordnungsamt Altenpleen

Ines Sommer

Böse Falle: Eine Suzuki-Fahrerin (36) aus Brandenburg fuhr gestern gegen 10.20 Uhr auf der Straße Zur Schwedenschanze einem Bus hinterher. Als der in die Hochschulallee einbog, folgte sie dem Bus, der allerdings über einen versenkbaren Poller fuhr. Der hob sich dann in dem Augenblick, als der Pkw die Stelle passierte, geriet unter das Auto und wurde aus der Verankerung gerissen.

21.03.2013

2.20 — 2.40 Uhr (Bedarfsöffn.15.20 — 15.40Uhr (Bedarfsöffn.

21.03.2013

Noch ‘ne gute Woche bis zum Fest

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