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Stralsund Vielfalt für individuelle Entwicklung

Das Schulzentrum am Sund vereint Regionale Schule und Gymnasium

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Martin Schirrmeister (16), Philipp Kempcke (16), Richard Sander (16) und Vincent Rau (16) besuchen am Schulzentrum am Sund den Kurs Elektrotechnik und Elektronik. FOTOS (6): MIRIAM WEBER/BENJAMIN FISCHER

Stralsund. Josefine Birkholz (14) besucht die Kunstklasse, spielt in einer Schulband und ist dem Theaterclub beigetreten. Juan Dikou (17) mag, dass es viele Möglichkeiten gibt, an naturwissenschaftlichen Wettbewerben teilzunehmen. Sport, Sprachen, Segeln, Theater, Chor, Matheclub. „Wir sind breit aufgestellt, versuchen, für wirklich jeden Schüler etwas zu bieten“, sagt Regina Landt, Schulleiterin des Schulzentrums am Sund in der Frankenvorstadt.

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Das Schulzentrum am Sund vereint Regionale Schule und Gymnasium

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Schulzentrum, das bedeutet, dass die Schüler im regionalen Schulteil „Gerhart Hauptmann“ die Mittlere Reife anstreben, und im gymnasialen Schulteil „Goethe“ das Abitur ablegen können. Das alles unter einen Hut zu bekommen, ist sowohl Herausforderung als auch Chance. „Wir versuchen, gemeinsame Projekte zu machen und auch das Ganztagsangebot für die Mädchen und Jungen beider Schulteile offen zu halten“, sagt die Schulleiterin.

Trotz aller Vielfalt, die den Schülern am Schulzentrum zur Verfügung steht, sind eine wichtige Säule die so genannten Mint-Fächer und -Angebote (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik).

„Wir haben es geschafft, Mint an beiden Schulteilen zu etablieren“, freut sich Regina Landt. „Uns ist es wichtig zu zeigen, dass Naturwissenschaften Spaß machen, und das nicht nur in der Theorie.

Deshalb läuft an unserer Schule viel Praktisches.“ Angefangen bei den Schulteams, die regelmäßig an den internationalen Technologie-Wettbewerben „Formel 1 in der Schule“ oder „Greendrive“ teilnehmen, über Robotik-Kurse bis hin zur Kinderakademie, die von den Schülern des Schulzentrums am Sund selbst vorbereitet wird und zu der die Jüngsten aus der Grundschule und den Kindergärten eingeladen werden. Denn das Interesse für Naturwissenschaften sollte möglichst früh geweckt werden.

„Darüber hinaus haben wir jedoch auch Kunstklassen“, sagt Regina Landt. So eine besucht Josefine. Die Achtklässlerin fühlt sich an ihrer Schule wohl, besucht den gymnasialen Schulteil. Was der 14-Jährigen besonders gefällt, ist das Engagement. „Wir versuchen gemeinsam, in der Welt aktiv zu sein und etwas zu verändern“, sagt Josefine. So gibt es unter anderem seit drei Jahren eine Patenschaft für das Mädchen Sonia Sarbariya aus Nepal. „Das Schöne ist, dass uns die Lehrer oft einen Anstubser geben und wir Schüler das Ganze dann selbstständig weiterführen.“

Josefines Mitschüler Juan Dikou fügt hinzu, dass es zwischen den Lehrern und Schülern ein gutes Verhältnis gebe. Was bei 845 Schülern und über 60 Lehrern auch nicht immer einfach ist. „Wir können unsere Interessen gut durchsetzen und bei unseren Ideen werden uns keine Steine in den Weg gelegt, sondern vielmehr finden wir oft Unterstützung“, sagt der Elftklässler.

Apropos Unterstützung. Derzeit wird das Förderkonzept für die Orientierungsstufe überarbeitet. „Damit wir mehr Möglichkeiten finden, um Schüler entsprechend ihres Potenzials zu fördern. Und zwar in beide Richtungen“, erklärt Regina Landt. Um ein bestmögliches Angebot für die Mädchen und Jungen vor allem im Ganztagsbereich zu schaffen, arbeitet das Schulzentrum am Sund mit vielen Partnern zusammen. Dazu zählen unter anderem die Hochschule, die die Schüler bei unterschiedlichen Projekten mit Knowhow und mit der Bereitstellung von Räumlichkeiten unterstützt, die Handwerkskammer, Stadtteilkoordination der Frankenvorstadt oder auch das Ozeaneum.

Miriam Weber

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